Haben Sie eine Frage an den Augenoptiker zu Ihrer Brille. Stellen Sie hier Ihre Frage. (Hinweis: Wir haben hier keine Redaktion. Die Beantwortung Ihrer Fragen werden von Augenoptikern auf freiwilliger Basis durchgeführt. Es besteht kein Anspruch auf eine Beantwortung)
Ich habe mir vor einigen Jahren eine Bifokalbrille anfertigen lassen. Als Musiker und Musikschullehrer war ich mit dieser Brille überglücklich.
Ich fand das Schöne an dieser Brille, dass ich ein sehr weites, breites Gesichtsfeld hatte und ein Notenblatt wunderbar scharf lesen konnte.
Nun wollte ich diese Brille erneuern und schrieb den Optiker an, der mir diese Brille gemacht hat. Dabei wies ich darauf hin, dass ich wieder eine Bifokalbrille haben wollte. Im Verkaufsgespräch stellte sich dann aber plötzlich heraus – obwohl ich von Anfang an gesagt habe, ich möchte die bisherige Lösung für die neuen Werte – dass es so gut wie keine Bifokalbrillen mehr gäbe.
Sie wären mittlerweile extrem teuer und die Breite meines Nahfeldes gäbe es sowieso nicht mehr.
Jetzt wollte ich hier mal nachfragen, wie das mit Bifokalbrillen aussieht. Weiterhin habe ich gegoogelt und habe entdeckt, dass man für solche Situationen, wie ich sie habe, auch Franklin-Gläser oder Exekutivgläser verwendet.
Kann mir jemand hier sagen, mit was für einer Marke und mit was für Gläsern ich eine annähernd ähnliche, wenn ich sogar gleiche Situation herstellen kann? Hier die Angaben zu dem Glas aus meinem damaligen Brillenpass.
Danke an alle. Was ist der genaue Unterschied zwischen S45 und ST45?
Produziert optovision noch S45, die haben bisher noch nicht geantwortet.
Nächste Frage, der Optiker, bei dem ich war, meinte, wenn es S45 noch gäbe, wäre es schweineteuer. Sein Vorschlag Rodenstock Officegläser in der teuersten Variante 539 Euro das Stück. Liegen diese Gläser mittlerweile pro Glas in diesem Bereich und darüber? Denn meine damaligen Gläser vor fünf Jahren haben beide insgesamt 500 Euro gekostet.
Bei Bifos beschreiben die Bezeichnungen C (=curved) und S (=straight) die geometrische Form der oberen Trennkante...also ob sie leicht gebogen oder kerzengerade ist.
ST hab ich auch schon mal gesehen aber das sollte auch 'straight' sein...darüberhinaus gibt es noch sog. Exekutiv-Gläser die im Grunde aus zwei Einzel-Gläsern 'geschnitten' und 'zusammengeklebt' werden.
Diese Art des Bifokal-Brillenglases ist bei uns wie die 'Grande Complication' bei den Uhrmachern... ...und das wird heute noch von einigen steinalten Elite-Optikern in dunklen Vollmondnächten bei gleichzeitigem Gemurmel alter mystischer Zentrierforderungen mit strenger Miene auf einem fußbetriebenen Schleifstein aus Adamantium handgefummelt...
Ich denke mit so ein paar 45ern solltest du zufrieden sein - musst nur einen Opticus finden der diese oben genannten Lieferanten im Portfolio hat.
Willwassehen hat geschrieben: ↑Mittwoch 4. Februar 2026, 14:34
Nächste Frage, der Optiker, bei dem ich war, meinte, wenn es S45 noch gäbe, wäre es schweineteuer.
a) Such Dir einen anderen Optiker. Am besten jemanden, der sich beruflich mit dem Thema beschäftigt.
b) Die unverbindliche Preisempfehlung für das Glas von DAO liegt - je nach Entspiegelungsqualität - bei ca. 250,- pro Glas. "Unverbindlich" heißt: je nach Kalkulationsgrundlagen und Kostenstruktur des jeweiligen Optikers kann der Preis nach oben oder unten abweichen. In den Preisempfehlungen der Glashersteller ist die Dienstleistung des Optikers nicht notwendigerweise enthalten.
c) Der Optiker muß den Hersteller nicht zwingend "im Portfolio" haben; in der Regel reicht es, wenn er ein Telefon bedienen kann, um die Gläser zu bestellen.
Rate dreimal hintereinander richtig, und du wirst den Ruf eines Experten haben. (Laurence Johnston Peter (1919-90), amerik. Managementberater)
Seht euch bitte diese zwei Brillenpässe und das dazu zugrundeliegende Brillenrezept an. Sind die Werte der Bifokalbrille vom Rezept logisch ableitbar oder nicht?
Damals bin ich mit dem damaligen Optiker relativ lange zusammengesessen und er hat mir verschiedene Gläser auf die Nase gesetzt und mich beurteilen lassen, wie ich damit meine Noten lesen kann und wie gut ich auf einem gewissen Abstand sehen kann.
Hat er mich damals noch mal für die Situation ausgemessen oder nur geschaut, wie er meine Werte umsetzt? Also erkennt ihr in den Werten das Rezept wieder?
Es geht darum, ob ich dem neuen Optiker, wenn ich jetzt einen Termin abmache, gleich schon vorab sage, dass das wahrscheinlich kein normal langer Termin wird, sondern ein längerer oder kann er einfach die Logik, die der damalige Optiker für mich gefunden hat, einfach für meine neuen Sehwerten umsetzen.
Also ist nur pure Mathematik nötig oder wieder herumprobieren?
Bei der Bifobrille hat man die Ferne um eine halbe Dioptrie in Richtung "Nähe" verschoben, d.h. im oberen Bereich siehst Du bis maximal 2 m maximal scharf.
Im Nahbereich hat man den Wert um ebenfalls eine halbe Dioptrie in Richtung "Ferne" verschoben, d.h. die kürzeste Entfernung, in der Du in der Nähe noch scharf siehst, wird etwas größer (von ca. 40 bis 50cm auf ca. 50 bis 65 cm). Das wurde wahrscheinlich mit dem Aufsetzen der verschiedenen Gläser ausprobiert/festgelegt.
Pure Mathematik ist schon mal ein guter Ansatz; ich würde aber - wie der Kollege auch - immer die Werte nochmal in eine Probierbrille setzen und den Betroffenen selber (be)urteilen lassen.
Rate dreimal hintereinander richtig, und du wirst den Ruf eines Experten haben. (Laurence Johnston Peter (1919-90), amerik. Managementberater)
Falls du zu uns kommen würdest, wäre es mir wichtig, dass du die Distanzen, die dir wichtig sind, vorher möglichst genau ausmisst. Der Rest ist dann Mathematik und nochmal kurzes ausprobieren.