Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Hier werden Berichte aus dem TV, Radio und Zeitungen vorgestellt. Berichte über die Augenoptik soll und muß es geben. Aber sind die Berichte wirklich gut recherchiert? Sind die Berichte einseitig? Fundierte Information oder einfache Effekthascherei? Diskutieren sie mit!
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DI Michael Ponstein
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Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon DI Michael Ponstein » Dienstag 23. Februar 2016, 10:53

mehr per Zufall habe ich gestern Abend einen Beitrag einer hörgeschädigten Redakteurin gesehen, die sich auf die Spuren der Versorgung mit solchen Geräten gemacht hat.
Meine Frau hat sich mehrfach aufgeregt, weil Hören derzeit höher positioniert wird als Sehen.
Während eine Umfrage ergeben hat, dass der EV Sehen höher einstuft, und das Hören eher unterordnet lässt diese Gesetzgebung nur den Schluss zu, dass eine gut strukturierte Lobby der Akustik sehr aktiv ist.
Vor allem war aber die Aussage eine AOK Sprechers für mich entscheidend.
Du bekommst das Hilfsmittel auf Basis der Kassenleistung, mit für dich das nachvollziehbare beste Hörergebnis erzielt wird. Subjektive Eindrücke bleien gänzlich aussen vor.
Im aktuellen Fall habe ich eine Ablehnung eines Sehhilfsmittels Smartlux digital, welches dem Nutzer das vergleichbar beste Sehergebnis gebracht hat.
Es erfolgte eine kurze Korrespondenz mit dem Ergebnis, dass die BKK einen anderen Dienstleister mit der Belieferung beauftragt hat. Für uns heisst das 2 Stunden vergeblich beraten und gearbeitet.
Ich frage mich wirklich, wo da unsere Innung aufgestellt ist.
Ich werde noch nach dem Mediatheklink suchen und hier einstellen.

Hier der Link
http://www.swr.de/betrifft/betrifft-hoe ... index.html
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Info hier! http://www.optik-freise.de/ipadmeikel.htm

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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon prüflingsprüfer » Dienstag 23. Februar 2016, 11:07

Wss erbrachte den die Nachfrage bei deiner Innung ?
(oder hast du nur dich selbst gefragt wie oben geschrieben?)
Augenoptikermeister / ö.b.u.v. Sachverständiger / Heilpraktiker

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. (Konrad Adenauer)

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DI Michael Ponstein
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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon DI Michael Ponstein » Dienstag 23. Februar 2016, 11:57

anfrage läuft!
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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon benkhoff » Dienstag 23. Februar 2016, 12:43

die Lobbyarbeit unserer Verbände ist eher "mangelhaft"... unsere Arbeit und Produkte werden einfach nicht mehr so geschätzt, und sollen auf Dauer (politisch gewollt) zum Billigprodukt a la Ladekabel abgestempelt werden.
Navy-Crews do it anytime and anywhere! Über aller Welt Gewässer, sind Marineflieger besser!
"Freiheit und Glück!" - PP Zahl
http://www.brillenbenkhoff.de
https://www.youtube.com/watch?v=qtLfYXNzh6Y

Lutz
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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon Lutz » Dienstag 23. Februar 2016, 12:46

Such Dir einen Hersteller, der selber Verträge mit den Kassen hat, und Du arbeitest - meistens - nicht mehr umsonst.

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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon Robin » Dienstag 23. Februar 2016, 12:55

Das Problem bei vielen der vergr. Sehhilfen ist einfach, das es sich großteils um fertige Hilfsmittel handelt. Die sind zwar beratungsintensiv - das interessiert aber die Kassen nicht, da sie sich auf den (formal korrekten) Standpunkt stellen, das diese Beratung einschließlich des Ausprobierens der Sehhilfe vom Facharzt für Augenheilkunde im Rahmen der Verordnung dieser Sehhilfe stattfindet. Das ist zwar juristisch richtig, entspricht aber in keiner Weise der gängigen Praxis. Wenn dann auch noch das benötigte Hilfsmittel (z.B. die meisten elektronischen Geräte) ausgeschrieben wurden, geht der AO meist leer aus. Da hilft meist nur, sich von vornherein die Beratung bezahlen zu lassen und dann ggf. bei Lieferung zu verrechnen.

