Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

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Lucian
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Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Lucian » Montag 9. Januar 2017, 20:55

Was würdet ihr wählen aus diesen selbstönenden Brillengläsern:

1. Essilor Transitions VII mit Beschichtung Prevence 1.6 = 310 euro
2. Zeiss Photofusion mit Beschichtung BlueProtect 1.6 = 285 euro
3. Hoya Sensity mit Beschichtung BlueControl 1.6 = 322 euro
4. Rodenstock ColorMatic 1.6 = 280 euro

Sehstärke:
Rechts/Links Sph - 2,25 Cyl +0,75

Zur Zeit habe ich noch folgende Gläser: Essilor mit Transitions V, Essilor Xtra Transitions (2013), Zeiss Photofusion (2012).
Alle sind grau. Braun hatte ich noch nicht und mag ich auch nicht.

Ich würde evtl. Hoya nehmen, nachdem ich einige Clips auf YouTube gesehen habe.
Was würdet ihr empfehlen?

Danke für die Meinungen!!!

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Roland A. Frank
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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Roland A. Frank » Montag 9. Januar 2017, 22:34

Lucian hat geschrieben:...Ich würde evtl. Hoya nehmen, nachdem ich einige Clips auf YouTube gesehen habe.


Ob man eine Kaufentscheidung von einem Youtube-Clip abhängig machen sollte.....

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Distel
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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Distel » Dienstag 10. Januar 2017, 01:37

Die meisten Augenoptiker arbeiten mit ein bis zwei Hauptlieferanten.
Daher wird vermutlich kaum ein Kollege über eigene Erfahrungen mit allen vier Produkte verfügen.

Zwei Brillengläser allein führen noch nicht zum gutem, bequemen Sehen!
Die Brillenwerte müssen bestimmt werden, die Fassung muss ausgesucht und angepasst werden, die Montagepunkte müssen festgelegt werden und von der Werkstatt auch eingehalten werden...um nur die wichtigsten zu nennen.
Je präziser die einzelnen Arbeitsschritte ausgeführt werden, umso besser ist das endgültige Produkt.
:arrow: Kaufen würde ich in dem Geschäft, dass bei mir den professionellsten Eindruck hinterlassen hat.

Ansonsten könnten Berater weiterhelfen, die sich auf den Blick in die Zukunft spezialisiert haben. :wink:

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DI Michael Ponstein
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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon DI Michael Ponstein » Dienstag 10. Januar 2017, 10:17

die Frage mit der jeweiligen Beschichtung ist noch zu klären. Alle Beschichtungen sind UV Blau reduzierend!
Refraktionieren mit Spaß!? moderne, mobile und individuelle Refraktions-Teste für´s Tablet von iPadMeikel - für Nah-, Fern-, LowVision, Arbeitsplatzprüfung.
Info hier! http://www.optik-freise.de/ipadmeikel.htm

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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Linse4me » Donnerstag 12. Januar 2017, 11:54

Frage an die Zeiss Kenner:

Zeiss Photo Fusion ist auch ein Transitions VII Derivat od. doch ein ziemlich eigenständiges Produkt?
Bzw. gibt es z.b. bezüglich Tönung, Geschwindigkeit usw. einen Unterschied, falls wer vielleicht beide Hersteller im Programm hat.

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DI Michael Ponstein
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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon DI Michael Ponstein » Donnerstag 12. Januar 2017, 15:49

ich habe 3 typen Transitions, Colormatic IQ und Photofusion.
Trans + PhFus sind ähnlich in Geschwindigkeit und Farbe, grau ist echter, braun ist brauner
Colormatic IQ grau ist braun grau und braun ist orangener - Schnelligkeit ähnlich.

Photofusion ist laut Adler eine Eigenentwicklung, da man vom Essilor Tochterunternehmen unabhängig sein wollte.
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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Linse4me » Donnerstag 12. Januar 2017, 21:27

@DI Michael Ponstein

Danke für die umfassende Antwort, die mir gerade hinsichtlich des Seheindruckes der verfügbaren Farben sehr hilft.
Momentan im Überlegungsprozeß mir wieder mal eine zusätzl. Brille zu spendieren, speziell der Hinweis, dass das grau von Transitions u. das grau von Photofusion sehr ähnlich in der wahrnehmbaren Wirkung sind.
Interessant auch der Vergleich mit Colormatic, da ich bislang mit Essilor Transitions u. Colormatic persönliche Erfahrungen habe.

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Distel
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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Distel » Freitag 13. Januar 2017, 11:49

Linse4me hat geschrieben:Momentan im Überlegungsprozeß mir wieder mal eine zusätzl. Brille zu spendieren, speziell der Hinweis, dass das grau von Transitions u. das grau von Photofusion sehr ähnlich in der wahrnehmbaren Wirkung sind.

.... auch graue Gläser unterscheiden sich. :roll:

Das Zeiss-Grau der farbvariblen Mustergläser hatte bislang einen ausgeprägten Blaustich mit einem leichten Touch violett.*
Das Transition-Grau hingegen entsprach fast dem Neutral-Grau mit einer grünlichen Komponente.*
Gerade für Menschen, die Farbnuancen wahrnehmen, ist es immer günstig Originalmustergläser zu betrachten.

* im belichteten Zustand
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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Linse4me » Freitag 13. Januar 2017, 15:11

Distel hat geschrieben:
Linse4me hat geschrieben:
Das Zeiss-Grau der farbvariblen Mustergläser hatte bislang einen ausgeprägten Blaustich mit einem leichten Touch violett.*
Das Transition-Grau hingegen entsprach fast dem Neutral-Grau mit einer grünlichen Komponente.*


Jetzt muß ich zur Abklärung nachfragen:
- Geht es bei deiner obigen Aussage schon noch um den Seheindruck wenn ich durch das jeweilige Glas schaue, oder betrifft es die Wirkung wenn jemand auf die Gläser schaut.

- Warum die Aussage z.b. bei Zeiss hatte...
Gilt es für neue Anfertigungen nicht mehr, oder soll die Formulierung nur darauf hinweisen, dass es für Anfertigungen bis heute so ist.

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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Eberhard Luckas » Freitag 13. Januar 2017, 15:39

Moin,
als Brillenträger merkt man die Tönung kaum, außer eventueller Farbunterschiede und Verfälschung. Eher betrifft es das Aussehen.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Distel » Freitag 13. Januar 2017, 17:58

Eberhard Luckas hat geschrieben:Moin,
als Brillenträger merkt man die Tönung kaum, außer eventueller Farbunterschiede und Verfälschung. Eher betrifft es das Aussehen.

Da ich selbst extrem auf Farben reagiere, habe ich andere Erfahrungen gemacht.
Gerade für Menschen, die Farbnuancen wahrnehmen, ist es immer günstig Originalmustergläser zu betrachten und danach zu entscheiden.

Linse4me hat geschrieben:Jetzt muß ich zur Abklärung nachfragen:
- Geht es bei deiner obigen Aussage schon noch um den Seheindruck wenn ich durch das jeweilige Glas schaue, oder betrifft es die Wirkung wenn jemand auf die Gläser schaut. (1)

- Warum die Aussage z.b. bei Zeiss hatte... (2)
Gilt es für neue Anfertigungen nicht mehr, oder soll die Formulierung nur darauf hinweisen, dass es für Anfertigungen bis heute so ist.

(1) sowohl, als auch - bei Menschen, die gut beobachten können und für die das Farbempfinden wichtig ist.
Vielen Brillenträgern fällt es nicht auf.
(2) Mein Aufgabenbereich hat sich verlagert, daher habe ich die neue Generation der farbveränderlichen Gläser noch nicht im direkten Vergleich abmustern können.
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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Anisotrop » Freitag 13. Januar 2017, 20:23

Linse4me hat geschrieben:wenn ich durch das jeweilige Glas schaue...


abgesehen von den diversen Eigenschaften der Antireflex u. sonstigen Brillenglasbeschichtungen...
bezüglich des phototropen Verhaltens gilt grundsätzlich:
'rein' grau einfärbende Gläser haben nur eine Licht reduzierende Wirkung ohne das Farbempfinden des Brillenträgers zu beeinflussen.
alle anders als grau einfärbenden Gläser beeinflussen das Farb- u. Kontrastsehen mehr oder weniger und werden manchmal auch speziell dahingehend ausgewählt.

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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Robin » Samstag 14. Januar 2017, 10:35

[
(ist so eigentlich sogar irreführend und falsch)
Zuletzt geändert von Robin am Donnerstag 16. März 2017, 14:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Eberhard Luckas
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Re: Vergleich selbstönender Brillengläser: Essilor/Zeiss/Hoya/Rodenstock

Beitragvon Eberhard Luckas » Samstag 14. Januar 2017, 11:25

Moin,

mal zu meinen Erfahrungen: Graue Transition oder Photofusion trage ich zur Zeit. Keine Farbverfälschung. Braune Transition habe ich mal genommen und bei einem Urlaub in Sans Fee sah ich die eigentlich grau-grünen Tannennadeln auf den Waldwegen rötlich braun. Sehr irritierend.
Grüne Transition führen bei mir zu Kontrastproblemen im Gegenlicht wie auch G15 oder ähnliche. Das mag am Alter liegen und der nicht mehr weißen Augenlinse. ;)
Also wie gesagt, nur meine Empfindungen.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister


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