Fernbrille auch für Bildschirmarbeit?

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netto
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Fernbrille auch für Bildschirmarbeit?

Beitrag von netto »

Hallo zusammen,

ich habe seit kurzem eine Fernbrille. Im Nahbereich sehe ich auch ohne Brille gestochen scharf (die Brille ändert daran auch nichts). In der Ferne hilft mir die Brille sehr. Vor allem verschafft sie mehr Randschärfe und Kontraste.

Es bleibt der Zwischenbereich, konkret die Arbeit am Bildschirm (ca. 70 cm). Hier kann ich egal ob mit oder ohne Brille zwar alles lesen. Ich sehe aber nicht ganz gestochen scharf. Einfacher und angenehmer wird es, wenn ich den Bildschirm näher ranhole oder mich mit dem Laptop aufs Sofa lege. Gefühltermaßen ermüde ich dann auch weniger und kann mich besser konzentrieren.

Wieso hilft meine Brille nicht auf dieser Zwischenentfernung? Da die Brille bei der Ferne gut funktioniert, vermute ich, dass die Sehwerte richtig sind. Andere Sehwerte würden doch auch bedeuten, dass die Fernsicht (mit der ich aktuell zufrieden bin) wieder verändert wird (und sich dann ggf. verschlechtert). Oder?

Ab welcher Distanz sollte eine Fernbrille ihre Wirkung zeigen? Ist der Bereich bei ca. 70 cm Entfernung überhaupt schon als "Ferne" zu betrachten und bei Kurzsichtigkeit relevant?

Was könnte eine Lösung sein? Es gibt zwar Brillen, die gerade für die Arbeit an Bildschirmen optimiert sind. Das scheinen im Ausgangspunkt aber Gleitsichtbrillen zu sein und eher für die Menschen gedacht zu sein, sie sowohl in der Ferne als auch in der Nähe Probleme mit dem Sehen haben. Das aber trifft auf mich ja nicht zu, wenn ich ohne Brille im Nahbereich doch so gut sehen kann.

Mein Alter:

31 Jahre

Meine Sehwerte:

Sph. Cyl. Achse
-0,25 dpt -2,00 dpt 179°
-0,25 dpt -2,25 dpt 2°
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optidi
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Re: Fernbrille auch für Bildschirmarbeit?

Beitrag von optidi »

Hallo,
das du mit den genannten Werten in der Nähe gestochen scharf siehst, entspringt deinem Sehgefühl, aber nicht der Wahrheit.
Deine Fehlsichtigkeit ist weitestgehend ein Astigmatismus (Stabssehen). Es entstehen von einem Objektpunkt zwei senkrecht zueinander liegenden Bildlinien die räumlich getrennt sind. Beim Sehen in der Ferne nutzt du ohne Brille die eine Bildlinie, in der Nähe die andere. Dadurch hast du dir abgewöhnt für die Nähe Einstellarbeit zu verrichten.
Jetzt, mit Brille hast du einen scharfen Bildpunkt beim Blick in die Ferne und beim Sehen in die Nähe must du auf einmal das machen, was die aller meisten Menschen auch zun, Einstellarbeit. Die ist für dich ungewohnt und somit anstrengend.
Um deiner antrainierten "Faulheit" entgegen zu kommen, wäre eine Glas mit Nahboost eine mögliche Lösung.
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