Erlebnisse beim Optker

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Josef6
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Erlebnisse beim Optker

Beitragvon Josef6 » Montag 26. Februar 2018, 20:24

Hallo Zusammen!

Ja, beim Optiker kann man was erleben, im Guten wie im schlechten. Ich schildere hier meine Erlebnisse aus Konsumentensicht, sie reichen zum Teil Jahrzehnte zurück. Was ich meine für die hier anwesenden Profis vielleicht interessant ist. Meine Frau hatte vor Jahren einmal eine Brille, die so schlecht saß, dass sie an den Stellen auf der Nase, wo die Pads sitzen förmlich wund gewesen ist.

Sehr oft hat sie dieses beim Optiker (Eine bundesweit agierende große Kette) reklamiert. Verschiedenste Versuche der Nachbesserung fruchteten gar nicht. Der Vermutung meiner Frau, dass ein Glas vielleicht zu schwer ist, wurde nicht nachgegangen. Die Brille saß immer schief, wobei natürlich eine Seite besonders drückte. Kulanz war zumindest damals noch kein Thema (Zufriedenheit Garantie). So war sie froh, als es Zeit wurde eine neue Brille zu bestellen.

Nach den schlechten Erfahrungen mit dem Ketten Optiker wechselte sie dann zu einem Geschäft, das der Inhaber noch selbst führte. Hier waren wir beide über ein Jahrzehnt sehr zufriedene Kunden. Dann bekam der Eigentümer die Idee eine Filiale zu eröffnen, nach ein paar Monaten zogen die Preise an, dafür ließ der früher so gute Service deutlich nach, auch das Personal wechselte zum größten Teil.

Um ein Beispiel zu bieten, möchte ich über eine Service Leistung berichten, die jeder Optiker im Standard Programm hat. Meine Frau betrat das Geschäft, und bat den Verkäufer/Optiker Gesellen, ich weiß es nicht was er für ein Amt bekleidete, doch bitte die Brille ein zu stellen. Er nahm die Brille mit in die Werkstatt, ohne sie vorher noch am Kopf sitzend zu betrachten, und stellte quasi auf gut Glück ein. Als er wieder aus der Werkstatt kam, bemerkte er das es da ja nichts ein zu stellen gäbe, und gab meiner Frau die Brille wieder zurück, wieder ohne sie an zu passen, beziehungsweise die Richtigkeit seiner Einstellung an der Brille zu prüfen. Als meine Frau den Laden verließ, bemerkte sie, dass die kompletten Gläser voller Fingerabdrücke waren, das hatte sie bei dem Licht im Laden nicht bemerkt. Es war ihr aber jetzt zu dumm nochmal in diesen Laden zu gehen, bei dem zu allem Überfluss noch unfreundlichen Mitarbeiter.

In der Innenstadt hatte zu diesem Zeitpunkt ein neuer Optiker gerade vor ein paar Wochen eröffnet (Die zweite Bundesweit agierende Kette). Da ihre Brille ja bei dem Optiker, wo wir so lange zufriedene Kunden waren, nicht vernünftig eingestellt und auch auch noch dreckig übergeben wurde, ging sie in dieses Geschäft. Hier lief es wie aus dem Lehrbuch: Die Brille wird am Kopf des Trägers betrachtet, um zu sehen wie die neue Einstellung erfolgen muss. Nachdem man in der Werkstatt die Brille bearbeitet hat, wird sie dem Träger wieder aufgesetzt, nachgeguckt und der Träger wird zu seinem Gefühl befragt. Hier wurde die Brille nach der erfolgreichen Einstellung selbstverständlich sauber übergeben, und die abgenutzten Pads wurden unaufgefordert ersetzt, und das noch kostenlos. Als es wieder an der Zeit war, hat meine Frau dort Ihre neue Brille gekauft.

Bei meiner nächsten Brille ging auch ich dorthin, bis zur Übergabe meiner neuen Brille ging auch soweit alles in Ordnung. Ein paar Tage später guckte ich in den Rückspiegel, und sah dass eine Stelle wohl nicht lackiert war.

