Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Haben Sie eine Frage an den Augenoptiker zu Ihrer Brille. Stellen Sie hier Ihre Frage. (Hinweis: Wir haben hier keine Redaktion. Die Beantwortung Ihrer Fragen werden von Augenoptikern auf freiwilliger Basis durchgeführt. Es besteht kein Anspruch auf eine Beantwortung)
marcelm
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 9. August 2019, 10:12

Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon marcelm » Montag 12. August 2019, 14:59

Hallo zusammen!

Ich bin neu hier im Forum und habe mich angemeldet, da ich ein paar Fragen zur meiner neuen Brille habe, welche auch gleichzeitig meine erste Brille ist.
Ich habe in letzter Zeit immer bemerkt, dass ich mich beim Lesen anstrengen musste und hatte auch schon teilweise morgens einen unangenehmen Druck auf den Augen bzw. auch im Bereich der Schläfen und der Stirn. Nach einer längeren Ärzte-Odysee landete ich beim Augenarzt, welcher meinte, dass mit meinen Augen alles in Ordnung ist. Lediglich eine leichte Weitsichtigkeit und Horhautverkrümmung mit 0,5 Dioptrien. Laut dem Arzt dürfte sich das aber kaum bemerkbar machen und eine Brille sei angeblich nicht nötig. Er gab mir dann eine Testbrille und ich konnte sofort ein anderes Augengefühl wahrnehmen. Es fühlte sich einfach so an, als ob die Augen weniger arbeiten müssten.

Er verschrieb mir dann eine Fernbrille zur "Entspannung", da ein Weitsichtiger anscheinend auch auf die Ferne akkommodieren muss.
Folgende Werte schrieb er aufs Rezept:
R.A. +0,50 -0,50 6
L.A. +0,50
Bei den Achsen ist die Linie bei beiden Augen auf 90°

Bin dann gleich zum Optiker und hab mir eine Brille machen lassen, welche ich dann letzten Donnerstag-Abend erhalten habe.
Auf die Nähe habe ich sofort eine Verbesserung festgestellt - aber alles was weiter als 5m entfernt war, schien verschwommen zu sein.
Den Optiker habe ich dann gefragt ob ich die Brille immer oder nur bei Bedarf tragen soll. Er meinte dann, da ich auf die Ferne verschwommen sehe, soll ich sie halt nur für die Nähe nutzen.
Im Internet las ich dann aber, dass man eine Brille eigentlich immer Tragen sollte, was ich dann auch versucht habe.
Irgendwann, als ich längere Zeit draußen war konnte ich dann auch alles im Umkreis von 10m scharf sehen und nach etwas längerer Zeit funktionierte auch das Sehen in die Weite, also mehrere 100m halbwegs scharf. Nur in der Vegetation hatte ich noch Probleme, also Bäume mit Blätter nehme ich auf die Weite nicht wirklich scharf wahr.

Mein Problem ist aber folgendes - wenn ich von Nah auf Fern wechsle, dauert es immer recht lange bis ich fokussiert habe bzw. wenn ich mich länger in der Wohnung aufhalte und sich das Auge auf den Nahbereich eingestellt hat, kann ich in der Weite - also mehrere 100m wieder nur sehr schlecht sehen und das dauert dann auch sehr lange bis ich wieder scharf sehen kann.
Das schlechte Sehen äußert sich dann so, also wäre alles leicht milchig.

Nun stellt sich für mich die Frage, soll ich die Brille schon immer drauf lassen und das Ganze bessert sich dann, oder wäre es besser die Brille wirklich nur bei Bedarf zu tragen?
Mein Ziel ist es meine Augen zu entlasten, damit sich meine Symptome bessern. Und wenn das Auge in die Ferne ebenfalls akkommodieren muss, dann sagt mir meine Logik, dass ich die Brille auch für die Ferne aufgesetzt lassen sollte.

