Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

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Eberhard Luckas
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon Eberhard Luckas » Montag 24. April 2017, 16:29

Distel hat geschrieben:
Eberhard Luckas hat geschrieben:Diesen Anpasser sofort verlassen. Fluorescein ist auch bei modernsten Geräten nötig, um den Sitz einer formstabilen KL überhaupt richtig beurteilen zu können. Wer etwas anderes behauptet, sollte nochmal zur Meisterschule gehen.

Wieso nochmals zur Meisterschule gehen????
Wer weiß, wer da sich in der KL-Anpassung versucht? :shock:

Ein Meister muss solche Basics beherrschen!!!
.....ansonsten sollte er seinen Meisterbrief verbrennen!!! ( Zitat meinen alten Chefs ) :mrgreen:


Das ist natürlich auch eine Möglichkeit für den Nicht-Könner.
Viele Grüße
Eberhard
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DI Michael Ponstein
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon DI Michael Ponstein » Montag 24. April 2017, 16:53

ohne etwas zu beschönigen oder zu kritisieren.
Je nach Material verformen sich benutzte Linsen tatsächlich. Und da hat der "Kollege" durchaus recht.
Die alten Linsen passen wie ein alter Schuh.
Die neuen sind halt noch nicht soweit.
Ob man Fluo benötigt um eine gute Anpassung zu machen, ich denke das ist eines der besten Hilfsmittel zur Beurteilung.
Es nicht zu verwenden, tja, das weiss ich auch nicht zu argumentieren. .... :?

Ich würde jetzt noch mals das Gespräch suchen.
Zwei Optionen stehen an, entweder es geht nicht besser und Du sagst das geht OK,
oder nein, so kann es nicht bleiben.
Im zweiten Fall sollte mit dem Anpasser nochmals geprüft werden, ob er nicht eine neue Idee hat, ansonsten zahlst Du die Anpassung, die ich mit 50 Euro sehr gering empfinde + einen auszuhandlenden Betrag für die verlorene Linse.
Am besten aber zu Hause nochmals mit dem Sauger und einem alten Nylonstrumpf über der Saugdüse alles noch mal mit geringer Saugleistung absaugen. Vielleicht ist ja doch noch irgendwo versteckt.

Gutes Gelingen
Zuletzt geändert von DI Michael Ponstein am Montag 24. April 2017, 16:56, insgesamt 2-mal geändert.
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Distel
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon Distel » Montag 24. April 2017, 16:54

Eberhard Luckas hat geschrieben:
Distel hat geschrieben:Wer weiß, wer da sich in der KL-Anpassung versucht? :shock:

Ein Meister muss solche Basics beherrschen!!!
.....ansonsten sollte er seinen Meisterbrief verbrennen!!! ( Zitat meinen alten Chefs ) :mrgreen:

Das ist natürlich auch eine Möglichkeit für den Nicht-Könner.


@Eberhard
Wenn so eine Äußerung
CordA hat geschrieben:Und zum Thema Flourescein: "Das braucht man heute nicht mehr. Mit modernen Geräten geht das auch ohne." (So richtig modern sehen die Geräte allerdings nicht aus.)

von einem Anpasser kommt, dann habe ich starke Zweifel, ob derjenige überhaupt einen Meisterbrief besitzt. :roll:
Schlimmstenfalls ist die Kommunikation ganz gewaltig schief gelaufen.
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon CordA » Donnerstag 27. April 2017, 13:02

Was mir auffällt: Mit der linken Linse sehe ich in "unendlich" gestochen scharf. Allerdings sehe ich auf die Nähe extrem unscharf. Nähe heißt hier: Ab ca. 15m beginnt bereits die Unschärfe. In normaler Fernsehentfernung ist dies schon sehr deutlich. Auf Armlänge kann ich mit der rechten Linse noch passabel sehen, mit der Linken dagegen völlig völlig unscharf. Spricht das nicht dafür, dass das linke Auge einfach überkorrigiert ist, d.h. dass der Betrag (Add+) des sphärischen Wertes für die linke Linse zu hoch gewählt ist?