Alternativ kann man natürlich mit demjenigen, der den Zuschlag hat, zusammenarbeiten. Das ist aber schwierig, da das im Zweifelsfall bei jeder Kasse eine andere Firma ist.

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DI Michael Ponstein
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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon DI Michael Ponstein » Dienstag 23. Februar 2016, 12:58

Lutz hat geschrieben:Such Dir einen Hersteller, der selber Verträge mit den Kassen hat, und Du arbeitest - meistens - nicht mehr umsonst.

das tue ich bereit mit 3 Lieferanten.
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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon DI Michael Ponstein » Dienstag 23. Februar 2016, 12:59

Robin hat geschrieben:Das Problem bei vielen der vergr. Sehhilfen ist einfach, das es sich großteils um fertige Hilfsmittel handelt. Die sind zwar beratungsintensiv - das interessiert aber die Kassen nicht, da sie sich auf den (formal korrekten) Standpunkt stellen, das diese Beratung einschließlich des Ausprobierens der Sehhilfe vom Facharzt für Augenheilkunde im Rahmen der Verordnung dieser Sehhilfe stattfindet. Das ist zwar juristisch richtig, entspricht aber in keiner Weise der gängigen Praxis. Wenn dann auch noch das benötigte Hilfsmittel (z.B. die meisten elektronischen Geräte) ausgeschrieben wurden, geht der AO meist leer aus. Da hilft meist nur, sich von vornherein die Beratung bezahlen zu lassen und dann ggf. bei Lieferung zu verrechnen.

Alternativ kann man natürlich mit demjenigen, der den Zuschlag hat, zusammenarbeiten. Das ist aber schwierig, da das im Zweifelsfall bei jeder Kasse eine andere Firma ist.

genau, Robin, es geht um die gängige Praxis. Da hier der AO die wertvolle Arbeit meist durchführt, zumindest bei uns ist das zu 98% der Fälle so, stellt sich die Frage, warum der Verband nicht auf eine entsprechende Änderung des Rechtsbereiches drängt.
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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon Robin » Dienstag 23. Februar 2016, 13:12

Hat man natürlich versucht - aber keine Chance, da die Ärzte nun einmal verpflichtet sind, die Grundlagen ihrer Verordnungen selber zu erarbeiten. Kein Arzt darf dies (offiziell) auf Dritte übertragen! Und du wirst keinen Ärzteverband finden, der bereit sein würde, dies zu ändern! (dann müssten sie u.A. auch auf das entsprechende Kleingeld hierfür verzichten ...). Wenn du dir dann noch anschaust, wie viele Ärzte im Bundestag sitzen und wie wenig Gesundheitshandwerker (meines Wissens keiner) kannst du dir die Chancen auf eine Änderung selber ausrechnen - es sei denn, du gehst selber als Abgeordneter in den Bundestag!

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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon vidi » Dienstag 23. Februar 2016, 13:56

Robin hat geschrieben:Hat man natürlich versucht - aber keine Chance, da die Ärzte nun einmal verpflichtet sind, die Grundlagen ihrer Verordnungen selber zu erarbeiten. Kein Arzt darf dies (offiziell) auf Dritte übertragen! Und du wirst keinen Ärzteverband finden, der bereit sein würde, dies zu ändern! (dann müssten sie u.A. auch auf das entsprechende Kleingeld hierfür verzichten ...). Wenn du dir dann noch anschaust, wie viele Ärzte im Bundestag sitzen und wie wenig Gesundheitshandwerker (meines Wissens keiner) kannst du dir die Chancen auf eine Änderung selber ausrechnen - es sei denn, du gehst selber als Abgeordneter in den Bundestag!

