Haben Sie eine Frage an den Augenoptiker zu Ihrer Kontaktlinse. Stellen Sie hier Ihre Frage. (Hinweis: Wir haben hier keine Redaktion. Die Beantwortung Ihrer Fragen werden von Augenoptikern auf freiwilliger Basis durchgeführt. Es besteht kein Anspruch auf eine Beantwortung)
Seit langer Zeit nehme ich die Peroxidlösung von Sensitiv. Früher einmal eyecare und auch Aosept, aber diese hatte der Optiker irgandwann nicht mehr im Sortiment.
Mein Problem mit Sensitiv: Der Katalysator im Behälter macht früh schlapp, es brennt im Auge, und ich fülle morgens nach dem Aufstehen erstmal Kochsalzlösung in den Behälter. Einzeln gibt es diese Behäter wohl nicht, und im 2er-Pack mit 2x360ml ist nur 1 Behälter drin.
Barny hat geschrieben: ↑Freitag 12. Juni 2026, 12:55
Mein Problem mit Sensitiv: Der Katalysator im Behälter macht früh schlapp, es brennt im Auge, und ich fülle morgens nach dem Aufstehen erstmal Kochsalzlösung in den Behälter.
Daß der Katalysator "schlapp" macht, könnte daraufhindeuten, daß er verschmutzt ist. Das könnte man möglicherweise vermeiden, indem man die Linse zuvor manuell reinigt (mit einem Oberflächenreiniger) und dann mit Kochsalzlösung abspült, bevor man sie zum Desinfizieren in den Behälter gibt. Abnutzung entspricht nicht dem Wesen eines Katalysators.
Ansonsten: (Rück-)Umstieg auf ein System, das vorher funktionierte. Oder auf ein System mit Neutralisationstablette (gibt es von allen möglichen Herstellern). Oder auf eines mit einer zweiten Lösung zum Neutralisieren der H2O2-Lösung (gibt es auch mehrere Varianten, sind aber heute eher seltener).
Das Zugeben von Kochsalzlösung verdünnt im übrigen die H2O2-Reste am Morgen nur und neutralisiert sie nicht...
Rate dreimal hintereinander richtig, und du wirst den Ruf eines Experten haben. (Laurence Johnston Peter (1919-90), amerik. Managementberater)
Verschmutzt - eher nicht. Bei Aosept waren die Behälter früher mit weissem bzw. hellbeigefarbenem Deckel. Da gab es über Jahre nie Probleme. Auch bei eyecare nicht.
Aber auch Aosept hat diese Behälter nicht mehr.
Nur mit den "Blaudeckeln" gibt es das Problem.
Der Katalysator ist der graue, platinbeschichtete "Stern" unten im Behälter. Beim Kontakt mit dem Katalysator wird das Wasserstoffperoxid in Wasser und Sauerstoff aufgespalten.
Wenn sich auf dem Katalysator Ablagerungen befinden, verringert sich die Kontaktfläche, so daß in der vorgesehenen Zeit das Peroxid nicht vollständig neutralisiert wird -> die Restlösung "brennt" in den Augen.
Mit dem Deckel hat das nichts zu tun. Der sollte allerdings trotzdem sauber sein, weil er den bei der Neutralisation entstehenden Überdruck ableiten muß, damit einem der Behälter nicht um die Ohren fliegt.
Da ein Katalysator bei einer chemischen Reaktion nicht "verbraucht" wird, kann das "Schlappmachen" kein Abnutzungseffekt sein, sondern muß eine andere Ursache haben.
Oder ist vielleicht die Neutralisationszeit bei diesem System einfach länger als bei den anderen, weil die Konzentration höher, das Volumen größer und/oder der Katalysator kleiner ist? -> Vergleich Handhabungshinweise/Beipackzettel
Rate dreimal hintereinander richtig, und du wirst den Ruf eines Experten haben. (Laurence Johnston Peter (1919-90), amerik. Managementberater)
Ergänzung zu Lutz:
wenn man den Katalysator z.B. mit den Fingern berührt ist er schon verunreinigt, da sich auf der Haut neben irgendwelchen Schmutz aus der Umwelt auch immer Fett, Salze und Säuren befinden, die den Kat beschädigen bzw. zerstören können! Also ist jeder Kontakt des Katalysators mit was auch immer zu vermeiden! Der einzige Kontakt, den der Kat haben sollte, ist der mit der Peroxid-Lösung.
Also...nach 40 Jahren als Kontaktlinsenträger und als Maschinenbauingenieur weiss ich über die Wirkungsweise von Katalysatoren schon ausreichend Bescheid.
Hab mal vor ner ganzen Weile gehört das wenn man(n) den Katalysator z.B. im Waschbecken mit kochend heissen Wasser 'abschreckt' soll er wohl noch ein wenig 'regeniert' werden...aber ich persönlich hab das noch NIE selber ausprobiert.
Das Problem mit 'schlappen' Katalysatoren ist schon bekannt - da es aber eher ein Nischenprodukt ist wurde es wohl toleriert.
Ich drücke aber denoch den Daumen das der TE noch eine Lösung finden wird.
Da bei der derzeitigen Lage auf dem Markt der KL-Pflegemittelhersteller nicht mit einer Superinnovation zu rechnen ist und die Katalysatorproblematik schon lange bekannt ist, verstehe ich nicht warum nicht einfach ein Mittel mit Tabletten zur Neutralisation verwendet wird. Wie war das noch mit dem toten Pferd?
@ an die , die schon lange hier im Forum sind.
Habe den Link gerade mal angeschaut, berührt richtig, wenn man Eberhard Luckas so unvermittelt sieht.
LG
Maria