Nun habe ich einen Roman geschrieben für eine vermutlich recht einfache Frage, aber ich dachte mir, dass es vielleicht hilfreich ist, wenn ich soviele Details wie möglich preisgebe.

Danke und schöne Grüße
Marcel

Benutzeravatar
Eberhard Luckas
Beiträge: 2738
Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:37
Wohnort: Brunsbüttel
Kontaktdaten:

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon Eberhard Luckas » Montag 12. August 2019, 15:47

Moin Marcel,

wie alt bist Du?
Dein Probelm schein eher im beidäugigen Sehen zu liegen. Suche Dir einen Optiker, der auch Winkelfehlsichtigkeiten korrigiert.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

marcelm
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 9. August 2019, 10:12

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon marcelm » Montag 12. August 2019, 15:51

Hallo Eberhard,

ich bin 35 Jahre alt. Ok von Winkelfehlsichtigkeit habe ich auch schon gelesen. Als ich den Augenarzt gefragt hatte, meine er, dass sie bei mir leicht nach außen gerichtet ist, aber sowas hätte fast jeder und Bedarf bei mir keiner Korrektur :(

Blöd, dass ich nun schon eine Brille gemacht habe - da müsste man dann vermutlich eine neue machen oder lassen sich die Gläser nochmal bearbeiten?

Benutzeravatar
Eberhard Luckas
Beiträge: 2738
Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:37
Wohnort: Brunsbüttel
Kontaktdaten:

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon Eberhard Luckas » Montag 12. August 2019, 16:41

Moin Marcel,

das ist leider so. Die Aussage des Arztes......
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

marcelm
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 9. August 2019, 10:12

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon marcelm » Montag 12. August 2019, 16:52

Ok also denkst du, dass die Brille für mich falsch ist?
Denn im Grunde fühlt sich nun alles gut and, außer dass ich halt Probleme beim Wechsel zwischen Nah und Fern habe.
Wenn ich die Brille abnehme sehe ich in der Ferne sofort scharf.

Benutzeravatar
Eberhard Luckas
Beiträge: 2738
Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:37
Wohnort: Brunsbüttel
Kontaktdaten:

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon Eberhard Luckas » Montag 12. August 2019, 17:07

Falsch kann man nicht sagen, aber wahrscheinlich fehlt etwas.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

marcelm
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 9. August 2019, 10:12

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon marcelm » Dienstag 13. August 2019, 08:10

Ok verstehe, das heißt jetzt aber, dass es in dem Fall nicht normal ist, dass ich mit der neuen Frille nicht richtig in die Ferne sehen kann und, dass ich auch gar nicht versuchen sollte, mich daran zu gewöhnen? In dem Fall nehme ich sie nur für den Nahbereich?

marcelm
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 9. August 2019, 10:12

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon marcelm » Mittwoch 14. August 2019, 07:50

Hallo,

ich war nochmal bei einem anderen Optiker der sich auf Winkelfehlsichtigkeit spezialisiert hat.
Dabei sind 0,5 Prismendioptrien rausgekommen. Also die vertikalen Linie war vielleicht 2 mm rechts neben der Mitte.
Zusätzlich war der Wert beim linken Auge nicht wie bei Augenarzt gemessen +0,5 sondern +0,25 - was vermutlich dazu führte, dass ich mit meiner Brille in der Ferne nicht scharf sehen konnte. Lt. dem Optiker geben die Augenärzte gerne etwas mehr an...

Nun stellt sich für mich aber die Frage ob es Sinn macht, diese 0,5 Prismendioptrien zu korrigieren? Ich scheine ja was die Augen anbelangt sensibel zu reagieren, da ich ja auch schon die leichte Hornhautverkrümmung bemerkte. Insofern könnte es sinnvoll sein, die Winkelfehlsichtigkeit ebenfalls zu korrigieren?
Wie sind hier die Erfahrungen?

Vielen Dank!

