Ist der Scheuer "bescheuert"?

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kowalski
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Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon kowalski » Mittwoch 6. Februar 2019, 15:20


Master
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon Master » Mittwoch 6. Februar 2019, 15:48

Ist von diesem Minister etwas anderes zu erwarten?
Auch hier zeigt sich doch wieder, daß er ein Höfling der Autoindustrie ist.
Liebe Kolleginnen/en aus Bayern, bitte nicht falsch verstehen,
aber seit die CSU die Verkehrsminister stellt, kommt doch nur noch Murks von dort.

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Saibaba
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon Saibaba » Mittwoch 6. Februar 2019, 16:48

Ja, der Scheuer. Möglicherweise gibts ja einen guten Job nach der Politikkarriere in München, oder Ingolstadt. Dafür kann man sich dann schon mal entblöden. Im schlimmsten Fall meint er es aber auch ernst und glaubt wirklich daran. :lol: :lol: :mrgreen:

ronja
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon ronja » Mittwoch 6. Februar 2019, 18:49

Weil ältere Semester meist auch gar nicht stur sind.
Von wegen "ich bin so lange unfallfrei" - mit Glück und weil andere oft mitsehen und mitdenken.
Kann man manche Leute einfach aus der Politik entfernen? :roll:

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GodEmperor
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon GodEmperor » Mittwoch 6. Februar 2019, 21:36

Meiner Meinung nach steckt der der Autoindustrie sowas von im Arsch, dass er eigentlich nen Rosettenabdruck an den Knöcheln haben müsste.

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DI Michael Ponstein
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon DI Michael Ponstein » Donnerstag 7. Februar 2019, 10:19

Mal abgesehen von der politischen oder persönlichen Einstellung des Herrn Scheuer, aber mal Butter bei die Fische, ich möchte im Alter mobil sein können, und wenn es ein meinetwegen ein autonomes System ist, was mir diese Möglichkeit liefert, werde ich das wohl nutzen, sofern ich mir das leisten kann. Wenn ich mir das ansehe, dass Infrastruktur nur in Städten oder gar Großstädten stattfindet, muss es Alternativen in den ausgelassenen Freiräumen geben und die gibt es zumindest derzeit zu Hauf. Aktuell ist z.B. auf dem Dorf meiner Mutter eine Busverbindung, die einmal morgens und einmal gegen Nachmittag durchfährt vorhanden. Ohne ein selbst zu steuerndes Auto wäre sie komplett aufgeschmissen. Das nächste Taxi ist in 6 km Entfernung zu finden und relativ teuer. Ich kann gut verstehen, wenn sich eine ältere Generation dann an die mögliche Technik hält, um wenigstens die Grundversorgung selbstständig durchführen zu können.
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GodEmperor
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon GodEmperor » Donnerstag 7. Februar 2019, 11:05

DI Michael Ponstein hat geschrieben:[…]sofern ich mir das leisten kann.[…]
Ist doch bei dem Superschlagwort der letzten Zeit "Altersarmut" dann wohl nicht zu erwarten. Bei dir vielleicht, aber du brauchst schließlich auch mehrere spezielle Jacken zum Radfahren... :mrgreen:
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon Kalle » Donnerstag 7. Februar 2019, 14:20

Schon 1989 habe ich mit einem großen deutschen Automobilclub im Münchenr Süden, umpfangreiche Testreihen durchgeführt. Damals war auch schon der Verdacht groß, dass ältere Verkehrsteilnehmer schlechter Sehen und auch die Reaktionszeiten extrem lang sind. Die Teste waren eindeutig. Der damalige stellvertr. Chefredakteur des Magazins, das der Club an seine Mitglieder verteilt, hatte versucht, eine entsprechende Verordnung ins Leben zu rufen. Die wurde von der Regierung abgelehnt und auf die Selbstverantwortung der Bürger verwiesen. Deshalb sind in den Sattelschleppern die als Bremsen.- etc Test´s machmal in Städten auftauchen, "freiwillige Sehtest´s" eingebaut. Der Bürger soll nicht zu irgend etwas gezwungen werden.
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon Master » Donnerstag 7. Februar 2019, 14:44

