Hallo zusammen,
ich wende mich an die Fachleute hier im Forum mit einer Frage zu einer Direktverglasung bei einer evil eye Sportbrille.
Mir ist nun schon zum wiederholten Male ein Glas im ganz normalen Alltagsgebrauch gebrochen – ohne Sturz, Schlag oder erkennbare äußere Krafteinwirkung.
Mich würde fachlich interessieren:
1. Deutet so ein wiederholtes Schadensbild eher auf eine zu hohe Spannung beim Einschleifen/Einsetzen hin?
2. Gibt es bei bestimmten Rahmen- oder Verglasungssystemen bekannte Toleranzprobleme?
Ein Foto der Bruchstelle habe ich angehängt. Vielen Dank für eure fachliche Einschätzung!
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Brille_2026-08-21_marked.jpeg (203.6 KiB) 89 mal betrachtet
Kenn ich so auch nicht.
Da muss massiv Dauerdruck drauf sein.
Fassung massiv zu klein, ein Helm "quetscht" die Fassung zusammen oder dürftig verglast. Material wechseln von Polycarbonat auf Trivex. Dann passiert das nicht mehr, wird aber irgendwie immer seltener angeboten.
Des Menschen Leben gleicht der Brille. Man macht viel durch. -- Heinz Erhardt
staatl. gepr. Augenoptiker und Augenoptikermeister FFA München 2011
Modell: epyx-x ng E035, lt. Herstellerangaben: Rahmen: Material ECO PPX, Gläser: Vision advantage PC lens
„Extrem widerstandsfähige Polycarbonat-Filter mit höchster optischer Güte“.
(Das ist leider nur ein Werbeversprechen)
Einen Helm hatte ich nicht auf, den ganzen Sommer noch nicht (ich weis um das Risiko).
Polycarbonat ist ein Material, welches extrem zäh und bruchfest (bei plötzlicher Krafteinwirkung) ist. Es reagiert auf dauerhafte Krafteinwirkung (Spannung) mit Rissbildung. Darüberhinaus reagiert es empfindlich auf Lösungsmittel/Alkohol.
Besser: Trivex. Mindestens genauso bruchfest, aber ohne die beschriebenen Nachteile von Polycarbonat.
Die "Optische Güte" bezieht sich auf die Abbildungsqualität und nicht auf die Bruch- und/oder Kratzfestigkeit.
Rate dreimal hintereinander richtig, und du wirst den Ruf eines Experten haben. (Laurence Johnston Peter (1919-90), amerik. Managementberater)