Grauer Star

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Grauer Star

Beitragvon Maulwurfn » Samstag 2. März 2013, 01:24

Da ich nicht genau weiß, wohin mit meiner Frage, stelle ich sie mal hier.

Dieses Mal geht es nicht um mich, sondern um meine Schwiegermutter. Sie erzählte mir, dass sie demnächst operiert werden soll (grauer Star). Was mich erstaunt hat ist der Umstand, dass sie für die OP einen Eigenanteil von ca. 500 € leisten soll, davon habe ich bislang noch nie gehört und auch nach den Informationen, die ich im Internet gefunden habe, wird diese OP eigentlich von der Krankenkasse (sie ist ganz normal gesetzlich versichert) übernommen.

Was ich jetzt nicht genau weiß ist, ob die OP stationär oder ambulant stattfindet. Ich könnte mir vorstellen, dass sie stationär gemacht werden muss, weil meine Schwiegermutter verschiedene Medikamente (u. a. Macumar) einnehmen muss. Aber müsste dann die KK die Kosten in diesem Fall nicht trotzdem tragen, weil eine ambulante OP zu riskant wäre? (Wie gesagt, wenn es so ist, dass sie aufgrund einer Vorerkrankung nicht ambulant behandelt werden kann).

Ich weiß, dass ich hier nicht in einem Ärzteforum bin, aber vielleicht weiß ja irgendwer von euch da was. Danke schon mal.
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Re: Grauer Star

Beitragvon nixblicker » Samstag 2. März 2013, 10:36

rechtlichen rat kann dir nur ein anwalt geben.

ich würde aber denken, dass die kk die Operation bezahlt. Ruf doch einfach mal die krankenkasse deiner schwiegermutter an, und frag nach, was über die kassenleistung hinausgeht.

Weiterhin würde ich den behandelnden arzt fragen, welcher teil der behandling nicht von der gkv getragen wird.

gruß,

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Re: Grauer Star

Beitragvon DI Michael Ponstein » Samstag 2. März 2013, 10:48

Maulwurfn hat geschrieben:Da ich nicht genau weiß, wohin mit meiner Frage, stelle ich sie mal hier.

Dieses Mal geht es nicht um mich, sondern um meine Schwiegermutter. Sie erzählte mir, dass sie demnächst operiert werden soll (grauer Star). Was mich erstaunt hat ist der Umstand, dass sie für die OP einen Eigenanteil von ca. 500 € leisten soll, davon habe ich bislang noch nie gehört und auch nach den Informationen, die ich im Internet gefunden habe, wird diese OP eigentlich von der Krankenkasse (sie ist ganz normal gesetzlich versichert) übernommen.

Was ich jetzt nicht genau weiß ist, ob die OP stationär oder ambulant stattfindet. Ich könnte mir vorstellen, dass sie stationär gemacht werden muss, weil meine Schwiegermutter verschiedene Medikamente (u. a. Macumar) einnehmen muss. Aber müsste dann die KK die Kosten in diesem Fall nicht trotzdem tragen, weil eine ambulante OP zu riskant wäre? (Wie gesagt, wenn es so ist, dass sie aufgrund einer Vorerkrankung nicht ambulant behandelt werden kann).

Ich weiß, dass ich hier nicht in einem Ärzteforum bin, aber vielleicht weiß ja irgendwer von euch da was. Danke schon mal.

liegt vermutlich an der ausgesuchten linse.
einige krankenhäuser verlangen für die linse mit uv blocker einen aufpreis, andere nicht.
da sollte man sich nochmals genauer informieren, was ausgemacht ist.

weitere möglichkeit ist das linsendesign, reine Fernlinse oder Multifokallinse. Beides Denkbar. Allerdings zahlt die Kasse nur Fernlinse.
mit dem iPad besser refraktionieren!
Refraktions-Teste mit Ihrem Logo?!