Benutzeravatar
optikgutachter
Beiträge: 3983
Registriert: Montag 20. Juni 2011, 15:31
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon optikgutachter » Mittwoch 14. August 2019, 10:10

Ob es Sinn macht können wir hier nicht beurteilen.
Wenn es hilft und die Lösung darstellt: Sicher, anfertigen lassen.
http://www.optikgutachter.de Der Wahrheit verpflichtet.

marcelm
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 9. August 2019, 10:12

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon marcelm » Mittwoch 14. August 2019, 11:01

Die Frage, die ich mir eben stelle, ist ja ob es was hilft bei dieser geringen Abweichung.
Der Optiker hat mir mit und ohne Prisma Testbilder gezeigt und ich konnte so keinen subjektiven Unterschied feststellen - dennoch ist die Abweichung aber da. Daher frage ich mich eben, ob so eine geringe Abweichung für meine Symptome verantwortlich sein könnte oder nicht.
Ich vermute mal, dass ich das aber nur durch Testen herausfinden werden. Blöd ist nur, dass meine Brille gerade mal ein paar Woche alt ist und ich nun wieder neue Gläser machen müsste :(

marcelm
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 9. August 2019, 10:12

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon marcelm » Donnerstag 15. August 2019, 16:57

Ich habe als Brillenneuling noch eine Frage.

Heute Vormittag hatte ich eine zeitlang meine Brille abgesetzt und auf einmal wurde es mir richtig übel und mir war auch leich schwindelig. Dieser Zustand hielt ca. 5 Stunden an und ich konnte mir nicht erklären was da vor ging, da ich die Brille auch nicht an hatte. Wenn ich dann irgenwelche Dinge länger angestarrt hatte, kam es mir so vor als würde sich alles ganz leicht bewegen. Das hat mir dann auch gleich noch ein bisschen Angst gemacht...

Als sich mein Zustand dann wieder besserte und ich die Brille wieder aufzog fiel mir ebenfalls auf, dass sich bei fixieren eines Punktes und gleichzeitiger Bewegung des Kopfes die Umgebung bewegt bzw. leicht verzieht - so wie bei meinem Schwindelanfall.
Nun frage ich mich, kann es sein, dass mein Gehirn aktuell aufgrund der Brille durcheinander kommt? Ich hab mich dann hingelegt und wollte etwas schlafen und da ist mir im Halbschlaf auch immer der Rahmen der Brille (wohlgemerkt bei geschlossenen Augen) aufgefallen...
Das kommt mir schon etwas komisch vor, vor allem da ich die Brille ja jetzt schon eine Woche habe.

Ist es dann sinnvoll da quasi durchzutauchen oder sollte ich dann eher die Brille eine zeitlang absetzen?

Danke und schöne Grüße
Marcel

Benutzeravatar
Eberhard Luckas
Beiträge: 2738
Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:37
Wohnort: Brunsbüttel
Kontaktdaten:

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon Eberhard Luckas » Donnerstag 15. August 2019, 18:43

Moin Marcel,
ich rate zum Tragen der Brille, aber die Prismen müssen geprüft werden.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

marcelm
Beiträge: 9
Registriert: Freitag 9. August 2019, 10:12

Re: Fragen zur neuen Fernsichtbrille

Beitragvon marcelm » Donnerstag 15. August 2019, 19:01

Hallo Eberhard,

habe schon die neuen Gläser mit den Prismen bestellt, dauert wohl aber noch eine Woche bis ich sie bekomme...
Wie gesagt war die Abweichung nur ganz gering, möchte es aber trotzdem mal probieren.

In dem Fall haben aber die von mir genannten Symptome, weniger mit der Eingewöhnung zu tun sondern sind eher der Winkelfehlsichtigkeit zuzuschreiben?
Wie gesagt, hatte ich sowas bisher noch nie, auch nicht als ich noch keine Brille hatte.
Vermutlich liegt es auch daran, dass ich die jetzige Brille immer wieder mal abnehmen muss, da ich in der Ferne nur schwer was erkennen kann...


Zurück zu „Fragen zur Brille“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste