Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

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Oppicker
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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon Oppicker » Donnerstag 11. Juni 2020, 13:24

Ich kann ja sehr gut verstehen, wenn ihr auf die bekannten Großfilialisten nicht gut zu sprechen seid


Nöö, so ist das nicht gerade. Ich arbeite bei einem..... :roll: :wink:
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Luigi Vercotti
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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon Luigi Vercotti » Freitag 12. Juni 2020, 10:25

Hallo Unto,
berichte uns doch wie zufrieden Du mit Deiner neuen Brille bist, wenn sie fertig ist.
Wie ist der Brillensitz? Wurde sie gewissenhaft angepasst?
Wie ist das Sehen mit den neuen Gläsern? Hält der Optiker was er versprochen hat? Auch in Bezug auf die Dicke der Gläser ist das interessant.

Gruß
Luigi

Unto
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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon Unto » Freitag 12. Juni 2020, 13:24

Hallo Luigi,
klar, sobald ich die Brille habe werde ich berichten. Mal schauen, ob sich der/die Mitarbeiterin beim Optiker Mühe beim anpassen gibt. Allerdings muss ich sagen, dass mir das Skaga Modell bereits bei der Auswahl der Gestelle wie angegossen saß. Aber da war ja auch nur das dünne und leichte Glas der Ausstellungsbrille drin.
Auf das Sehen mit den neuen Gläsern und mit dem erweiterten Sehbereich bin ich auch gespannt und natürlich auch auf die Dicke der Gläser, speziell am Rand. Wenns interessiert kann ich ja mal ein paar Fotos machen und hier einstellen.

Unto
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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon Unto » Freitag 31. Juli 2020, 15:17

Moin!

So, jetzt folgt ein etwas ernüchternder Bericht:
Sechs Wochen nutzte ich jetzt meine neue Arbeitsplatzbrille von F* („Raum-Komfort-Brille“) Glücklich geworden bin ich mit ihr nicht. Warum?
1. Arbeiten am Computer ok. Lesen: grauenhaft! Um kleine Schrift klar lesen zu können musste ich stets nach unten schielen. Da gab es in der Brille einen kleinen „Sehschlitz“, durch den ich die Zeitung lesen konnte. Dieser Lesebereich war also entschieden zu klein.
2. Trotz wiederholter Anpassung des Gestells rutschte mir die Brille immer recht schnell ein Stück an der Nase herunter. Das ständige hochschieben nervte. Zudem bekam ich dunkle Druckstellen an der Nase.
3. Die Brille ist recht schwer. Vielleicht war das auch der Grund des ständigen herunterrutschens. Die Gläser haben einen Brechungsindex von 1,5. Von einem höheren Brechungsgrad riet mir der Verkaufsberater (Augenoptikermeister) ab, weil die Gewichtseinsparung nur marginal wäre und die Brille nur unnötig teurer würde (187 Euro Aufpreis da ein teureres Markenglas). Nebenbei meine Werte:
R. Sphäre +1,00, Cyl -0,25, Achse 150, ADD 2,25, PD 36,5, Höhe 25,5, Visus 0,70
L. Sphäre +1,25, Cyl -0,25, Achse 55, ADD 2,25, PD 36,0, Höhe 26,0, Visus 0,80
4. Seit einer Woche fällt jeden Tag mindestens einmal am Tag das rechte Glas aus dem Gestell. Vorher merkte ich beim reinigen der Gläser bereits, das dieses Glas Spiel hatte.
Ein Anziehen der Schraube am Brillenrahmen brachte nichts. Der Rahmen war bereits am „Anschlag“.

Also wieder hin zu F*. Diesmal geriet ich an eine Optikerin. Ihr Kommentar zu dem Problem: Ich hätte besser mehr Geld für Gläser mit einem höheren Brechungsgrad ausgeben sollen, wegen des geringeren Gewichts. Wie bitte? Der Kollege riet mir doch ab. Das verstand die Optikerin nun gar nicht.
Zum lockeren Glas meinte sie zunächst, dass man da mal schauen müsse. Was immer das auch heißt.
Ich spürte, dass die Optikerin nicht so recht glücklich in ihrer Haut war. Deshalb erlöste ich sie und sagte, dass ich, bevor jetzt ewig an der Brille herumgefrickelt wird von der Zufriedenheitsgarantie Gebrauch machen möchte und die Brille zurückgeben möchte.
Die Optikerin schien geradezu erleichtert. „Kein Problem“ meinte sie. Ruck zuck und ich hatte das Geld wieder aufs Konto gutgeschrieben, immerhin 321 Euro.
Interessant: Die Kasse wurde von einer jungen Mitarbeiterin bedient, die wohl noch angelernt wurde. Die fragte die Optikerin, was sie als Rückgabegrund eingeben solle. Die Antwort: „Fehlberatung“.