Und wenn ich eine Lesebrille (+1.00) über die kontaklinsen aufsetze, dann sehe ich mit dem rechten ab 20 cm scharf, mit dem linken erst ab 1m. Unendlich ist so mit links noch scharf, mit rechts dagegen nicht mehr.

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DI Michael Ponstein
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon DI Michael Ponstein » Donnerstag 27. April 2017, 14:42

Es hilft nur eines, hin zum Anpasser, dort die Fragen klären, von hier aus ist das alles Spekulativ.
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon CordA » Freitag 28. April 2017, 15:15

Ich war jetzt noch mal bei meinem Optiker. Ein letzter Versuch, die für mich unbefriedigende Situation auf dem linken Auge zu verbessern: Die linke, torische Linse sollte nun "zusätzlich zur Innenseite auch noch auf der Außenseite torisch" werden (sorry, wurde mir auch nicht genauer erklärt.) Die erhoffte Verbesserung trat aber nicht ein.

Auf meine, auf der o.g. Beobachtung basierende Bitte, mir in der Messbrille auf der linken Seite einfach mal zum Testen 0,75 Dioptrien weniger zu geben: Wow! Damit kann ich links auch auf die Nähe sehen und weiterhin (fast) perfekt auf die Entfernung. Und, noch wichtiger, das Gleichgewicht zwischen beiden Augen ist ausgeglichen.

Liebe Leute, kann das denn wirklich sein? Das ist nun wirklich die einfachste Erklärung für die von mir geschilderten Probleme, oder? Wenn ich mit einer Korrektur für Kurzsichtigkeit im Nahbereich nicht mehr richtig gucken kann, dann streut die Linse einfach zu stark. Kann man das als Optiker wirklich übersehen? O.K. ich gebe zu, das ist eine eher rhetorische Frage. Ich erwarte von niemandem Perfektion und Fehler kommen vor. Das ist mir völlig klar. Es kommt dann aber darauf an, wie man ehrlich damit umgeht und ob man bereit ist, daraus zu lernen.

Ich stehe jetzt also vor der Entscheidung, die, zumindest im optischen Eindruck, den ich beurteilen kann, guten Linsen für 400,- EUR + 200 EUR für die verlorene Testlinse zu kaufen, oder mit 250,- EUR den Vorgang zu stoppen, mir einen neuen Optiker zu suchen und den ganzen Prozess von vorne zu beginnen. Trotz des damit verbundenen Aufwandes wird es wohl auf Option #2 hinauslaufen. Insbesondere deshalb, weil nach meinem Verständnis bei der Anpassung der Linse auch Kriterien wichtig sind, die ich selbst nicht subjektiv beurteilen kann. Und hier ist leider das nötige Vertrauensverhältnis empfindlich gestört.

Alles in allem kann ich mir das Ganze nicht wirklich erklären. Mein Optiker ist selbständiger Optiker-Meister, der seit 20+ Jahren tätig ist. Das Geschäft, auch die Mitarbeiter, macht einen guten Eindruck. Die Atmosphäre ist freundlich und man nimmt sich Zeit. Und das Geschäft ist auch durchaus gut besucht.

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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon Eberhard Luckas » Freitag 28. April 2017, 16:17

Moin Cord,

wenn Dein "Anpasser" jetzt wirklich eine bitorische KL (Außen und Innen torisch) liefert und mit der gewünschten Stärke, würde ich die KL nehmen und die Verlustlinse bezahlen. Ich hätte keine Lust, das ganze Prozedere nochmal durchzumachen, auch wenn es dann womöglich besser ablaufen würde.

Aber: Lasse Dir nach Bezahlen alle anpassrelevanten Daten geben, darauf hast Du Anspruch, wenn alles bezahlt ist. Damit hast Du die Möglichkeit, die KL auch bei einem anderen Anpasser nochmal kontrollieren zu lassen, der dann auch Fluoreszein verwendet. ;)
Viele Grüße
Eberhard
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon CordA » Samstag 29. April 2017, 18:57

Die Linse bitorisch zu machen hat ja nichts gebracht, d.h. es wird bei der innentorischen Lösung bleiben. Nun allerdings mit der korrekten Sphäre.

Die rechte Linse, die bereits beim ersten Anpassen perfekt war, ist übrigens doch - entgegen meinen ersten Angaben hier im Forum, keine sphärische sondern vielmehr eine randtorische Linse.

