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Mir ist gerade noch eine Idee gekommen: die Entspiegelung "nanoperl S pure" ist eine Beschichtung mit einem sehr geringen Restreflex, d.h. mit einer erhöhten Transparenz.
Möglicherweise führt die erhöhte Transparenz dazu, daß auch (oder vor allem?) von den blauen Lichtanteilen ein etwas höherer Anteil durchgelassen wird als mit den bisher getragenen Gläsern, so daß Du die blauen Farbsäume jetzt etwas stärker bemerkst.
Oder sie fallen mehr auf, weil es weniger "Störungen" in Form von Reflexen auf dem Glas gibt.
Wenn die Farbsäume allein aufgrund des Materials und einer ggf. anderen Abbeschen Zahl stärker wären als bei den bisherigen Gläsern, müßtest Du eigentlich auch die gelb-orangen Farbsäume auf der gegenüberliegenden Seite des betrachteten Objekts stärker wahrnehmen, aber Du schreibst eingangs nur von blauen Farbsäumen. Vielleicht liegt da irgendwo der Hase im Brunnen begraben?
Rate dreimal hintereinander richtig, und du wirst den Ruf eines Experten haben. (Laurence Johnston Peter (1919-90), amerik. Managementberater)
Die Optikerin hat bei den zweiten Gläsern die Nanoperl S Pure gegen die normale Nanoperl S getauscht. Exakt dasslebe Bild, keinerlei Verbesserung was die Farbsäume angeht. Ich sehe in der Tat ausschließlich die blauvioletten Säume.
Heute wurde mir neben Rodenstock erstmalig ein Hersteller genannt, der mir bis dato unbekannt war. Galaxa aus der Schweiz. Die haben ein Glas nennt sich Quant Alpha HD. Auch hier gibt es eine Entspiegelung mit Pure im Namen, die DURONIUM PURE Veredelung. Wie bei Rupp reduziert diese den Restreflex des Brillenglases mithilfe einer innovativen Technologie auf 0,2 %. Laut Hersteller handelt es sich beim QUANT Alpha HD um ein Einstärkenglas mit einer revolutionären Genauigkeit von unter 1µm. Schärfste Abbildung bis zum Rand ermöglicht beste Kontrastleistung und optimiertes Sehen in der Dämmerung und in der Nacht. Ob es ein asphärisches Glas ist steht nicht dabei. Laut KI soll das Glas eine asphärische Geometrie haben.
Kennt jemand diesen Hersteller und wie ist dieser hinsichtlich Qualität einzuordnen? Insbesondere mit Blick auf Rupp, Rodemstock oder OptoVision?
Sollte man am Besten die Paskal 3d Refraktion bevorzugen? Die klingt an sich wirklich nicht schlecht.
- Die Farbsäume hängen von der Abbeschen Zahl ab und nehmen mit steigendem Brechwert und größerem Abstand des Durchblickpunkts vom optischen Mittelpunkt des Glases jeweils linear zu. Sie sind unabhängig vom Schliff und auch vom Hersteller...
- Die Ergebnisse mit einer 3D-Refraktion gleich welchen Equipmentherstellers sind nicht besser als bei einer Refraktion mit Projektor oder einer mit Papptafel. Entscheidend ist die Sach- und Fachkenntnis desjenigen, der die Refraktion durchführt.
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Lutz hat geschrieben: ↑Donnerstag 26. März 2026, 22:55
Auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole:
- Die Farbsäume hängen von der Abbeschen Zahl ab und nehmen mit steigendem Brechwert und größerem Abstand des Durchblickpunkts vom optischen Mittelpunkt des Glases jeweils linear zu. Sie sind unabhängig vom Schliff und auch vom Hersteller...
Auch ich wiederhole mich. Ich trage seit über 30 Jahren eine Brille und hatte nie Probleme mit Farbsäumen.
Es gibt mehrere Ursachen für Farbsäume. Das sind neben hochbrechenden Kunststoffen (niedrige Abbe-Zahl), ungünstige Randbereiche oder eine nicht optimale Zentrierung. Eine schlechte Glasqualität kann (Polycarbonat ist anfälliger für Farbsäume) ebenfalls ursächlich sein. Das wurde hier im Forum bereits besprochen. Also ganz unabhängig vom Hersteller sind Farbsäume nicht, Stichwort Materialauswahl. Irgendwo wird in meinem Fall der Fehler gelegen haben. Nachdem die Optikerin keinerlei Interesse hatte dem auf den Grund zu gehen, werde ich es wohl nie erfahren. Schauen wir obs bei der nächsten Brille besser läuft.