Info hier! viewtopic.php?f=31&t=9230&p=34985#p34985
und iPadMeikels News hier: https://www.yousendit.com/download/TEhY ... TGh3SGNUQw
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Re: Grauer Star

Beitragvon wörterseh » Samstag 2. März 2013, 19:28

Es werden auch Linsen mit einem "Blauschutz" (über den UV Schutz hinaus) eingesetzt. Diese bieten nochmals einen besseren Schutz vor eventuellen Folgeschäden.
Fordere eine genaue Info über die empfohlene Linse und lass Dir den Aufpreis erklären.
Sollte wirklich eine solche Linse geplant sein, halte ich so etwas immer für eine gute, sinnvolle Empfehlung!
LG
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Re: Grauer Star

Beitragvon Maulwurfn » Samstag 2. März 2013, 19:51

Danke erstmal für die Antworten. Morgen sehe ich meine Schwiegermutter wieder, dann werde ich mal genau fragen, was sie für eine Linse bekommt und warum sie mehr kostet. Ich hatte mich halt nur gewundert, ich habe von einigen Leuten persönlich gehört, dass sie oder ein Verwandter/Bekannter wegen grauem Star operiert wurden, aber mir war halt neu, dass diese OP etwas kostet (kosten kann).
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Re: Grauer Star

Beitragvon Michel B. » Samstag 2. März 2013, 20:18

`Meist ist der Aufpreis für Multifokallinsen...
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Re: Grauer Star

Beitragvon Karoshi » Sonntag 3. März 2013, 03:12

KataraktOP ambulant dauert etwa 7 (sieben) Minuten. Die Vorbereitung dauert länger.
Unbedingt auf eine Linse der neuesten Generation achten! Ohne UV-Filter wäre fatal, mit blaufilter verringert die Blendempfindlichkeit etwas.
Des Menschen Leben gleicht der Brille. Man macht viel durch. -- Heinz Erhardt
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Re: Grauer Star

Beitragvon wörterseh » Sonntag 3. März 2013, 09:32

Karoshi hat geschrieben:... mit blaufilter verringert die Blendempfindlichkeit etwas.

...ein netter Nebeneffekt! Der Blaufilter schützt die Netzhaut vor der Einwirkung des energiereichen, blauen Lichtanteils. Die Trübung der Linse ist lästig, stellt aber gleichzeitig einen "Filter" geg. den blauen Lichtanteil dar. Dadurch baut sich der natürliche Schutz im Auge ab. (Ähnlich dem Pigmentabbau der Haut im Winter) Die Rezeptoren der Netzhaut stehen nach der OP plötzlich ohne Schutz da, damit an diesen kein Schaden entsteht: Blaufilter!
LG
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Re: Grauer Star

Beitragvon Maulwurfn » Sonntag 3. März 2013, 17:49

So, ich hab heute nochmal mit meiner Schwiegermutter gesprochen. Leider bin ich nicht wirklich schlauer geworden, was für Linsen sie bekommt, ich habe den Eindruck sie weiß es selbst nicht genau :?

Ich habe mir den Kostenvoranschlag zeigen lassen, auch dort steht nicht, um welche Linsen es sich handelt. Dort steht nur Betrag X für diese Untersuchung, Betrag Y für jene und je Linse (dort stand nur Intraokularlinse, nichts weiter) 250,00 €.

Auf meine Frage hin, was mit dieser Linse denn korrigiert wird, ob nur die Fernleistung, nur die Nähe, zuckte sie mit den Schultern. Eigentlich war sie nie kurzsichtig, sie brauchte nur seit Jahren eine Lesebrille, von daher hätte ich gedacht, dass eine Standardlinse, die nur den Nahbereich mitkorrigiert, doch eigentlich in der Kassenleistung enthalten sein müsste. Aber sie erzählte, dass ihr Arzt ihr gesagt habe, dass sie evtl. nach der OP auch weiterhin eine Lesebrille bräuchte. Also nehme ich an, dass irgendwie GAR NICHTS korrigiert wird und praktisch nur eine Linse eingesetzt wird, mit welcher der Schleier verschwindet (mal laienhaft ausgedrückt).

Einzig und allein die Zuzahlung für die "Blaufärbung" habe ich verstanden, sie nannte es eine "Autofahrerlinse". Aber diese Färbung rechtfertigt ja nun wohl keine Zuzahlung von 500 € für beide Linsen.
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Re: Grauer Star

Beitragvon benkhoff » Sonntag 3. März 2013, 18:04

Maulwurfn hat geschrieben:Aber diese Färbung rechtfertigt ja nun wohl keine Zuzahlung von 500 € für beide Linsen.

warum nicht? Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur für das, was medizinisch dringend nötig und grade eben ausreichend ist (also in Schulnoten 4- ist gut genug für die Versicherten). Alles andere halten die Kassen für "Luxus", das muß man selber tragen. Höchstwahrscheinlich hat man Ihre Schwiegermutter einfach "nur" vom "Schleier" befreit, und für die Nähe braucht Sie weiterhin eine Lesebrille (wie gewohnt, so wird es meistens gemacht). Hätte man ihr die Nahwerte zum Lesen "eingebaut" (also Lesen ohne Lesebrille), so bräuchte Sie ständig eine Brille, wenn Sie weiter als ca. 1m schaut, zB. TV schauen oder Gehen. Dies wäre aber völlig ungewohnt... :wink:
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Re: Grauer Star

Beitragvon machtnix » Sonntag 3. März 2013, 18:40

Vielleicht hat der Preis ja auch mit der Art und Weise zu tun, wie die alte, getrübte Augenlinse entfernt wird? Ich kenne Fälle, da wird ein besonderer Femto-Laser benutzt, um die alte Linse schonender zu entfernen. Das kostet einiges extra.
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Re: Grauer Star

Beitragvon Maulwurfn » Sonntag 3. März 2013, 19:42

benkhoff hat geschrieben:
warum nicht? Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur für das, was medizinisch dringend nötig und grade eben ausreichend ist (also in Schulnoten 4- ist gut genug für die Versicherten). Alles andere halten die Kassen für "Luxus", das muß man selber tragen. Höchstwahrscheinlich hat man Ihre Schwiegermutter einfach "nur" vom "Schleier" befreit, und für die Nähe braucht Sie weiterhin eine Lesebrille (wie gewohnt, so wird es meistens gemacht). Hätte man ihr die Nahwerte zum Lesen "eingebaut" (also Lesen ohne Lesebrille), so bräuchte Sie ständig eine Brille, wenn Sie weiter als ca. 1m schaut, zB. TV schauen oder Gehen. Dies wäre aber völlig ungewohnt... :wink:


Gut, dass nun keine Korrektur der Sehschwäche stattfindet, habe ich verstanden, auch die Begründung. Aber ich weiß von einer Bekannten, die gerade erst letzte Woche die OP am ersten Auge durchführen lassen hat, dass sie für ihre Linsen (ebenfalls mit Blaulichtfilter) gerade mal 80 Euro zahlen muss. Und wenn ich diese Seite

http://www.hessemer-augen.de/index.cfm/ ... id/115.cfm

anschaue, dann verstehe ich das so, dass dieser Filter zu den Standardleistungen dazugehört. Also wird sie vielleicht doch irgendwelche "Premium"-Linsen bekommen, allerdings weiß niemand so genau, welche und warum :|

Wenn ich mir die Preise auf dieser Seite ansehe, dann frage ich mich allerdings schon, wie ein Durchschnittsrentner (und es sind ja wohl hauptsächlich Rentner, die vom grauen Star betroffen sind) das bewältigen will, sollte er beispielsweise eine torische Premiumlinse haben wollen :(
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Re: Grauer Star

Beitragvon Maulwurfn » Sonntag 3. März 2013, 19:44

machtnix hat geschrieben:Vielleicht hat der Preis ja auch mit der Art und Weise zu tun, wie die alte, getrübte Augenlinse entfernt wird? Ich kenne Fälle, da wird ein besonderer Femto-Laser benutzt, um die alte Linse schonender zu entfernen. Das kostet einiges extra.


Naja, auf dem KVA stand ja, dass die Linsen jeweils 250 € mehr kosten. Alle anderen Kosten für Vor-/Nachuntersuchungen etc. waren ja extra aufgeführt. Von daher kann ich mir nicht vorstellen, dass diese 500 € der Aufpreis für den Laser sind.
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Re: Grauer Star

Beitragvon vidi » Montag 4. März 2013, 10:27

Gerne wird noch eine besonders genau Messung angeboten, die bewirkern soll, dass die eingesetzte Linse noch genauer der gewünschten Wirkung entspricht, also z.B. 0 dpt für die Ferne. Denn meistens bekommen die Operateure das nicht 100%ig hin. Ein kleiner Rest bleibt meistens über. Es gibt auch IOL, die im Nachhinein in der Stärke noch geändert werden können.
Gruß
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Re: Grauer Star

Beitragvon Maulwurfn » Montag 4. März 2013, 23:29

Ich habe heute noch eine Bekannte gefragt, die vor relativ kurzer Zeit beide Augen hat operieren lassen. Sie war sich nicht mehr sicher, was für Linsen sie bekommen hat, meinte aber, so um die 200 Euro (entweder pro Linse oder für beide zusammen, wie gesagt, da war sie unsicher) gezahlt zu haben.

Aber wenn meine Schwiegermutter auch selbst nicht genau weiß, welche Linsen eingesetzt werden, ja dann kann ihr wohl niemand helfen :?

Trotzdem Danke für die Erklärungen hier.
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