Katarakt-OP

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LöweNRW
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Katarakt-OP

Beitragvon LöweNRW » Freitag 27. November 2020, 18:30

Hallo :)

mir steht nächsten Monat die o.g. OP bevor, nachdem sich auf einem Auge die Sehschärfe binnen weniger Wochen deutlich verschlechtert hat.
Der Augenarzt hat mir auch asphärische Linsen vorgestellt. Zu einem deutlich hohen privaten Preis. Diese sollen angeblich weniger Verzerrungen aufweisen.
Da der privat zu zahlende Preis nicht unerheblich ist, möchte ich mal in die Runde der Optiker fragen, ob diese teuren Linsen Vorteile ergeben. Vielleicht habt Ihr ja durch eure Kunden da Erfahrungen..
Vorab danke für Rückmeldung :)

Liebe Grüße vom Lowen
Alle sagen: 'das geht nicht!' Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es einfach gemacht... ;)

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Karoshi
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon Karoshi » Freitag 27. November 2020, 19:10

Wir bekommen nur sehr selten mit, welche IOL sich die Leute gönnen. Bin auch gespannt was hier noch kommt.
Des Menschen Leben gleicht der Brille. Man macht viel durch. -- Heinz Erhardt
staatl. gepr. Augenoptiker und Augenoptikermeister FFA München 2011

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Distel
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon Distel » Freitag 27. November 2020, 20:17

LöweNRW hat geschrieben:Da der privat zu zahlende Preis nicht unerheblich ist, möchte ich mal in die Runde der Optiker fragen, ob diese teuren Linsen Vorteile ergeben.

Bei Inanspruchnahme verschiedener privaten Leistungen eines Arztes erlischt der Anteil der Krankenkasse für die Basisversorgung.
Daher kann bei einem gesetzlichen Versicherten vorab die Rücksprache mit der Krankenkasse sinnvoll sein. :wink:
Manche Krankenkassen bieten sogar eine telefonische Beratung durch Fachärzte an, gegebenenfalls mal nachfragen.
Bei der TKK habe ich mit diesem Service beste Erfahrungen gemacht.

Viel Erfolg und alles Gute für die anstehende OP.
Nemo me impune lacessit - Niemand reizt mich ungestraft

LöweNRW
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon LöweNRW » Freitag 27. November 2020, 20:48

Das der Anspruch auf Beteiligung der Krankenkasse verfällt, war mir unbekannt.
Vielleicht ist das ja der Hintergrund für die hohen Kosten für diese Variante der Linse.

Hab jedoch gleichzeitig zu meiner Anfrage hier im Fachforum auch meine Krankenkasse angeschrieben. Die Antwort wird wohl bis Anfang nächster Woche warten müssen.
Ich hatte gehofft, dass Ihr als Optiker ev. Erfahrungen mit den Kunden habt.
Ich würde mich sicherlich mit meiner Optikerin nach der OP darüber austauschen.
Zudem hab ich ja da selbst einen Massstab. Vor Beginn des grauen Star war der Visus bei optimaler Korrektur bei 1,4. Ich hoffe, dass dieser Wert auch nach der OP wieder erreichbar ist.

Schönen Abend und LG :)
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon optikgutachter » Samstag 28. November 2020, 10:34

Kostenübernahme?:
Ich lese da heraus, dass nur die Zusatzkosten nicht übernommen werden...
(Sh. fast am Ende des Textes. )

https://www.tk.de/techniker/gesundheit- ... rs-2016008

Der beste Tipp ist wohl mal die eigene Krankenkasse vorher zu fragen.
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon optikgutachter » Samstag 28. November 2020, 10:56

Sphärische und asphärische Linsen

Für den Laien formuliert:

Sphärische Linsen weisen den sogenannten Kugelgestaltsfehler
auf, d.h. im Randbereich haben sie nicht die gleiche Stärke wie mittig.

Asphärische Linsen korrigieren im Randbereich da besser,
wobei anzumerken ist, dass alle (Einstärken-Brillen-) Linsen
immer nur in einem Punkt vollkorrektionsfähig sind.
Gilt auch für individualisierte Einstärkengläser(=Brillenlinsen).

Bleibt die Pupille tagsüber und nachts immer klein
so steht kein Vorteil zu erwarten.
Ist beim Operierten die Pupille nachts aber immer gross
so erscheint es sinnvoll asphärische IOL's zu verwenden.

