Probleme mit Gleitsichtbrille

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graz_1
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Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon graz_1 » Mittwoch 27. April 2011, 19:24

Hallo @all,
ich habe vor 10 Tagen meine erste Gleitsichtbrille vom Fachoptiker (keine Kette) bekommen, nachdem ich jahrelang eine reine Lesebrille hatte. Grundsätzlich: Ich bin Lehrerin, 51 J. alt, ich wechsle ständig in der Klasse die Seh-Entfernung: Ich schau ins Buch vor mir auf dem Schreibtisch, ich schau auf den Notebookbildschirm vor mir, ich schau in die Klasse, ich stehe hinter Schülern und sollte sehen, was sie im Heft schreiben...

Die Werte aus dem Brillenpass abgeschrieben.( Mein Optiker mach trotz Rezept vom Augenarzt immer noch einen Sehtest, der wurde sogar zweimal an unterschiedlichen Tagen gemacht, weil eine neue Lesebrille meines Erachtens nicht ganz "gestimmt" hat. Die neuerliche Messung hat aber die exakt gleichen Werte wie die 1. Messung beim Optiker ergeben. Meine Optikerin hat mir allerdings für reine Lesetätigkeit zur "normalen" Lesebrille geraten.)

rechts +0,50 Add +2,00
links +1,00 Add +2,00

Augenärztliche Verordnung wäre gewesen:
Ferne: R sph.+0,75 / L sph. +1,25
Nähe: R sph. +2,25 / L sph. + 2,75

Glashersteller: Essilor, VK Comfor New Ed. Ormix 65/70 CEA (Preis pro Glas 360,--)
Meine Brillenfassung hat eine Höhe von 30 mm.

Jetzt meine Probleme:
Buch am Schreibtisch - beim Lesen habe ich das Gefühl, nur einen sehr!! schmalen Bereich des Buches erfassen zu können (etwa 7 cm) beim dadurch erforderlichen recht starken Bewegen des Kopfes schwankt die Tischplatte in der Waagrechten. Das Zeitunglesen beim Frühstück (Zeitung schräg aufgestellt hinter der Kaffeetasse gehalten,) ist unmöglich, da völlig unscharf.

Lesen am Notebook (16 Zoll), das am Schreibtisch steht, ist unmöglich. Ich finde selbst mit unterschiedlichsten Kopfbewegungen, -haltungen keinen Bereich in den Gläsern, durch den ich scharf sehe.
In der Ferne sehe ich recht gut. Mir selbst war aber vor dem Augenarztbesuch auch nicht aufgefallen, dass eine Fehlsichtigkeit in der Ferne besteht. Wahrscheinlich hatte ich mich daran gewöhnt... Mit der Gleitsichtbrille erscheint mir z. B. das TV-Bild durch die Brille ungewöhnlich scharf.

Küchenarbeit: Schneiden am Schneidbrett (größere Distanz von Auge zu Arbeitsplatte als am Schreibtisch) ist "unscharf". Diverse Schnitte an meinen Fingern zeugen davon *g*).

Einkaufen: Ferne ok. Nahbereich, wenn ich etwas in der Hand halte und ein Etikett lese: ok. Mittelbereich: da finde ich abolut keinen, in dem ich scharf sehe. Also etwa 1 m Distanz ist absolut unscharf und "wankt".
Beim Autofahren habe ich das Gefühl, dass bei Seitwärtsdrehung des Kopfes die Umgebung wankt.
Wenn ich gehe, sehe ich den Boden vor mir unscharf.

Vermessen wurde die ganze Sache nicht mit irgendwelchen Geräten. Die Optikerin hat sich allerdings meiner Ansicht nach recht viel Zeit genommen. Ich stand im Geschäft, Blick in die Ferne, sie kam von der Seite auf mich zu, zeichnete auf die Brillengläser usw. Ist das eine Sache der Gewöhnung, bis das Auge irgendwann kapiert, wie ich den Kopf halten und durch welchen Brillenbereich ich durchschauen muss oder ist da was Grundlegendes falsch an der Brille?

Danke für eure Meinung/Tipps und
Grüße aus Österreich
erkg1959

Glaszauber
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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon Glaszauber » Mittwoch 27. April 2011, 20:01

Da es sich um die erste Gleitscihtbrille handelt und diese erst 10 Tage alt ist, würde ich einfach mal die nächsten Wochen abwarten. Vieles erledigt sich von alleine.
Ferne = klare Sicht, Lesen = klare Sicht.... Dann kann schon mal nicht viel falsch sein! Einfach tapfer tragen....

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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon optidi » Mittwoch 27. April 2011, 20:06

Hallo,

meine Antwort ist kurz und knapp. Ja, es liegt mit großer Wahrscheinlichkeit an der Gewöhnung.

Sicher kann man die Zentrierung und Stärke nochmal prüfen lassen. Anhand deiner Beschreibung scheint es überwiegend die Gewöhnung zu sein.

Gruß Optidi

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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon graz_1 » Mittwoch 27. April 2011, 20:12

Naja, eine Woche sollte ich noch Zeit haben, denn innerhalb von vier Wochen würde wohl Essilor die Gläser umtauschen, wenn ich mich so garnicht gewöhne. (Brillenpass ausgestellt am 7.! 4. = Bestelldatum, Rechnungsdatum = Lieferdatum .. KEIN Datum aufgedruckt, geholt wurde die Brille am 19. 4.... wie weit dann NACH Ablauf von vier Wochen nach dem 7. 4. noch was umzutauschen ist, ist fraglich. (Umtausch evtl. auf reine Lesebrille)

Der sehr schmale Lesebereich von ca 7 cm - Hängt der am "Modell" des Brillenglases oder IST das bei Gleitsichtbrillen einfach so? Oder gibt es Gläser, die ein größeres Lesefeld haben?

Grüße aus Graz
erkg

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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon Glaszauber » Mittwoch 27. April 2011, 20:17

graz_1 hat geschrieben:Naja, eine Woche sollte ich noch Zeit haben, denn innerhalb von vier Wochen würde wohl Essilor die Gläser umtauschen, wenn ich mich so garnicht gewöhne.

Bei diesem Hersteller hast du 6 Monate Zeit, um dich an das Sehen zu gewöhnen. Die Verträglichkeitsgarantie bei Esslior beträgt nämlich 6 Monate.

P.S. Der Seheindruck beim Lesen wird immer größer von Woche zu Woche. Du wirst schon sehen. Alles eine Frage der Gewöhnung.

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Zuletzt geändert von Glaszauber am Mittwoch 27. April 2011, 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon graz_1 » Mittwoch 27. April 2011, 20:18

Danke. Ihr macht mir Mut.... :-).

Grüße aus Graz
erkg1959

Nachtrag:
Bei diesem Hersteller hast du 6 Monate Zeit, um dich an das Sehen zu gewöhnen
Ich habe eine Karte mit der Brille mitbekommen, auf der aber explizit die vier Wochen erwähnt sind.

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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon Glaszauber » Mittwoch 27. April 2011, 20:19

Kann ich dir auch machen...

Denn das Brillenglas was du trägst, ist eines der Besten am Markt und eines der meistgekauften...
Das wird schon.

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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon Glaszauber » Mittwoch 27. April 2011, 20:23

graz_1 hat geschrieben:Nachtrag:
Bei diesem Hersteller hast du 6 Monate Zeit, um dich an das Sehen zu gewöhnen
Ich habe eine Karte mit der Brille mitbekommen, auf der aber explizit die vier Wochen erwähnt sind.

Hm....
Also in Deutschland sind es 6 Monate. Das gebe ich meinen Kunden auch als Varilux-Zertifikat mit....
Das ist ja merkwürdig.

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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon Brillosaurus » Donnerstag 28. April 2011, 13:38

Ich wollte mir demnächst auch eine Gleitsichtbrille zulegen. Was ist als Eingewöhnungszeit normal? Die hier 10 erwähnten Tagen sind wohl zu kurz. Aber 2 Wochen müssten doch reichen,oder?

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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon Popphase » Donnerstag 28. April 2011, 13:44

Das ist unterschiedlich, manche Menschen setzen die Brille auf und sind begeistert, bei anderen kann es schonmal 1 Tag - 3 Monate dauern, andere wiederum kommen mit Gleitsicht überhaupt nicht zurecht (eher selten aber kommt vor)
aber lass Dich dadurch nicht abschrecken, wenn Du genau weißt was Du mit deiner neuen Brille machen willst (Autofahren, PC, Lesen) wird dein Optiker dir schon geeignetes vorschlagen.
Entscheidung bleibt letztendlich immer bei Dir!!

gruß
das Popphäschen

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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon graz_1 » Donnerstag 28. April 2011, 17:57