Wenn es in der Praxis auch wirklich so wäre. Hier schicken die Augenärzte die Patienten zum Optiker, damit er alles ausprobiert und ihnen mitteilt, was sie verordnen sollen.
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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon wörterseh » Dienstag 23. Februar 2016, 14:21

Dann sollte der Gesetzgeber aber auch prüfen, ob die AA die notwendigen Voraussetzungen mitbringen! Ausstattung hat fast keiner und technisches Hintergrundwissen ist selten vorhanden. Ich ärgere mich jedesmal, daß ich auf die Verordnung von jemandem angewiesen bin dem ich erst erklären muß um was es da eigentlich geht.
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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon Robin » Dienstag 23. Februar 2016, 14:36

vidi hat geschrieben:...
Wenn es in der Praxis auch wirklich so wäre. Hier schicken die Augenärzte die Patienten zum Optiker, damit er alles ausprobiert und ihnen mitteilt, was sie verordnen sollen.

siehe einen Beitrag vorher - da hatte ich das schon geschrieben.

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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon Robin » Dienstag 23. Februar 2016, 14:48

wörterseh hat geschrieben:Dann sollte der Gesetzgeber aber auch prüfen, ob die AA die notwendigen Voraussetzungen mitbringen! Ausstattung hat fast keiner und technisches Hintergrundwissen ist selten vorhanden. Ich ärgere mich jedesmal, daß ich auf die Verordnung von jemandem angewiesen bin dem ich erst erklären muß um was es da eigentlich geht.

Willst du wirklich, das die AA das erlernen und sich die notwendige Ausstattung holen? Dann hätten wir das gleiche Problem wie die Zahntechniker mit den Praxislaboren! Da solltest du dich lieber darüber freuen, das du immer noch die Möglichkeit hast, dem AA etwas zu erklären!

Eigentlich müsste der AA das dann ja auch noch bezahlen - du hast ja eigentlich seine Hausaufgaben gemacht und er wird von der Kasse dafür auch noch bezahlt! Und wenn das erforderliche Hilfsmittel von dieser Kasse nun einmal ausgeschrieben worden ist, geht der AO zum Dank auch noch ganz leer aus! Scheiß spiel! Da hilft wirklich nur eine Beratungsgebühr vom Kunden (gleich am Anfang) zu kassieren!

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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon wörterseh » Dienstag 23. Februar 2016, 14:56

Robin hat geschrieben:
wörterseh hat geschrieben:Dann sollte der Gesetzgeber aber auch prüfen, ob die AA die notwendigen Voraussetzungen mitbringen! Ausstattung hat fast keiner und technisches Hintergrundwissen ist selten vorhanden. Ich ärgere mich jedesmal, daß ich auf die Verordnung von jemandem angewiesen bin dem ich erst erklären muß um was es da eigentlich geht.

Willst du wirklich, das die AA das erlernen und sich die notwendige Ausstattung holen?

Dann hätten sie wenigstens eine Leistung erbracht, für das Geld was sie kassieren! Im Grunde ist es Betrug was die Herrschaften AA da machen! Sie lassen sich von den Kassen Leistungen bezahlen welche sie nie erbracht haben...
Aber so hatte ich das nicht gemeint. Ich bin vielmehr der Meinung, daß der Kostenfaktor AA aus dieser Rechnung herausfallen sollte. Im Grunde sind die Kassen ziemlich blöd, daß sie hier jemanden teuer bezahlen der in diesem Fall absolut entbehrlich ist...
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Re: Hörgeräte und die Aussagen der GKV

Beitragvon Robin » Dienstag 23. Februar 2016, 15:17

Mal unabhängig davon, was dir ein deutscher Zahntechniker hierzu sagen würde - für die Kassen in Deutschland ist das alles vollkommen egal. Da in Deutschland (keine Ahnung wie das im Ösi-land ist) die Arzthonorare insgesamt budgetiert sind ist es der Kasse eigentlich ziemlich egal, welcher Arzt was abrechnet - die Kassen haben dadurch keine Mehrausgaben. Jeder Arzt bekommt für seine Leistungen Punkte und wie viel Geld es dafür gibt hängt halt davon ab, wie viele Punkte alle Ärzte zusammen produzieren. Haben sie alle zu viele Punkte gesammelt kriegen sie halt alle weniger Geld pro Punkt. Die Gesamtsumme, die so an die Ärzte ausgeschüttet wird, steht dabei bereits vorher fest!


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