Bei den "älteren Semestern" bleibt die Pupille häufig immer klein.
Fragt sich: Wie ist es beim TE?
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon Robin » Samstag 28. November 2020, 10:58

vielleicht ganz allgemein (zu asph. IOLs hatte ich bisher noch keine Info von Kunden):
die Reaktion meiner Kunden auf die teuer erkauften "besseren Linsen" waren meist ehr negativ! Es ist also vorsicht geboten.

Abgesehen davon haben die IOL meist +10 bis +20 dpt - da scheint eine Asph durchaus sinnvoll. Ob das allerdings auch bei dem kleinen Durchmessers dieser Linsen (meist nicht einmal 1 cm) etwas bringt halte ich für zweifelhaft. Und die Pupillengröße (und somit der genutzte Teil der Linse) ist noch einmal meist deutlich kleiner

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Re: Katarakt-OP

Beitragvon optikgutachter » Samstag 28. November 2020, 11:00

Moin Robin,
oder so. :wink:
Vom Gauss'schen Raum wollte ich jetzt auch nicht anfangen.

Bei der HFA Köln soll der ja im Erdgeschoss aufzufinden sein. :mrgreen:

Ne HFA'ler.

Joshi-geprüft und Gatzen-belehrt.
"Sigma" haben ich ebenfalls gerne genossen. 8)
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon Robin » Samstag 28. November 2020, 11:34

optikgutachter hat geschrieben:Moin Robin,
oder so. :wink:
Vom Gauss'schen Raum wollte ich jetzt auch nicht anfangen.

Bei der HFA Köln soll der ja im Erdgeschoss aufzufinden sein. :mrgreen:

Ne HFA'ler.

Joshi-geprüft und Gatzen-belehrt.
"Sigma" haben ich ebenfalls gerne genossen. 8)

Sorry, aber was ist schon die HFAK - das einzig Wahre ist die SFOF Berlin!

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Re: Katarakt-OP

Beitragvon brillenpeter » Samstag 28. November 2020, 11:39

SFOF Berlin ???

kann man da auch seinen Meister machen ??????????????

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Re: Katarakt-OP

Beitragvon optikgutachter » Samstag 28. November 2020, 12:22

Ick bin keen Berlina. Mich ist das schnuppe.

Was sagen denn die Nordtiroler dazu?
Also die Münchner :twisted:

Und bevor Österreich (Restjugoslawien-Nord? :oops: ) seinen Senf dazugibt:
Ja, da kann man auch sehr gut seinen Meister machen (m/w/d)
Zuletzt geändert von optikgutachter am Samstag 28. November 2020, 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon LöweNRW » Samstag 28. November 2020, 14:30

Der TE ist "älteres Semester"... ;)

Danke für die schnelle Rückmeldung. Da die notwendige Linse eher im niedrigen Minusbereich liegen wird, werd ich also die normale Ausführung wählen. Hatte schließlich auch bei meinen Brillen nie ein Problem mit Randunschärfe, abgesehen natürlich von meinen Gleitsichtbrillen.

Wünsche ein schönes Wochenende
LG vom Löwen
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon vidi » Samstag 28. November 2020, 18:24

LöweNRW hat geschrieben:Der TE ist "älteres Semester"... ;)

Danke für die schnelle Rückmeldung. Da die notwendige Linse eher im niedrigen Minusbereich liegen wird, werd ich also die normale Ausführung

Da irrst du. Die Augenlinse hat meist eine Brechkraft von ca. 19 dpt. Wenn die eine Neue Linse mit Minuswerten benötigen würdest, hättest du hättet aktuell eine Brillenglasstärke von über +20 dpt.
Gruß
Vidi

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Re: Katarakt-OP

Beitragvon Traumtänzerin » Samstag 28. November 2020, 19:02

vidi hat geschrieben:Wenn die eine Neue Linse mit Minuswerten benötigen würdest, hättest du hättet aktuell eine Brillenglasstärke von über +20 dpt.

Nicht eher über -20 dpt ?
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Re: Katarakt-OP

Beitragvon vidi » Samstag 28. November 2020, 20:49

Stimmt! Hast gut aufgepasst. 8)
Gruß
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