Ich fuhr zum Optiker, alles gut, man würde die Brille einschicken zum neuen lackieren. Als ich die Brille wieder hatte, fiel mir ein paar Tage später beim morgendlichen reinigen auf, das dort Flecken auf einem Glas waren die nicht weg gingen. Beim Optiker sagte man mir, dass diese Flecken vom Kontakt mit Salzsäure kommen. Schließlich kam es zu einem Gespräch mit dem Leiter der Filiale, als ich sagte das ich weder beruflich noch privat mit Salzsäure umgehe, schlug mir der gute Mann vor die Kosten für das zu ersetzende Glas zu teilen.

Da ich mir keiner Schuld bewusst war, sah ich auch nicht ein mich an den Kosten zu beteiligen. Da die Flecken nicht im Sicht Bereich lagen, habe ich sie bis zum Wechsel der Brille eben weiter getragen. Mit Ketten Optikern bin ich seitdem komplett durch.

Bei dem Optiker wo ich meine aktuelle Brille erworben habe möchte ich zunächst erstmal die absolute Bereitschaft zum Service loben, ich bin auf die Empfehlung einer Bekannten dort zum Kunden geworden. Die Vermessung der Augen, das aussuchen des Gestells, alles klappte super. Man empfahl mir dort ein flexibles Gestell, das mir auch gefiel. Als ich die Brille abholte, und dann nach Hause ging, rutschte sie mir ständig auf die Nasenspitze. Als sich dieses trotz mehrerer vergeblicher Versuche nicht zum positiven bewegen ließ, bot man mir sofort kostenfrei ein neues Gestell an. Ich suchte mir dann ein etwas Massiveres aus, als ich die Brille dann abholte, wiederholte sich das mit dem herunter rutschen. Nach diversen Einstellungsversuchen klappte es dann schließlich, am mangelnden Willen lag es bei diesem Optiker (Inhabergeführt) nun wirklich nicht.

Als die Brille nun nach meinen Vorschlägen angepasst wurde, lief alles relativ normal. Bei der Anpassung der alten Gläser an das neue Gestell war auf der rechten Seite zwischen Glas und Fassung noch ein wenig Luft, was aber den Gebrauch und die Sehschärfen Qualität nicht einschränkte. Ich habe das einmal erwähnt, man blieb mir eine Antwort schuldig. Ich hatte aber keine Lust deswegen ein Fass auf zu machen. Wenn ich die Pads öfters tauschte, hielt sich das auch mit dem rutschen in Grenzen. Ansonsten war bei meinen Besuchen immer alles in Ordnung , es gab immer eine neue Flasche Reiniger (Kostenlos), wenn die alte aufgebraucht war, und der Austausch der Pads war auch kostenlos, und selbstverständlich gab es die Brille immer sauber zurück. Auch wurde sie wenn es nötig war, ohne meine Aufforderung Ultraschall gereinigt. Erwähnenswert ist die nicht penetrante, und natürliche Höflichkeit.

Fünf Jahre war es alles am Laufen, bis mir dann der Bügel meiner Brille abrach, aber die Geschichte kennt ihr ja schon! Nächste Woche werde ich meine Gleitsicht Brille abholen können, die erste in meiner vierzig jährigen Brillenträger Karriere. Ich bin sehr gespannt, man hört ja die tollsten Storys. Meiner Frau ist die Umstellung sehr schwer gefallen, wie die Phase der Gewöhnung aber vorbei war, stieg ihre Begeisterung immer mehr an.

Demnächst werde ich hier meine Erfahrungen schildern, bis dahin für euch alle eine schöne Zeit!

Maria
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Re: Erlebnisse beim Optker

Beitragvon Maria » Dienstag 27. Februar 2018, 18:18

ach, ich kann dich so gut verstehen. Ich habe auch schon viel gute und weniger gute Erfahrungen mit Optikern, Schustern, Schneidern, Handwerkern aller Art, sogar "mein" Feinkostladen ist nicht mehr das, was er mal war :wink: und dass einer nach Jahrzehnten auch mal die Preise erhöht erlebt man ja auch immer wieder :mrgreen: Mein Gehalt ist zum Glück in dem Zeitraum auch gestiegen.
Die Gleitsichtbrille wird dir sicher viel Freude machen.
LG
Maria

Josef6
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Re: Erlebnisse beim Optker

Beitragvon Josef6 » Mittwoch 28. Februar 2018, 09:01

Vielen Dank für die nette Antwort, ja ich hoffe auch das es mit der Gleitsicht Brille gut geht. :D


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