DI Michael Ponstein hat geschrieben:Mal abgesehen von der politischen oder persönlichen Einstellung des Herrn Scheuer, aber mal Butter bei die Fische, ich möchte im Alter mobil sein können, und wenn es ein meinetwegen ein autonomes System ist, was mir diese Möglichkeit liefert, werde ich das wohl nutzen, sofern ich mir das leisten kann. Wenn ich mir das ansehe, dass Infrastruktur nur in Städten oder gar Großstädten stattfindet, muss es Alternativen in den ausgelassenen Freiräumen geben und die gibt es zumindest derzeit zu Hauf. Aktuell ist z.B. auf dem Dorf meiner Mutter eine Busverbindung, die einmal morgens und einmal gegen Nachmittag durchfährt vorhanden. Ohne ein selbst zu steuerndes Auto wäre sie komplett aufgeschmissen. Das nächste Taxi ist in 6 km Entfernung zu finden und relativ teuer. Ich kann gut verstehen, wenn sich eine ältere Generation dann an die mögliche Technik hält, um wenigstens die Grundversorgung selbstständig durchführen zu können.

Ich möchte den älteren Menschen auf keinen Fall die Möglichkeit der eigenen Mobilität absprechen.
Bei regelmässigen Sehtesten können wir ja größtenteils die Menschen in die Lage versetzten, wieder gut zu sehen.
Nur darum geht es.

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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon sachsenmeisterin » Donnerstag 7. Februar 2019, 14:57

Es geht doch noch nicht mal nur ums gute Sehen. Es geht auch um Hören und Reaktionsvermögen. Ich hatte das mit meiner Mama, nach ihrem ersten Schädel-Hirn-Trauma. Da wurden Tests gemacht mit der Empfehlung, doch ein paar Wochen noch aufs Autofahren zu verzichten. Um es mal deutlich zu machen, wir sprechen hier von jemanden, die nach der Schädelverletzung rechts/links und oben/unten nicht mehr unterscheiden konnte, akut sturzgefährdet war und ein Konzentrationsvermögen gen Null hatte.
Wir haben allen Ernstes die Batterie aus dem Auto ausgebaut, weil wir Angst hatten, sie versucht sich wieder.
Um solche Fälle geht es doch hauptsächlich, und die sind noch nicht mal altersabhängig.
Der Scheuer sollte sich mal mit Polizisten an der Basis unterhalten.
Wenn man so sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zuläßt, hat man das Gefühl, daß er immer noch experimentiert.
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DI Michael Ponstein
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon DI Michael Ponstein » Donnerstag 7. Februar 2019, 15:03

Wenn ein Fahrzeug in Zukunft auf Zuruf dorthin fährt, wohin ich will, wird alles was ihr hier schreibt nicht mehr nötig sein. Ich verstehe unter autonomen fahren, dass nicht mehr der Fahrer lenkt, schaltet und bremst, sondern das Fahrzeug. Ob das versicherungsrechtlich möglich ist, keine Ahnung, technisch auf jeden Fall.
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Lutz
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon Lutz » Donnerstag 7. Februar 2019, 15:50

Ich bin natürlich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, keine Frage. Wir kommen aber nicht darum herum, ein gewisses "Restrisiko" in Kauf zu nehmen, auch wenn wir stärker reglementieren.

-> regelmäßiger Sehtest (muß ein älterer Mensch auf seinem wöchentlichen innerörtlichen Weg zum Supermarkt/Arzt jedes Autobahnschild aus 200m Entfernung lesen können?)
-> Reaktionstests (wer legt die angemessene Reaktionszeit fest?)
-> Herzinfarktrisiko (Fahrverbot für Kettenraucher ab einem Alter von 55 Jahren?)
-> Sterberisko (Männer dürfen bis 78 Jahren Autofahren, Frauen bis 84, und was ist mit "diversen"?)
-> Keine Auffahrt mehr auf eine Autobahn ab einer gewissen Verkehrsdichte?
-> Tempolimits innerorts: Schrittgeschwindigkeit, Autobahnen: 50 km/h -> schwere Unfälle werden deutlich weniger werden.

Wo sind die Grenzen des Sinnvollen/Akzeptablen?

"STVO, § 1
Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht."

=> Man darf auch mal hinter einem langsameren, älteren Verkehrsteilnehmer herfahren. Man darf ihm auch mal beim Abbiegen die Zeit zugestehen, die er für sicheres Handeln braucht, auch wenn man selber schneller wäre.
Ist es legitim, die eigene Freiheit/Mobilität höher zu bewerten als die des älteren Mitbürgers?

[Anmerkung: die Verkehrsteilnehmer, über die ich mich täglich aufregen könnte, sind mehrheitlich deutlich diesseits des Rentenalters. Nur mal so nebenbei...]
Zuletzt geändert von Lutz am Donnerstag 7. Februar 2019, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon Roland A. Frank » Donnerstag 7. Februar 2019, 16:22

Lutz hat geschrieben:....
"STVO, § 1
Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht."