Was mich mittlerweile (da nach den Ferien ja wieder der Unterricht begonnen hat) total verzagt macht, ist die Tatsache, dass ich auf jeden Fall meine Lesebrille im Unterricht brauche, um eben im Buch UND auf dem vor mir stehenden Notebook lesen zu können. Mit Gleitsicht ginge das Lesen im Buch. Aber auf dem Bildschirm ist es einfach unmöglich, egal wie ich das Notebook verschiebe. Jetzt frage ich mich halt, wie ich mich an die Gleitsichtbrille gewöhnen soll, wenn ich fünf, sechs Stunden am Tag die reine Lesebrille benütze. Und ich kann eben im Unterricht auf das Notebook vor mir nicht verzichten. :cry:
Muntert ihr mich ein wenig auf und gebt ihr mir vllt. noch praktische Tipps?

Grüße aus Graz
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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon benkhoff » Donnerstag 28. April 2011, 18:20

mit der Gleitsichtbrille können Sie im Notebook nichts (??)/nur unscharf sehen??? Da stimmt aber irgendwas nicht. Entweder passt die Justierung der Brille insgesamt nicht (sitzt zu tief), oder der Mitteldistanzbereich ist bei den gewählten Gläsern einfach zu mickrig. Moderne Gleitsichtgläser haben einen weiten Mittel- und einen großen Nahdistanzbereich.
Lassen Sie das bitte nochmals von Ihrem Optiker einstellen, am besten direkt mit einem Notebook. Dann wird es funktionieren! Denn im Grunde sind Gleitsichtgläser für Ihre Zwecke IDEAL...
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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon graz_1 » Donnerstag 28. April 2011, 19:13

Ich habe jetzt nachgemessen: Monitor - Gesicht: 60 cm. Die Oberkante des 16" Monitors ist etwa in Augenhöhe. Ich muss, um scharf zu sehen, das Kinn/den unnatürlich hoch anheben, um durch den Nahbereich der Brille auf den Bildschirm zu schauen. Sonst kann ich absolut nichts lesen, weil das Bild total unscharf ist. Mein üblicher Leseabstand zu einem Buch ist etwa 45 cm. Da schau ich ohnehin durch den unteren Bereich mit gesenktem Kopf. Kein Problem.
Von einem weiten Mittelbereich und einem großen Nahdistanzbereich merke ich halt überhaupt nix, wobei ich jetzt auch frage, ob evtl. die Glashöhe mit 30 mm für meine "Wünsche" zu gering ist?
Ich werd wohl doch rasch zum Optiker müssen, denn bei uns in Ö haben wir ja nicht die 6-monatige Gewöhnungsphase von Essilor, sondern eben nur die vier Wochen.

erkg

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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon Glaszauber » Donnerstag 28. April 2011, 20:31

Hallo nochmal.
graz_1 hat geschrieben:Monitor - Gesicht: 60 cm. Die Oberkante des 16" Monitors ist etwa in Augenhöhe. Ich muss, um scharf zu sehen, das Kinn/den unnatürlich hoch anheben, um durch den Nahbereich der Brille auf den Bildschirm zu schauen.

Ideal wäre es, den Monitor tiefer zu bekommen, oder die Sitzposition zu erhöhen. Wenn dein Blick geradeaus gerichtet ist, schaust du entsprechend durch den Fernbereich des Glases. Und dieser ist nunmal in 60cm nicht zu gebrauchen.
graz_1 hat geschrieben:...ob evtl. die Glashöhe mit 30 mm für meine "Wünsche" zu gering ist?

Das würde ich ausschließen. 30mm ist ideal für ein Gleitsichtglas. Das Varilux Comfort kommt sogar mit noch weniger aus (ca. 26mm).
graz_1 hat geschrieben:Von einem weiten Mittelbereich und einem großen Nahdistanzbereich merke ich halt überhaupt nix

Fassen wir kurz zusammen:
Ferne: klappt gut
Nähe: klappt gut
Mittelbereich: nicht so
Aufgrund dieser Aussagen kann man davon ausgehen, dass eigentlich vieles richtig gelaufen ist. Dass der Mittelbereich (und ggf. Nahbereich) relativ klein und eng erscheinen liegt daran, dass die dafür notwendigen Blick/Kopfbewegungen noch nicht automatisch funktionieren, sondern noch selbst gesteuert werden müssen. Das würde sich nach einiger Zeit von alleine geben. Bei dem einen sind es ein paar Tage - bei anderen 2-3 Monate...

