Gleitsichtbrille: Unschärfe im Fernbereich knapp jenseits der Mitte normal?
Verfasst: Donnerstag 14. Mai 2026, 07:19
Hallo zusammen!
Ich bin seit 35 Jahren Brillenträger, Kurzsichtigkeit plus Hornhautverkrümmung. Seit ein paar Jahren kommt jetzt auch Altersweitsichtigkeit dazu, aber noch nicht so stark. Noch kann ich mit der Fernbrille einigermaßen lesen. Meine erste Brille war bei -0,5 dpt, die letzte Einstärkenbrille vor 6 Jahren bei um die -1,5/-2,5 dpt.
Mit dieser Brille kann ich (ab 50 cm) fast im ganzen Blickfeld perfekt scharf sehen. Ganz am Rand sind leichte Unschärfen, Verzerrungen und rote/blaue Ränder. Langsam wird die Brille aber zu schwach, d.h. in der Ferne ist es dann nicht mehr so toll. Basierend auf meiner Erfahrung sind die Augen aber maximal -0,5 dpt schlechter geworden. Jedenfalls musste eine neue Brille her - Gleitsicht!
Vor ein paar Tagen habe ich diese nun bekommen. Sph -1.50/-2,75, Cyl -1.00/-0.50, Ach 97/62, Add 1,75. Die Gläser sind von Rodenstock, und zwar Multigressiv B.I.G. Exact Sensitive (die mittlere von drei Qualitätsstufen).
An sich funktioniert diese auch ganz gut und ich habe keine größeren Schwierigkeiten mit Gleitsicht an sich. Ich muss mich halt nur noch ein bisschen dran gewöhnen, was meine Kopfbewegungen und so angeht. Dass der Nahbereich und der Mittelbereich jenseits der Mitte schnell unscharf werden, ist ja ein konstruktionsbedingter Nachteil von Gleitsichtgläsern. Soweit verstanden.
Allerdings ist es bei der Brille jetzt auch im Fernbereich so, dass es jenseits der Mitte schnell unscharf wird, sowohl mit jedem Auge einzeln, als auch mit beiden zusammen. Die Unschärfe ist nicht so stark wie beim Nahbereich, aber trotzdem Lichtjahre schlechter als bei der Einstärkenbrille. Wenn ich quer über die Straße ein Straßenschild lesen will dann klappt das nur, wenn ich genau drauf schaue. 20 Grad links oder rechts wird es schon schwierig zu lesen. Ich schaue definitiv mit dem Fernsichtbereich. Die Unschärfe steigt stetig an, je schräger ich auf das Schild gucke.
Jetzt frage ich mich: Ist das zu erwarten? Ist der Fernbereich bei Gleitsichtbrillen konstruktionsbedingt ebenfalls unscharf jenseits der Mitte? Oder stimmt einfach etwas mit der Brille nicht? Oder sind meine Werte so besonders?
Der Optiker meint, ich solle mich erstmal dran gewöhnen, und dann sehen wir weiter. An Gewöhnung kann es bei reiner Schärfe aber ja eigentlich nicht liegen, oder?
Vielen Dank für's Lesen und für Eure Antworten!!
Ich bin seit 35 Jahren Brillenträger, Kurzsichtigkeit plus Hornhautverkrümmung. Seit ein paar Jahren kommt jetzt auch Altersweitsichtigkeit dazu, aber noch nicht so stark. Noch kann ich mit der Fernbrille einigermaßen lesen. Meine erste Brille war bei -0,5 dpt, die letzte Einstärkenbrille vor 6 Jahren bei um die -1,5/-2,5 dpt.
Mit dieser Brille kann ich (ab 50 cm) fast im ganzen Blickfeld perfekt scharf sehen. Ganz am Rand sind leichte Unschärfen, Verzerrungen und rote/blaue Ränder. Langsam wird die Brille aber zu schwach, d.h. in der Ferne ist es dann nicht mehr so toll. Basierend auf meiner Erfahrung sind die Augen aber maximal -0,5 dpt schlechter geworden. Jedenfalls musste eine neue Brille her - Gleitsicht!
Vor ein paar Tagen habe ich diese nun bekommen. Sph -1.50/-2,75, Cyl -1.00/-0.50, Ach 97/62, Add 1,75. Die Gläser sind von Rodenstock, und zwar Multigressiv B.I.G. Exact Sensitive (die mittlere von drei Qualitätsstufen).
An sich funktioniert diese auch ganz gut und ich habe keine größeren Schwierigkeiten mit Gleitsicht an sich. Ich muss mich halt nur noch ein bisschen dran gewöhnen, was meine Kopfbewegungen und so angeht. Dass der Nahbereich und der Mittelbereich jenseits der Mitte schnell unscharf werden, ist ja ein konstruktionsbedingter Nachteil von Gleitsichtgläsern. Soweit verstanden.
Allerdings ist es bei der Brille jetzt auch im Fernbereich so, dass es jenseits der Mitte schnell unscharf wird, sowohl mit jedem Auge einzeln, als auch mit beiden zusammen. Die Unschärfe ist nicht so stark wie beim Nahbereich, aber trotzdem Lichtjahre schlechter als bei der Einstärkenbrille. Wenn ich quer über die Straße ein Straßenschild lesen will dann klappt das nur, wenn ich genau drauf schaue. 20 Grad links oder rechts wird es schon schwierig zu lesen. Ich schaue definitiv mit dem Fernsichtbereich. Die Unschärfe steigt stetig an, je schräger ich auf das Schild gucke.
Jetzt frage ich mich: Ist das zu erwarten? Ist der Fernbereich bei Gleitsichtbrillen konstruktionsbedingt ebenfalls unscharf jenseits der Mitte? Oder stimmt einfach etwas mit der Brille nicht? Oder sind meine Werte so besonders?
Der Optiker meint, ich solle mich erstmal dran gewöhnen, und dann sehen wir weiter. An Gewöhnung kann es bei reiner Schärfe aber ja eigentlich nicht liegen, oder?
Vielen Dank für's Lesen und für Eure Antworten!!