Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

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Zwergpfeffer
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Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Zwergpfeffer » Samstag 28. September 2019, 16:03

Hallo!

Ich bin Mitte 40 und hatte in letzter Zeit oft Schwierigkeiten beim Lesen kleiner Schriften oder beim Erkennen von sehr kleinen Details beim Handarbeiten u.ä.
Lt. Sehtests bei zwei verschiedenen Optikern wäre nach Aussage derselben eine Lesebrille hilfreich. Optiker 1 wollte mir für 100 Euro eine Fertig-Einstärkenbrille (+ 1,0) verkaufen, also im Grunde das, was ich für 5 Euro auch im Handel bekomme.
Optiker 2 empfahl mir schließlich eine Gleitsichtbrille mit der Begründung, dass das ständige Auf- und Absetzen einer Lesebrille eher stören würde und es sowieso besser wäre, mich frühzeitig an eine Gleitsichtbrille zu gewöhnen.

Nun habe ich zuvor nie eine Brille benötigt und war von den Kosten einer Gleitsichtbrille erst einmal abgeschreckt. Außerdem war ich mir unsicher, ob ich überhaupt wirklich eine Brille (Lesebrille) benötige. Um das herauszufinden, habe ich mir im Handel so eine 5 Euro-Lesebrille gekauft und diese testweise aufgesetzt, auch mal über mehrere Stunden. Und ich muss sagen, sie hat mir doch deutlich geholfen. Allerdings war die Benutzung schon im Haus etwas nervig in der Hinsicht, dass sie ständig nicht da war, wo ich sie brauchte, sondern grad woanders lag... ;-) Außerdem konnte ich damit beim Arbeiten nicht eben mal kurz aufschauen. Wenn meine Kinder 2 bis 3 m entfernt vor mir standen, musste ich die Brille immer abnehmen, weil sonst alles verschwommen war.
Also gut, dies alles sprach dann doch für eine Gleitsichtbrille und deren (scheinbar) einfacheres Handling.

Den Optiker (kleines Geschäft, Betreuung durch Inhaber, keine Kette) hatte ich noch nach eine Computerbrille befragt, da ich gelesen hatte, dass die Arbeit am Rechner mit einer Gleitsichtbrille oft Probleme macht oder es gar nicht geht. Der Optiker meinte dazu, dazu wäre ich erstens zu jung und zweitens meine Werte nicht ausreichend. Hmm.

Nun habe ich die Gleitsichtbrille seit drei Tagen und sie kommt mir vor wie ein Fremdkörper. Ich weiß, dass man sich daran gewöhnen muss und dies auch sogar einige Wochen dauern kann. ABER:

Problem 1)
Die Brille sitzt nicht. Es ist ein sehr leichtes Gestell (Vollrand) mit hauchdünnen Bügeln. Ich habe immer das Gefühl, die Brille rutscht. Ganz am Anfang rutschte sie mir fast von der Nase, bis ich feststellte, dass die Bügel um 1,5 cm unterschiedlich lang waren. Der Optiker hat das dann korrigiert, danach folgte eine längeres Hin- und Her beim Anpassen. Ich hatte immer das Gefühl, die Brille sitzt zu tief, hat der Optiker korrigiert, stieß sie mit dem Rand aber an Augenbrauen oder Wimpern. Die Bügel hinten an den Ohren bleiben nicht dort, wo sie hinsollen, sie rutschen hoch. Damit rutscht die Brille dann wieder etwas von der Nase runter. Eigentlich muss ich sie ständig zurechtrücken.
Ich habe das Gefühl, dass der Vollrand irgendwie zu schwer für die leichten Bügel sind und diese außerdem keinen Halt bieten. Es fehlt irgendwie der "Grip". Das Gestell kostete immerhin 300 Euro.