Und was mache ich jetzt? Da ich parallel zu der retournierten Brille eine reine Lesebrille als Zweitbrille bei einem Online-Optiker erwarb mit der ich bis auf das Gewicht zufrieden bin (Brechungsindex 1,5, rutscht trotzdem nicht) bestellte ich dort jetzt noch eine Arbeitsplatzbrille mit „Raumkomfortgläsern“, diesmal mit einem Brechungsindex von 1,67. Meine bekannten Brillenwerte lies ich noch einmal von einem „Partneroptiker“ des Onliners vor Ort überprüfen. Da bin ich jetzt echt gespannt, was ich da bei einem Preis von 179 Euro bekomme. Ich muss fairerweise dazu sagen, dass dieser Preis mit einem 20 Prozent Gutschein zustande gekommen ist, mit dem der Online-Optiker aber immer wirbt. Den „echten“ Preis zahlt da wohl kaum einer.

Ich denke, dass ich in ca. zwei Wochen neues berichten kann. Wenn die Brille dann auch wieder in die Hose geht werde ich es noch mal bei einem „richtigen“ Optiker versuchen. Wie gesagt, Brillenbreite 150mm. Mein Problem, siehe Eingangspost.

AndreasG
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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon AndreasG » Freitag 31. Juli 2020, 17:03

Moin "Unto".
Mach´s wie ich Seinerzeit und suche Dir einen Optiker Welcher am besten noch ordentliche Mund - zu - Mund - Propanda" resptv. eine guten Leumund hat =
Nach bei mir je zwei Versuchen mit "F...." und "M ... & St..." bin ich dann doch mal zu einem "ordentlichen" Optiker gegangen und habe Es bis Heute nicht bereut; habe Vorgestern meine neue Brille (mit allgemein höheren Werten sowie zus. ebenfalls erhöhter Prismengabe) abgeholt und "Es sitzt" :D .

Davon Ab habe ich im Grunde für ordentliches "Glas" etc. nicht wirklich Mehr bezahlt als in einer Optiker .- Kette, aber doch mit für mich Persönlich erheblich besseren Beratung & Service.

MfG

Andreas

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Karoshi
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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon Karoshi » Freitag 31. Juli 2020, 17:52

Hey, eventuell findest du ja einen "Shop" der noch billiger ist und der nochmehr rät wenn es mit der Onlinebrille wieder nicht klappt.
Der Partneroptiker gibt sich bestimmt richtig viel Mühe für den 10er den er dafür bekommt.
Naivität kennt keine Grenzen...
Nächstesmal gleich nach Tailand. Die Anfahrt ist zwar teuer, aber die Brillen super billig! :roll:

(Ich wollte mich jetzt einfach nicht beherrschen)
Des Menschen Leben gleicht der Brille. Man macht viel durch. -- Heinz Erhardt
staatl. gepr. Augenoptiker und Augenoptikermeister FFA München 2011

Unto
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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon Unto » Freitag 31. Juli 2020, 18:37

Ach, hätte ich bloß den Preis nicht genannt. Der war bei mir im Grunde zweitrangig. Im Eingangsbeitrag habe ich ja ausgiebig begründet, wie es kam, dass ich bei F....... landete. Ich benötige eine Brillenbreite von 150mm und eine Bügellänge von 145 besser 150mm. Und da sieht es nun einmal ganz mau aus. Nicht einer der alteingesessenen Optiker in meiner Heimatstadt konnte mir da etwas bieten. Und extra bestellen wollte auch keiner. Gründe die immer wieder genannt wurden: Die Brillenmode wechselt schnell und regelmäßig. Das Risiko, dass Brillengestelle in meiner Größe leicht zu Ladenhütern werden sei groß. Und speziell Freigeist (Eschenbach) sei geradezu unverschämt geworden und versuche seine Kunden bei Auswahlsendungen zu knebeln. Skaga hat große Modelle, nur führt die außer F. niemand. Rayban hat da auch noch was. Nur hatte die auch keiner am Lager, zumindest die ganz breiten nicht. Und ich merkte überall, dass sich keiner darum reißen wollte, mir etwas zu bestellen. Es ist ja auch ärgerlich für den Optiker, wenn der sich ein Bein für den Kunden ausreißt und der dann letztlich doch nein sagt.

