Brillenglaser bei starker Hornhautverkrümmung, verzerrte Ränder

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alaina1507
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Brillenglaser bei starker Hornhautverkrümmung, verzerrte Ränder

Beitragvon alaina1507 » Mittwoch 23. November 2022, 21:49

Hallo,

Bei mir gibt es folgendes Problem:
Habe jetzt nach Jahren des nicht-perfekt-Sehens mich für Sehtest und 1. Brille entschieden. Bin zu einer bekannten Optikerkette, Sehtest wurde gemacht. Ergebnis:
R Sph -1 Cycl -2 Achse 179
L Sph -1.25 Cycl -2 Achse 5

Der Mann beriet mich zu den Gläsern, meinte bei meiner Sehstärke würden auch Standard Gläser reichen für 39€, aber die etwas dünneren wären halt leichter. Ich, da ich die Brille nur gelegentlich tragen will, sage ich nehme die Standard, er hatte damit kein Problem.

1 Woche später Brille abgeholt, sofort bemerkt: die Gläser sind nichts. Am setlichen und unteren Rand total verbogene / verzerrte Sicht, geradeaus alles scharf. Ich sage es beim Anpassen, die Frau sagt "Sie müssen sich noch an die Brille gewöhnen"
Bin mit der Brille raus und fühlte mich wie in der Hölle. Der Boden total nah ran, ich wirkte sehr klein. Hab dadurch gestampft, getaumelt beim in die Bahn steigen und Treppen laufen hab ich mich mit Brille nicht getraut, also abgezogen.

Solange ich sitze und nur geradeaus auf z.B. PC oder Prof in der Vorlesung gucke ist alles okay, sobald ich laufe wird mir durch den Effekt am unteren Rand total schlecht. Also bin ich am Tag darauf nochmal zum Optiker. Diesmal anderer Mann, guckt Brille und Werte an und sagt mir "Die Gläser sind bei Ihrer Hornhautverkrümmung unbrauchbar. Sie brauchen mindestens die mit Brechungsindex 1,6 (97€) oder sogar die Gläser für 199€. Bei den Standard Gläsern ist der brauchbare Bereich der Gläser zu klein für Sie"
Ich also Gläser für 97€ bestellt, da ich keine 199€ auf die Hand habe. Jetzt lese ich plötzlich im Internet, dass bei starker Hornhautverkümmung oft die höher brechenden Gläser viel schlimmere Effekte am Rand haben...

Ich warte jetzt noch auf die neuen Gläser, aber frage mich, ob ich hier wieder falsch beraten worden bin oder das durchaus Sinn macht, bei Zylinder -2 die dünneren Gläser zu nehmen. Könnte die Verzerrung am Rand noch andere Ursachen haben? Laut dem Mann beim letzten Besuch war die optische Anpassung und die Höhenzentrierung richtig (hat er mit Aufmalen auf die Brille etc. nochmal überprüft)

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GodEmperor
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Re: Brillenglaser bei starker Hornhautverkrümmung, verzerrte Ränder

Beitragvon GodEmperor » Mittwoch 23. November 2022, 22:34

Moinsen!
Deine Hornhautverkrümmung ist nicht unbedingt gewaltig, aber als erste Korrektion schon heftig.
Durch die Lage der Hornhautverkrümmung wird für dich alles "platter" dargestellt als du es gewohnt bist. Das kann dauern, trag sie ein paar Tage/wenige Wochen. Und nicht immer abnehmen. Wie ist deine Brille von der Form? So ne modische Runde?

alaina1507 hat geschrieben:[...]anderer Mann[...]"Bei den Standard Gläsern ist der brauchbare Bereich der Gläser zu klein für Sie"
Sorrey, aber was macht der Typ beruflich?
Rechtschreibung und Zeichensetzung sind frei erfunden, Ähnlichkeiten mit der Realität sind purer Zufall.
Nur ein einziger Parameter ist nötig, um Gottkomplexe, mangelnde Selbstreflektion und Allmachtsfantasien zu erkennen.

alaina1507
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Re: Brillenglaser bei starker Hornhautverkrümmung, verzerrte Ränder

Beitragvon alaina1507 » Mittwoch 23. November 2022, 23:25

GodEmperor hat geschrieben:Durch die Lage der Hornhautverkrümmung wird für dich alles "platter" dargestellt als du es gewohnt bist. Das kann dauern, trag sie ein paar Tage/wenige Wochen. Und nicht immer abnehmen. Wie ist deine Brille von der Form? So ne modische Runde?

Ich hab eben nicht das Gefühl, dass alles für mich "platter" dargestellt wird, sondern eher runder bzw. gebogen an den Rändern. Ich habe gefühlt 1cm^2, in dessen Bereich ich alles scharf und normal sehe, alles andere drumherum, vor allem unten, sieht gebogen aus. Als würde ich durch ein Türspion o.ä. gucken. Türen sind z.B. im oberen Bereich noch gerade und unten plötzlich komisch ründlich verformt. Wenn ich meinen Kopf bewege, bewegt sich somit auch der untere Teil vom Bild, weil die Umgebung sich entweder nach links oder rechts biegt, je nach Kopfhaltung.
Gewöhnung funktioniert nicht, weil mir beim Rumlaufen nach wenigen Minuten massiv schlecht wird dadurch.
Meine Brille ist etwas ründlicher, ja. Müsste eine Panto Form sein.

GodEmperor hat geschrieben:Sorrey, aber was macht der Typ beruflich?

Naja, angeblich Optiker bei F. würd ich mal sagen. Es kam mir in dem Moment plausibel vor, weil auch alle meine Freunde, die Brillen tragen, sagen, dass der Effekt nicht normal ist und sie diesen nie hatten. Auch bei stärkerer Hornhautverkrümmung. Zudem sind meine Gläser im oberen Bereich dünner (ich gucke etwas weiter oben durch die Brille als mittig) und werden unten um einiges dicker. Hab das Gefühl, dass der Effekt genau in dem Bereich eintritt, wo das Glas so dick wird.

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Lutz
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Re: Brillenglaser bei starker Hornhautverkrümmung, verzerrte Ränder

Beitragvon Lutz » Mittwoch 23. November 2022, 23:47

Ein "verbogenes" Bild und eine geänderte Raumwahrnehmung ist bei solchen Werten - vor allem, wenn es die erste Brille ist - zu erwarten. Da hilft nur Gewöhnung, auch wenn bei der Anfertigung der Brille ansonsten alles richtig gemacht wurde. Wenn allerdings nicht alles richtig gemacht wurde (z.B. bei der Zentrierung der Gläser), dann sind die Probleme möglicherweise stärker als nötig. Läßt sich aber online schlecht überprüfen... :wink:

1.6er bringt diesbezüglich meines Erachtens keinen Vorteil.

Mal so als Anhaltspunkt: bei meiner ersten Brille mit einem Zylinderwert von nur 0,75 dpt auf nur einem Auge hat es ca. 2 Wochen gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Menschen reagieren da unterschiedlich empfindlich...


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