=> Man darf auch mal hinter einem langsameren, älteren Verkehrsteilnehmer herfahren. Man darf ihm auch mal beim Abbiegen die Zeit zugestehen, die er für sicheres Handeln braucht, auch wenn man selber schneller wäre.
Und man kann - nicht muss- beim "Grünen Pfeil" weiterfahren... (anhalten tut da sowieso fast keiner)
Ist es legitim, die eigene Freiheit/Mobilität höher zu bewerten als die des älteren Mitbürgers?

[Anmerkung: die Verkehrsteilnehmer, über die ich mich täglich aufregen könnte, sind mehrheitlich deutlich diesseits des Rentenalters. Nur mal so nebenbei...]


genau!
Zuletzt geändert von Roland A. Frank am Donnerstag 7. Februar 2019, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon Kalle » Donnerstag 7. Februar 2019, 16:27

Lutz hat geschrieben:Ich bin natürlich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, keine Frage. Wir kommen aber nicht darum herum, ein gewisses "Restrisiko" in Kauf zu nehmen, auch wenn wir stärker reglementieren.


=> Man darf auch mal hinter einem langsameren, älteren Verkehrsteilnehmer herfahren. Man darf ihm auch mal beim Abbiegen die Zeit zugestehen, die er für sicheres Handeln braucht, auch wenn man selber schneller wäre.
Ist es legitim, die eigene Freiheit/Mobilität höher zu bewerten als die des älteren Mitbürgers?

[Anmerkung: die Verkehrsteilnehmer, über die ich mich täglich aufregen könnte, sind mehrheitlich deutlich diesseits des Rentenalters. Nur mal so nebenbei...]

Eben erst erlebt. Junge Mütter die ihre Kinder von der Schule abholen. Die sorgen täglich durch haarsträubende Fahrmanöver für mega gefährliche Situationen. Hier werden alle Verkehrsregel bewußt misachtet. Warum ist das so schlimm? Weil man auf Kinder im Staßenverkehr mehr Rücksicht nehmen soll. Das wird dort mit Füßen getreten. Einmal hat die Mutter selber Kinder im Auto die diese Fahrweise hautnah mitbekommen, Zum Anderen werden andere Kinder, egal ob bei der Mutter im Auto, oder zu Fuß bedrängt und gefährdet.
Rücksicht ist angesagt!
Kalle
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Distel
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Re: Ist der Scheuer "bescheuert"?

Beitragvon Distel » Freitag 8. Februar 2019, 10:06

Kalle hat geschrieben:Eben erst erlebt. Junge Mütter die ihre Kinder von der Schule abholen. Die sorgen täglich durch haarsträubende Fahrmanöver für mega gefährliche Situationen. Hier werden alle Verkehrsregel bewußt misachtet. Warum ist das so schlimm? Weil man auf Kinder im Staßenverkehr mehr Rücksicht nehmen soll. Das wird dort mit Füßen getreten. Einmal hat die Mutter selber Kinder im Auto die diese Fahrweise hautnah mitbekommen, Zum Anderen werden andere Kinder, egal ob bei der Mutter im Auto, oder zu Fuß bedrängt und gefährdet.
Rücksicht ist angesagt!
Kalle

Das Problem sind oftmals die Eltern, in einer Schule „erzieht“ man die Eltern gemeinsam mit den Kinder. Im lokalen WDR wurde über dieses Projekt berichtet, die kontinuierliche Arbeit der engagierten Lehrer und Eltern hat sich bewährt.
Die Vorgehensweise hat sich in 5 Jahren immer weiter perfektioniert. Nachahmenswert :!:
https://www1.wdr.de/mediathek/video-her ... s-100.html

Wie wichtig ein Umdenken der Eltern ist, zeigt dieser tödliche Unfall einer 8jährigen. Die Mutter brachte ihr Kind mit dem Elterntaxi zur Schule. Eine andere Mutter erfasste das Mädchen, nachdem sie selbst als Elterntaxifahrerin unterwegs war.
https://rp-online.de/nrw/staedte/moench ... d-35026325
Tragisch... die Schulpfegschaft hatte die Gefahr kommen gesehen.
https://rp-online.de/nrw/staedte/moench ... d-34958117
Nemo me impune lacessit - Niemand reizt mich ungestraft


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