Problem 2)
Das Leben mit den Gläsern haut nicht hin. Ständig habe ich das Gefühl, durch einen hauchdünnen Schleier zu schauen. Arbeiten am Laptop geht gar nicht, in keiner Position kann ich scharf fokussieren. Beim Lesen von Text (Format A4) kann ich ca. 6 cm in der Breite scharf sehen, dann ist es verschwommen. Beim Wechsel zur nächsten Zeile muss ich immer erst neu fokussieren und brauche dafür jedesmal ca. 4 Sekunden... Gehe ich jede Zeile komplett mit dem Kopf mit, komme ich mir fast blöde vor. Ich lese auch häufig und viel "quer", das geht nun überhaupt nicht.
Wenn ich mir im Haushalt etwas genauer anschauen möchte, habe ich immer das Gefühl, ich muss die Brille abnehmen.
Schaue ich in den Raum in ca. 5 m Entfernung - Unschärfegefühl. Ich habe auch das Gefühl, dass das "Suchen" des Schärfebereichs (Kopf hoch/runter) irgendwie nicht zu meinem Körper passt. Ich bin 1,55 groß und schaue daher viel eher nach oben, vor allem, wenn ich Leute vor mir habe. Das passt dann mit der Entfernung nicht. Gleiches Problem beim Autofahren. Da müsste ich den Kopf eher senken, dann schaue ich aber fast gegen das Lenkrad...
Ich versuche, die Brille den ganzen Tag lang zu tragen, kann mich aber schon an den Gegenstand ansich nicht gewöhnen. Die Brille kommt mir ständig wie ein Fremdkörper vor. Zum Vergleich: bei meiner 0815-Sonnenbrille habe ich dieses Problem nicht.

Hier mal meine Werte:

Sph cyl Achse
Ferne R +0 -0,5 165
L +0,25 -0,25 10
Nähe R +1,0 -0,5 165
L +1,25 -0,25 10

Kosten der Gläser 179 € pro Glas. Das war die mittlere Preisklasse mit einem verbreiterten Nahbereich (nicht so breit wie die höhere Preisklasse, aber breiter als die günstigeren Gläser). "Angebotsgläser" lt. Optiker.

Sind das nun normale Gewöhnungsprobleme? Wie lange muss ich Geduld haben? Wird vor allem das Lesen noch besser? Mit 6 cm Sichtfeld in der Breite bin ich definitiv nicht einverstanden. Gewöhnen sich die Augen und wird das Sichtfeld dann breiter? Oder bedeutet die vielzitierte Gewöhnung nur, dass man sich an das Kopfwackeln gewöhnt? :shock:

:roll: Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, der Optiker hat mir die Gleitsichtbrille aufgeschwatzt.
Zuletzt geändert von Zwergpfeffer am Samstag 28. September 2019, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille) - Fremdkörper...

Beitragvon Eberhard Luckas » Samstag 28. September 2019, 16:09

Moin,
das schmale Gesichtsfeld passt nicht zu der geringen Addition von 1,0. Lasse Dir genau sagen, welche Gläser eingebaut wurden.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

Zwergpfeffer
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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille) - Fremdkörper...

Beitragvon Zwergpfeffer » Samstag 28. September 2019, 18:04

?

Ich verstehe die Aussage nicht. Was meinst du mit "schmales Gesichtsfeld"? Der Lesebereich in der Gleitsichtbrille? Und wieso passt das nicht zu den Werten?

Ach, ich glaube, Du meinst mit dem Gesichtsfeld den Lesebereich, den ich mit der Gleitsichtbrille habe - also die 6 cm. Was ist denn normal? Dass der Nahbereich mit Gleitsichtbrille zumindest enger ist als mit gesunden Augen, ist mir soweit klar. Aber wie groß sollte der sein? Also ich habe beim Lesen wirklich das Gefühl, dass ich eigentlich wesentlich schneller lese bzw. lesen möchte, als der Schärfebereich der Brille es zulässt.

Eingebaut wurden doch hoffentlich Gleitsichtgläser (mit etwas verbreitertem unterem Lesebereich, gegenüber zumindest der billigsten Variante).
Zuletzt geändert von Zwergpfeffer am Samstag 28. September 2019, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon GodEmperor » Samstag 28. September 2019, 18:16

6 cm Sehfeld ist sehr schmal und deine Werte sind so, daß du als sogernannte Addition (Unterschied Ferne zur Nöhe) nur 1 dpt hast. Bedeutet: Das Sehfeld müsste eigentlich selbst mit relativ einfachen Gläsern breiter sein.
Weißt du die genaue Glasbezeichnung und den Hersteller?
Rechtschreibung und Zeichensetzung sind frei erfunden, Ähnlichkeiten mit der Realität sind purer Zufall.

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Zwergpfeffer » Samstag 28. September 2019, 18:28

Nein, den Glashersteller weiß ich leider nicht. Nachdem das Anpassen des Gestells schon so in die Hose ging, habe ich erst einmal die Rechnung verlangt und einen Brillenpass. Beides bekam ich beim Abholen der Brille nicht. Die Rechnung wurde heute mit der Post zugesandt. Leider steht in der Rechnung weder Hersteller der Gläser noch die Bezeichnung des Brillengestells :(

Das Brillengestell ist eine "Minima C26". Das weiß ich aber nur, weil ich es mir beim Aussuchen gemerkt hatte, es stand mittels kleinem Aufkleber auf dem Glas (vor dem Einsetzen der richtigen Gläser).
Das Ausstellen des Brillenpasses war auch nur nach Diskussion möglich. Ich hatte mir solch einen Zettel vorgestellt, wo in einer vorgedruckten Tabelle die Werte stehen. Tatsächlich hat der Optiker nur handschriftlich etwas auf die Rückseite der Visitenkarte geschrieben. Ich habe dann explizit einen "Brillenpass" verlangt. Antwort: "Diese Formulare würden von den Herstellen mitgeschickt und die gäbe es nur bei den hochwertigen Gläsern." Bitte was?! Für knapp 400 Euro Gläser darf ich doch wohl solch ein kleines Formular erwarten? Dann soll der Optiker eben solch einen kleinen Formularblock kaufen... Also wirklich.

In der Rechnung jetzt stehen die Werte als Tabelle drin. Als "Brillenpass" hat der mir doch glatt diese Tabelle noch mal extra abgetippt und ausgedruckt, per Hand ausgeschnitten und auf die Rückseite einer Visitenkarte geklebt. Also ich finde das schon kurios, nett formuliert.

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Lutz » Samstag 28. September 2019, 18:58

Zwergpfeffer hat geschrieben: "Diese Formulare würden von den Herstellen mitgeschickt und die gäbe es nur bei den hochwertigen Gläsern."

So ist es.
Bitte was?! Für knapp 400 Euro Gläser darf ich doch wohl solch ein kleines Formular erwarten? Dann soll der Optiker eben solch einen "Rezeptblock" bestellen...

Auch mit Rezeptblock hättest Du kein "Formular" vom Glashersteller. Und in den "Rezeptblock" muß der Optiker dann auch die Werte von Hand eintragen. Handgeschriebene Werte wolltest Du aber nicht.
In der Rechnung jetzt stehen die Werte als Tabelle drin. Als "Brillenpass" hat der mir doch glatt diese Tabelle noch mal ausgedruckt, per Hand ausgeschnitten und auf die Rückseite einer Visitenkarte geklebt.

Dann hast Du doch, was Du wolltest. Die Werte Deiner Brille, einmal auf der Rechnung, einmal handgeschrieben, einmal als Brillenpass.
Was willst Du denn noch? Also ich finde das schon kurios, nett formuliert.

Also wirklich.

Zum Fachlichen:
a) Vielleicht solltest Du ihn einfach mal nach den Gläsern fragen?
b) Auch ohne weitere Informationen zu den Gläsern: bei den Korrektionswerten sollte eigentlich ein komfortableres Sehen möglich sein. Ohne Verrenkungen, ohne "Schleier", ohne "Sehbereich suchen". Kann an falschen Stärken liegen, an einer falschen Zentrierung der Gläser, am falschen Sitz der Brille, an falsch eingearbeiteten Gläsern, an falsch gefertigten Gläsern, und, und, und (bzw. oder, oder, oder)...
c) Bei geringerer Körpergröße kommt es häufig dazu, daß z.B. bei Autofahren der Kopf nach oben gereckt wird (also Kinn nach oben) um mehr Überblick zu haben, wodurch man dann aber schon durch die Übergangszone oder den Nahbereich schaut, obwohl man eigentlich in die Ferne gucken möchte. Auch wenn sich Objekte im Nahbereich oder in der MItteldistanz befinden, aber etwas nach oben versetzt, schaut man statt durch die entsprechenden Zonen durch den Fernbereich des Glases und muß den Kopf stärker anheben, als man eigentlich möchte. Da könnte es tatsächlich schwierig werden, alle Situationen ohne eine Umstellung der Körperhaltung zu meistern...
Zuletzt geändert von Lutz am Samstag 28. September 2019, 19:06, insgesamt 1-mal geändert.

Zwergpfeffer
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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Zwergpfeffer » Samstag 28. September 2019, 19:06

Ich habe beim Brillenpass nicht auf etwas Gedrucktem bestanden. Aber ich wollte etwas, was irgendwie verbindlich aussieht. Eine handschriftliche Notiz auf die Rückseite einer Visitenkarte gehört für mich nicht dazu.
Ich denke mir, dass Optiker solche Formulare kaufen können, so wie Ärzte ja auch Rezeptblöcke haben... Wenn ich da mehrere hundert Euro ausgebe (und mehr noch, denn mein Mann hat dort zeitgleich ebenfalls für mehrere hundert Euro eine neue Brille bestellt), denke ich, dass man das erwarten kann.