Was mir im Nachhinein allerdings etwas zu denken gibt: Die Linke Linse war zunächst (d.h. im ersten Versuch) auch eine randtorische - und in der Ferne viel zu schwach - gefühlt -2 .0 Die Erklärung des Optikers hierfür war der stärkere Astigmatismus (2.50) auf der linken Seite. In der Nähe habe ich mit dieser Linse aber exzellent scharf gesehen. Deutet das nicht darauf hin, dass auch bei dieser Linse gar nicht der Zylinder das Problem war, sonder einfach nur die - in diesem Fall zu geringe - Sphäre?

Ich frage deshalb, weil ich es durchaus für möglich halte, dass mein linkes Auge mit einer randtorischen Linse der richtigen Sphäre besser bedient wäre als mit einer innentorischen Linse.

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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon CordA » Dienstag 2. Mai 2017, 00:56

Noch eine Frage an die Experten: Wird der Astigmatismus entfernungsunabhängig ausgeglichen? Also: Wenn ich als Kurzsichtiger mit einer Linse in Lesentfernung exzellent sehen kann, in der Ferne dagegen nur unscharf, kann das dann (auch) an einem suboptimal ausgeglichenen Astigmatismus liegen? Oder nur an einer zu geringen Korrektur der Sphäre?

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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon DI Michael Ponstein » Dienstag 2. Mai 2017, 11:59

Der Fehler der sog. Hornhautverkfrümmung macht sich Entfernungsunabhängig bemerkbar, der sog. Linsenastigmatismus kann wiederum in verschiedenen Einstellentfernungen unterschiedlich ausfallen.
Dennoch kann im ersteren Fall der Eindruck entstehen in der Nähe deutlich zu sehen.
Das liegt an der sog. Akkommodation in Verbindung einer Pupillenänderung.
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon CordA » Dienstag 2. Mai 2017, 14:03

Und noch eine Frage: Hat eine innentorische Linkse auch Nachteile gegenüber einer randtorischen? Versucht man üblicherwese zuerst die randtorische und erst danach, wenn diese nicht optimal korrigiert, die innentorische? Und danach, wenn auch das nicht reicht, ene Geometrie, die zusätzlich außentorisch ist?

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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon DI Michael Ponstein » Dienstag 2. Mai 2017, 14:29

Es ist wie ein Schuh der zum Fuss angepasst wird. Sind die Ränder uneben, nimmt man die Randtorische, ist das Zentrum uneben, die innentorische.
Es gibt also nicht die Lösung entweder und, sondern entweder oder!
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon CordA » Dienstag 23. Mai 2017, 17:11

Ist es üblich, dass dem Kunden bei Verlust einer Testlinse (=unglücklich herausgesprungen und nicht wiedergefunden), diese in voller Höhe (199,- EUR) in Rechnung gestellt wird? Also: Sind die Testlinsen genauso qualitativ hochwertig und damit auch genauso teuer? Zumindest einen kleine Reduktion hätte ich O.K. gefunden, denn jetzt verdient der ptiker ja auch noch an meinem Pech, denn der EK dürfte ja wohl auch bei den Testlinsen geringer sein als der VK.

ronja
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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon ronja » Dienstag 23. Mai 2017, 17:27

Ich würde sagen: Frage freundlich beim Optiker nach.

Er kann in diesem Fall die Testlinse nicht zurückgeben.

Wie kann eine Linse eigentlich einfach so rausspringen? Wenn die ja gut angepasst sind, müsste man schon sehr extrem die Augen verdrehen, damit dies passiert. Wie lange hattest du diese Linse schon?

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Re: Formstabile Linsen: Ausgleich des Astigmatismus

Beitragvon brillentieger » Dienstag 23. Mai 2017, 17:46

Die Testlinsen sind genauso wie auch die normalen Kontaktlinsen.
Die Testlinsen werden nur mit einer zusätzlichen Option der Rückgabe bestellt.
Soll heißen, die Testlinsen sind sogar teurer wie die normalen Kontaktlinsen, können aber gegen eine Gebühr an den Hersteller zurückgesendet werden.


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