Brauche Rat zur Lesebrille

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Werniman
Beiträge: 11
Registriert: Dienstag 23. April 2019, 13:44

Brauche Rat zur Lesebrille

Beitrag von Werniman »

Hallo,
ich muss etwas ausholen. Ich trage eigentlich Kontaktlinsen. Offiziell -1,5dp links und -5dp rechts. Allerdings merke ich, dass ich damit zwar prima auf die Ferne schauen kann,aber zunehmend Probleme auf kurze Distanzen habe. Sprich: ich sehe prima, was am Horizont zu sehen ist, aber die kleine Schrift auf einer Lebensmittelpackung ist zu klein oder nur mit großer Anstrengung zu lesen. Bisher habe ich quasi "gecheatet", indem ich einfach etwas schwächere Kontaktlinsen trage (-1dp links und -4,25dp rechts), um quasi wieder besser lesen zu können, auch wenn auf größere Entfernungen wieder etwas Sehschärfe verloren geht.
Um diese mit meinen fast 51 Jahren wohl zu erwartenden "Leseprobleme" auszugleichen, hat mir mein Optiker zusätzlich eine Lesebrille verpasst, die natürlich auf die offiziell benötigten Werte (-1,5 bzw -5dp) zugeschnitten ist. Allerdings ist das Ding für mich total unbrauchbar, weil ich damit zwar recht gut sehen kann,wenn ich einen bestimmten Punkt in der Bildmitte fixiere, aber alles verzerrt wird,wenn der Blick zum Rand hin geht. Und davon werde ich regelrecht "seekrank". Streng genommen müsste ich also immer den Kopf mitdrehen, statt einfach nur die Augen beim Lesen zu bewegen, was nicht des Rätsels Lösung sein kann.Besonders nervig ist das, wenn ich am Computer sitze und zum Beispiel von einem Papierdokument etwas abtippen muss...für das Lesen des Dokuments bräuchte ich die Brille, aber sobald ich zum Monitor gucke, registriere ich beim Bewegen des Kopfes unwillkürlich die Verzerrung des Glases und ich habe wieder den "Seekrank-Effekt".

Erschwerend kommt hinzu, dass mein linkes Auge etwas schielt, so dass meine Augen ein leicht versetztes Bild ans Hirn liefert. Das Hirn gleicht das aus,indem es zwar beide Augen gleichzeitig für einen "Weitwinkel-Blick" benutzt (d.h. ich registriere durchaus, was nur das linke Auge sehen kann), aber wenn es um Details im Nahbereich geht, schaltet der Kopf allein auf die Nutzung der Bildinformationen vom rechten Auge um. Mit der Lesebrille hingegen schaut das linke Auge in Richtung Verzerrung. Ergebnis: Durch die Verzerrung der Lesebrille wird quasi der Versatz durchs Schnielen quasi nochmals verstärkt und das Gehirn hat Probleme, sich dann nur aufs rechte Auge zu beschränken.

Was kann ich in dem Fall tun ?
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optidi
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Re: Brauche Rat zur Lesebrille

Beitrag von optidi »

Wie wäre es mit Multifokallinsen?
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Lutz
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Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 10:28

Re: Brauche Rat zur Lesebrille

Beitrag von Lutz »

Zumindest ein Teil der ganzen "Störungen" könnten einfach durch die physikalisch-optischen Eigenschaften des Korrektionsmittel "Brillenglas" bedingt sein - und die sind halt anders als bei Kontaktlinsen. Wenn dann noch Fehler oder Ungenauigkeiten dazukommen (sph, cyl, Achse, Zentrierung, Anpassung), dann kann die Brille auch komplett unverträglich sein. Läßt sich nur leider aus der Ferne nicht wirklich beurteilen.
Rate dreimal hintereinander richtig, und du wirst den Ruf eines Experten haben.
(Laurence Johnston Peter (1919-90), amerik. Managementberater)
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