Leider ist der Optiker aber offensichtlich auch nicht in der Lage, mir den Sitz der Brille richtig anzupassen. Sie rutscht. Ich habe das dem Optiker gesagt, aber er bekommt es nicht geändert. Was gerade bei einer Gleitsichtbrille natürlich fatal ist.

Der Lesebereich ist leider so, wie beschrieben, 6 cm in der Breite. Diese Brille ist keine Hilfe, sondern ein Hindernis. Ein ganz stark spürbarer Komfortverlust. Und das bei dem vielen Geld, was man bezahlt hat. Ich habe vorher lange überlegt, ob ich das mit der Gleitsichtbrille überhaupt machen soll, war auch mehr als einmal deswegen vorher bei dem Optiker. Jetzt ist das eingetreten, was ich befürchtet habe, dass ich damit nicht zurecht komme. Wobei die Probleme über eine Eingewöhnung hinaus zu gehen scheinen. Und das viele Geld ist bezahlt, das macht mir echt Bauchschmerzen.

Ich arbeite viele Stunden am Tag am Rechner (Laptop), das hatte ich vorher auch gesagt und meine Bedenken wegen der Gleitsichtbrille geäußert. Der Optiker hat eine Computerbrille aber wie oben beschrieben abgelehnt. Jetzt habe ich genau das Problem, dass mit der Brille die Sicht am Rechner komplett matschig ist. Trotz allem Kopf bewegen kann ich da nicht mehr scharf stellen.

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Lutz » Samstag 28. September 2019, 19:15

Zwergpfeffer hat geschrieben:Ich habe beim Brillenpass nicht auf etwas Gedrucktem bestanden. Aber ich wollte etwas, was irgendwie verbindlich aussieht. Eine handschriftliche Notiz auf die Rückseite einer Visitenkarte gehört für mich nicht dazu.
Ich denke mir, dass Optiker solche Formulare kaufen können, so wie Ärzte ja auch Rezeptblöcke haben... Wenn ich da mehrere hundert Euro ausgebe (und mehr noch, denn mein Mann hat dort zeitgleich ebenfalls für mehrere hundert Euro eine neue Brille bestellt), denke ich, dass man das erwarten kann.

Wir haben gedruckte Brillenpässe, in die wir von Hand auf Wunsch die Werte eintragen können, wenn es kein Kärtchen vom Glashersteller gibt. Wird aber nur seltenst gewünscht, insofern reichen unsere Brillenpässe wohl noch für die nächsten Jahrzehnte :wink: - abgesehen davon ändert sich durch die Form nichts am Inhalt des Kärtchens, insofern trägt dieser Aspekt der Diskussion auch wohl kaum zur Problemlösung bei.

Der Lesebereich ist leider so, wie beschrieben, 6 cm in der Breite. Diese Brille ist keine Hilfe, sondern ein Hindernis. Ein ganz stark spürbarer Komfortverlust. Und das bei dem vielen Geld, was man bezahlt. Das macht mir echt Bauchschmerzen.

Das ist verständlich. Ich hatte übrigens meinen vorherigen Beitrag im fachlichen Teil noch ergänzt, da hattest Du aber schon reagiert...

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Zwergpfeffer » Samstag 28. September 2019, 19:36

[*]Bei geringerer Körpergröße kommt es häufig dazu, daß z.B. bei Autofahren der Kopf nach oben gereckt wird (also Kinn nach oben) um mehr Überblick zu haben, wodurch man dann aber schon durch die Übergangszone oder den Nahbereich schaut, obwohl man eigentlich in die Ferne gucken möchte. Auch wenn sich Objekte im Nahbereich oder in der MItteldistanz befinden, aber etwas nach oben versetzt, schaut man statt durch die entsprechenden Zonen durch den Fernbereich des Glases und muß den Kopf stärker anheben, als man eigentlich möchte. Da könnte es tatsächlich schwierig werden, alle Situationen ohne eine Umstellung der Körperhaltung zu meistern...[*]

Ja, genau das ist jetzt auch mein Eindruck. Da habe ich vorher aber überhaupt nicht dran gedacht. Wie auch, ich hatte noch nie eine Brille, geschweige denn, eine Gleitsichtbrille. Im Internet hatte ich genau dazu auch nichts gelesen.
Überhaupt ist es mir erst jetzt so richtig bewusst geworden, dass ich da wohl unbemerkt eine andere Körperhaltung habe als die meisten anderen Menschen. Und ich kann nun nicht mein ganzes Leben, ja mein ganzes Sein, umstellen, damit die Brille passt. Wie sollte das gehen.