P.S. Den Mittelbereich sollte man bei Gleitsichtgläsern nicht zu hoch loben. Tatsache ist, dass dieser mit Abstand der kleinste "scharfe" Bereich eines Gleitsichtglases ist. Sowohl der Fernbereich als auch der Nahbereich sind deutlich breiter!

Noch eins: Du wärst der richtigie Kandidat für ein spezielles Arbaitsplatzglas ---> Varilux Computer A (aktiv).
Mit diesem Glas hättest du einen deutlich breiteren Nahbereich und nutzbareren Zwischenbereich. Je nach Sehstärke ermöglicht so ein Glas ein klares Sehen bis zu 3 Metern (Bedeutet: Du hättest die Schüler der letzten Bank auch noch im Blick :wink: )
Für den normalen Alltag jedoch, würde ich dir immer wieder eine Gleitsichtbrille empfehlen.

Aufmunternde Grüße :wink:
Glaszauber
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Re: Probleme mit Gleitsichtbrille

Beitragvon Vielleser » Freitag 29. April 2011, 09:08

Glaszauber hat geschrieben:P.S. Den Mittelbereich sollte man bei Gleitsichtgläsern nicht zu hoch loben. Tatsache ist, dass dieser mit Abstand der kleinste "scharfe" Bereich eines Gleitsichtglases ist. Sowohl der Fernbereich als auch der Nahbereich sind deutlich breiter!

Noch eins: Du wärst der richtigie Kandidat für ein spezielles Arbaitsplatzglas ---> Varilux Computer A (aktiv).
Mit diesem Glas hättest du einen deutlich breiteren Nahbereich und nutzbareren Zwischenbereich. Je nach Sehstärke ermöglicht so ein Glas ein klares Sehen bis zu 3 Metern (Bedeutet: Du hättest die Schüler der letzten Bank auch noch im Blick :wink: )
Für den normalen Alltag jedoch, würde ich dir immer wieder eine Gleitsichtbrille empfehlen.


Mal eine Frage von der "Kundenseite":
Kann es sein, dass hier das Prozedere falschherum angegangen worden ist, wenn man zunächst vor allem den Lese- und den Bildschirmabstand "scharf" bekommen will?
Das war meine Ausgangsfragestellung, als ich mir eine Arbeitsplatzbrille habe machen lassen. Bei - wie ich meine - grob vergleichbaren Werten wie bei der Fragestellerin:
Ferne: R +0,25, L + 1,25, Add. +1,75 (die +0,25 Addition weniger könne die Sache ja im Nah- und Mittelbereich hoffentlich nicht so radikal verändern). Die Degression ist so, dass die Werte im oberen Bereich (für die größten "machbaren" Sehentfernungen) um +0,5 höher sind als bei der reinen Fernbrille (die ich zum Autofahren verwende). Damit komme ich bestens klar; Lesen ist tadellos (nur bei sehr kleiner Schrift ein kleines Bisschen knapp) - und ich muss beruflich SEHR viel lesen und brauche da einen breiten Sehbereich. Bildschirmentfernung und die gesamten Mitteldistanzen ebenfalls tadellos, fast keine seitlichen Einschränkungen wahrnehmbar (das gewisse Mitdrehen des Kopfes z.B. beim Lesen lernt man schnell), und auch bis auf 4-5 Meter Entfernung ist das Sehen noch besser/schärfer als ohne (bei Kunstlicht/Dämmerung/Schummerlicht etc. sogar noch in deutlich größeren Entfernungen), wenn auch mit deutlicher wahrnehmbaren seitlichen Unschärfen, aber daran gewöhnt man sich. Ich benutze die Brille also auch bei anderen Gelegenheiten (Einkaufen, Restaurant etc.).
Davon, dass bei "normalen" Gleitsichtbrillen gerade die Mitteldistanz jenseits der Lesesentfernung sehr schmal ist, hatte ich überall gehört, weshalb das für mich für die tägliche Büroarbeit von vornherein ausschied. (Stehe jetzt aber wieder vor dem Problem, da eine Sonnenbrille, mit der man sowohl autofahren als auch lesen können will, ansteht.)

Alles in allem kommt es mir so vor, als hätte man bei der Fragestellerin das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt und als wäre eine Arbeitsplatzbrille/Raumbrille für diese Unterichtssituation besser gewesen. Oder habe ich was übersehen?

Gruß
Der Vielleser


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