Dass ich letztlich bei F und einem Onliner gelandet bin lag schlicht und einfach daran, dass ich da etwas fand, was größentechnisch passte, wenngleich die Brille von F ein glatter Reinfall war. Beim Onliner war zumindest die Lesebrille ok. Und nur deshalb bestellte ich da jetzt noch eine Arbeitsplatzbrille mit dem gleichen Gestell was ich schon habe, nur in einer anderen Farbe. Da kann zumindest tragetechnisch nichts mehr schiefgehen.

Liebe Optikerzunft, Ich wäre gerne euer Kunde geworden, aber es muss eben auch passen und gefallen. Es ist da wie mit meinen Schuhen. Ich trage Größe 48 1/2. Da ist das Angebot in meiner Heimatstadt (Großstadt) äußerst mau. und wenn ich dann tatsächlich mal ein Paar finde passen sie nicht oder sehen aus wie Bauer Piepenbrinks Arbeitsschuhe. Also auch da Internet.

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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon nixblicker » Samstag 1. August 2020, 07:36

Verständlich... was wäre, wenn du einen ortsansässigen Fachmann fragst, was wäre,.wenn du dir die fassung online besorgst, aber die gläaer vom Fachmann machen lässt... so hat der Kollege kein bestellrisiko, und du die größere Chance auf eine vernünftige Lösung.
Schau doch mal rein: www.glashaus-bremerhaven.de

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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon Unto » Samstag 1. August 2020, 18:03

Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Ja, es ist ja praktisch jedes Brillengestell im Internet zu bekommen außer vielleicht einigen Exclusivmodellen für bestimmte Kunden. Aber wie sehen das die Optiker hier? Ein Optiker verdient ja an den Gläsern und dem Gestell. Andererseits hat er nicht den Zeitaufwand bei der Brillenauswahl. Hmmm...
Aber vielleicht ist ja ein "halber" Kunde besser als keiner?

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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon nixblicker » Sonntag 2. August 2020, 20:37

Möglicherweise wird ein optiker eine Gebühr fürs einarbeiten verlangen... so mache ich das jedenfalls
Schau doch mal rein: www.glashaus-bremerhaven.de

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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon Kurt Sichtig » Montag 3. August 2020, 13:32

Ich finde das immer in Ordnung,
man kann nicht immer alles da haben, vor allem wenn der Kunden etwas besonderes sucht oder benötigt.

Wir geben diesen Kunden immer den Rat mit auf den Weg wenn sie irgendwo sind und genau die Fassung sehen die sie wollen, direkt zuschlagen und mitbringen, wir arbeiten dann die Gläser ein.

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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon Roland A. Frank » Montag 3. August 2020, 13:45

Kurt Sichtig hat geschrieben:Ich finde das immer in Ordnung,
man kann nicht immer alles da haben, vor allem wenn der Kunden etwas besonderes sucht oder benötigt.

Wir geben diesen Kunden immer den Rat mit auf den Weg wenn sie irgendwo sind und genau die Fassung sehen die sie wollen, direkt zuschlagen und mitbringen, wir arbeiten dann die Gläser ein.


machen wir genauso -
bei der Vielzahl von Marken / Linien / Distributeuren...
Auf dem deutschen Markt tummeln sich ca. 2000 Fassungslieferanten....
Augenoptikermeister - Heilpraktiker - ö.b.u.v. Sachverständiger - miosan-Trainer

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Re: Zweiter Brillenkauf bei F* - Erfahrungsbericht

Beitragvon GodEmperor » Montag 3. August 2020, 16:23

Wenn wir nicht an so ne Fassung rankommen, dann ist uns das so auch recht. Nur die Handwerksleistung muss der Kunde dann bezahlen. Wird meist nach Aufwändigkeit der Verglasung berechnet.
Rechtschreibung und Zeichensetzung sind frei erfunden, Ähnlichkeiten mit der Realität sind purer Zufall.
Nur ein einziger Parameter ist nötig, um Gottkomplexe, mangelnde Selbstreflektion und Allmachtsfantasien zu erkennen.


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