Theoretisch kann ich z.B. im Auto natürlich den Sitz verstellen. Dann passt es aber an anderer Stelle nicht, z.B. würde ich dann mit den Beinen an das Lenkrad unten stoßen...
Wenn ich Leute vor mir habe, kann ich ja schlecht immer auf einen Hocker steigen :?:

Es wäre schön, wenn der Optiker vorher auf so etwas hingewiesen hätte. Immerhin stand ich ja leibhaftig im Laden vor ihm...

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Zwergpfeffer » Samstag 28. September 2019, 19:43

Wie ist das denn mit dem Sitz des Gestells? Beim Aussuchen hatte ich immer gesagt, dass die Bügel gar nicht passen. Was natürlich erst einmal relativ normal ist, beim "Rohling". Der Optiker meinte immer, das kann man anpassen. Ja. Nur kann er das jetzt eben offenbar NICHT. Schon die deutlich unterschiedlich langen Bügel bei der Auslieferung zu Beginn. Das hätte der doch merken müssen? Mit ist es zu Hause aufgefallen, als ich merkte, dass die Enden der Bügel spürbar an völlig unterschiedlichen Stellen sitzen. Ich habe mir die Brille dann angeschaut und das Problem mit bloßen Augen gesehen. Nach der Korrektur wurde es besser, aber das Problem noch nicht gelöst. Statt dessen GLAUBT der Optiker mir nun nicht, dass die Brille noch rutscht.

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Zwergpfeffer » Sonntag 29. September 2019, 03:00

Ich habe noch etwas festgestellt:

Wenn ich einen Punkt in mittlerer Entfernung (ca. 1 m) gerade aus vor mir anschaue, gelingt mir das scharf sehen nur durch viel suchen (deutliche Kopfbewegungen). Allerdings finde ich den Punkt nicht, wenn ich gerade aus schaue, sondern NUR bei leicht nach rechts gedrehtem Kopf. Punkt liegt wie gesagt gerade vor mir. Drehe ich den Kopf ebenso weit nach links, kann ich nicht scharf sehen.

Ist das möglich? Ergibt das einen Sinn?

Es kann doch sicher auch nicht Sinn einer Gleitsichtbrille sein, den Kopf zur Seite zu bewegen, wenn man etwas betrachtet, was gerade vor einem liegt?

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berlyn
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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon berlyn » Sonntag 29. September 2019, 13:09

Zwergpfeffer hat geschrieben:Ist das möglich? Ergibt das einen Sinn?


Leider ja. Und auch auf die Gefahr hin hier gleich von den Kollegen gesteinigt zu werden: da wurde ziemlich viel gepfuscht. Versuche deinem Optiker aufs Dach zu steigen. Sein Ziel sollten zufriedene Kunden sein und das bist du nicht. Obwohl die Aufgabenstellung bei deiner Stärke nicht all zu schwer war....
echt? Gibt es denn in diesem ganzen verdammten Land keinen fähigeren Gutachter?

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon wörterseh » Sonntag 29. September 2019, 14:46

berlyn hat geschrieben:
Zwergpfeffer hat geschrieben:Ist das möglich? Ergibt das einen Sinn?


Leider ja. Und auch auf die Gefahr hin hier gleich von den Kollegen gesteinigt zu werden: da wurde ziemlich viel gepfuscht. Versuche deinem Optiker aufs Dach zu steigen. Sein Ziel sollten zufriedene Kunden sein und das bist du nicht. Obwohl die Aufgabenstellung bei deiner Stärke nicht all zu schwer war....

Ach, warum steinigen? Da gibt es doch heutzutage unauffälligere Methoden! :wink:
Aber mal im Ernst, bin mir grad nicht ganz so sicher das es wirklich nur am Kollegen liegt!
Quallen leben seit 650 Millionen Jahren ohne Hirn - Das macht vielen Menschen Hoffnung!

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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Zwergpfeffer » Sonntag 29. September 2019, 15:17

In wie fern wurde da gepfuscht? Was wurde falsch gemacht?

Und warum soll es nicht nur am Optiker liegen (also dann ja wohl an mir)? Was mache ICH falsch? Bitte schreibt konkrete Hinweise und nicht nur leere Anschuldigungen.

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Eberhard Luckas
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Re: Erste (Gleitsicht)-Brille - Fremdkörper...

Beitragvon Eberhard Luckas » Sonntag 29. September 2019, 15:31

Lutz hat schon nahezu alle Fehlermöglichkeiten aufgezählt, mehr kann man aus der Ferne nun wirklich nicht sagen.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister


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