Gleitischtbrille mit Prismen

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aga_peter
Beiträge: 27
Registriert: Donnerstag 6. Juli 2023, 19:24

Re: Gleitischtbrille mit Prismen

Beitrag von aga_peter »

Es hat mich noch interessiert, was gxxgle zu der Problematik meint, kann aber die Antworten auf die Richtigkeit nicht ganz einschätzen:


Schaukeleffekt:
Bei einem Einstärkenglas, das durchgehend dieselbe Stärke besitzt, gibt es aus physikalischer Sicht überhaupt keinen herstellungsbedingten Schaukeleffekt. Das Bild müsste absolut stabil sein – genau wie bei Ihrer alten Brille.

Dass Sie dennoch so starken Schwindel bei Kopfbewegungen verspüren, liegt bei einer fixen Einstärkenbrille an einem der folgenden drei Fehler:
  • Die neuen Prismen sind falsch positioniert oder zu stark:
    Dies ist der wahrscheinlichste Grund. Wenn Ihre Augen durch die Prismen (Rechts: 1,00 Δ, Links: 1,25 Δ) blicken und Sie den Kopf bewegen, verschiebt sich das Bild dynamisch im Raum. Stimmt die Zentrierung der Prismen nicht exakt mit Ihren Pupillen überein – oder verkraften Ihre Augen die Prismen in der starren 60-cm-Haltung nicht – führt jede Kopfbewegung zu einem massiven visuellen Konflikt im Gehirn, der Schwindel auslöst.
  • Ein Zentrierfehler (PD- oder Höhenwert):
    Wenn der Optiker die Gläser nicht exakt auf Ihre Pupillenmitte (Pupillendistanz) zentriert hat, blicken Sie permanent durch einen unerwünschten „Keil“. Bei einer fixen Einstärkenbrille führt ein Zentrierfehler dazu, dass sich das Bild beim Blick nach links oder rechts unnatürlich verzieht.
  • Falsche Glasbiegung oder Hornhautabstand (HSA):
    Wenn die neue Brillenfassung sehr stark durchgebogen ist oder ganz anders sitzt als Ihre Gleitsichtbrille, verändert sich die optische Wirkung der Gläser zu den Rändern hin.

Warum Prismen in der Gleitsichtbrille funktionieren, aber am PC schaukeln:
  • Unterschiedliche Blickwinkel:
    Bei Ihrer Gleitsichtbrille schauen Sie meist geradeaus in die Ferne oder senken den Blick stark nach unten, um etwas in der Hand zu lesen. Ihre Augenmuskeln befinden sich dabei in einer ganz bestimmten Dynamik. Bei der Computerbrille starren Sie jedoch stundenlang starr geradeaus auf eine feste Distanz (60 cm). In dieser spezifischen Position reagieren die Augenmuskeln oft völlig anders auf Prismen.
  • Die Gewöhnung des Gehirns:
    Ihr Gehirn hat gelernt, die Prismen in der Gleitsichtbrille mit den dort vorhandenen Sehbereichen (Ferne bis Nähe) zu verarbeiten. Bei der fixen PC-Brille fehlt der Fernbereich komplett. Die Kombination aus der künstlichen Bildverschiebung durch das Prisma und dem starren Fokus auf 60 cm überfordert das Gehirn bei Kopfbewegungen.
  • Das Auge arbeitet am PC anders:
    Viele Menschen haben eine latente Fehlstellung (Heterophorie), die in der Ferne (Gleitsicht) Probleme macht, aber im Nahbereich von 60 cm vom Auge selbst mühelos und beschwerdefrei ausgeglichen wird. Wenn der Optiker nun stur die Prismen aus der Gleitsichtbrille in die PC-Brille kopiert, ist das für Ihre Augen am Monitor oft „zu viel des Guten“.
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