Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

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ronja
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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon ronja » Mittwoch 30. Januar 2019, 10:08

Möchte mal wissen, ob bei diesen 90 % auch beachtet wurde, wie der Radfahrer gekleidet und beleuchtet war und ob es taghell oder nachts war.
Ein unbeleuchtetes Auto nimmt man ja auch nicht gleich wahr, und dennoch merken es manche Leute in der Stadt nicht, dass sie ohne Licht unterwegs sind...

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Distel
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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon Distel » Mittwoch 30. Januar 2019, 11:46

Auszug aus dem Artikel
Bei einer Kollision, dem "Abbiegeunfall", geht die Unfallforschung der Versicherer (UDV) davon aus, dass zu 90 Prozent der Autofahrer die Hauptschuld trägt: Der Fahrradfahrer wurde übersehen.

Gründe für eine Sichtbehinderung können parkende Autos oder Pflanzen sein, wenn Fahrräder einen Weg getrennt von der Fahrbahn nutzen. Auch der "Tote Winkel" spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle, gerade wenn ein Lkw beteiligt ist.
Und schließlich kann eine ungünstige Verkehrsführung ebenfalls dazu beitragen, dass Fahrräder erst spät oder unerwartet ins Blickfeld gelangen. Viele Abbiegeunfälle können aber schon durch Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme vermieden werden.

Bei diesen 90% wurde nur beachtet - Radfahrer hatte Vorfahrt und wurde vom Auto erfasst.
Die Umstände ( schlechte Verkehrsführung, Sichtbehinderung...) die es zuweilen Autofahrer schwer machen den Radfahrer zu erkennen, wurden nicht berücksichtigt.

Egal, ob man mit einem PKW oder einem SPV (Self Powered Vehicle) unterwegs ist, macht es Sinn gut sichtbar zu sein. :idea:
So können die anderen Verkehrsteilnehmer vorausschauend agieren und Überraschungsmoment werden reduziert. Letztlich führt es zu einem entspannten Miteinander.
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ronja
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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon ronja » Mittwoch 30. Januar 2019, 13:04

Distel hat geschrieben:Egal, ob man mit einem PKW oder einem SPV (Self Powered Vehicle) unterwegs ist, macht es Sinn gut sichtbar zu sein. :idea:
So können die anderen Verkehrsteilnehmer vorausschauend agieren und Überraschungsmoment werden reduziert. Letztlich führt es zu einem entspannten Miteinander.


Da hast du wohl recht. Das scheint bei vielen aber noch nicht angekommen zu sein.
Viele Radfahrer, die nicht oder nicht oft mit dem Auto unterwegs sind, können das zudem überhaupt nicht einschätzen, wie sie von Autofahrern wahrgenommen werden.

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Roland A. Frank
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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon Roland A. Frank » Mittwoch 30. Januar 2019, 13:56

...und sorry, so tragisch jeder Unfall ist und es soll auch keine Schutzmassnahme für Autofahrer sein.

Von Kindern kann ich es nicht erwarten.
Von Erwachsenen, welche genau diese Gefahr kennen (sollten), da muß die Frage schon erlaubt sein,
"muß ich auf meine Vorfahrt bestehen" oder "ach, evtl. sieht der Abbieger mich nicht und ich pass ein wenig mehr auf"
oder evtl. "ach, was bin ich heute wieder schnell unterwegs und der Abbieger rechnet noch gar nicht mit mir"....

Man sollte m. E. auch immer mit der "Dummheit" der anderen rechnen.....
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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon starry_night » Mittwoch 30. Januar 2019, 14:52

Klar, vorausschauend und defensiv fahren macht sich eigentlich immer bezahlt. Nur kann ich als Radfahrer halt auch nicht an jeder Kreuzung, an der ich geradeaus fahre, erstmal prophylaktisch anhalten für den Fall, dass mal wieder ein Rechtsabbieger den Schulterblick vergisst und zusätzlich sein Blinker defekt ist, der mir wenigstens anzeigen würde, dass er abbiegen will :roll:
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon ronja » Mittwoch 30. Januar 2019, 15:35

Defensiv fahren ist ja in Ordnung, aber man kann nicht jede Eventualität dadurch ausschließen.
Fahrrad fahren hier in der Stadt mag ich nicht, mich nerven als Radfahrer sogar andere Radfahrer.
Weil es soooo viele gibt, die sich nicht verkehrstauglich verhalten.
und jetzt ist die Stadt noch dazu auserkoren worden, den Rechtsabbiegepfeil für Radfahrer zu testen. :evil:
Angeblich wird jetzt an diesen Stellen öfter kontrolliert.

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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon Robin » Donnerstag 31. Januar 2019, 09:45

starry_night hat geschrieben:Klar, vorausschauend und defensiv fahren macht sich eigentlich immer bezahlt. Nur kann ich als Radfahrer halt auch nicht an jeder Kreuzung, an der ich geradeaus fahre, erstmal prophylaktisch anhalten für den Fall, dass mal wieder ein Rechtsabbieger den Schulterblick vergisst und zusätzlich sein Blinker defekt ist, der mir wenigstens anzeigen würde, dass er abbiegen will :roll:

bleibt nur noch auch auf die Bremslichter zu achten (könnte ja auch ein durchaus zweckdienlicher Hinweis sein) oder eben mit dem Risiko, unschuldig platt gefahren zu werden, zu leben. Auf einem Zweirad ist man in der Auseinandersetzung mit den behinderten Vierrad-Fahrern immer unterlegen und es hilft einem nun einmal gar nichts, wenn auf dem eigenen Grabstein steht "er hatte Vorfahrt".

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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon vidi » Donnerstag 31. Januar 2019, 10:09

Zumal wenn man wieder auf einen Blindflieger trifft. Heute morgen erst gesehen. Nach vorne ein Guckloch freigekratzt, die restlichen Scheiben vereist. Der Fahrer bzw. die Fahrerin schaffte es noch nicht mal abzubiegen geschweige denn andere Verkehrsteilnehmer zu sehen.
Und ich hasse Autofahrer, die nicht Blinken oder eine Vollbremsung machen und erst Blinken wenn sie schon abbiegen.
Gruß
Vidi

"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann." (Francis Picaba)

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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon Distel » Donnerstag 31. Januar 2019, 10:30

vidi hat geschrieben:Und ich hasse Autofahrer, die nicht Blinken oder eine Vollbremsung machen und erst Blinken wenn sie schon abbiegen.

...in meiner ‚Beliebtheitsskala‘ belegen auch die ‚Experten‘ vordere Plätze, die es nicht schaffen einen Kleinwagen in eine parallel zur Fahrbahn verlaufende Parklücke zu bugsieren und dann fett auf den Radweg stehen. :twisted:
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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon Robin » Donnerstag 31. Januar 2019, 12:17

mag ja alles stimmen, nur der Zweiradfahrer ist eben immer der Dumme ..............

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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon starry_night » Donnerstag 31. Januar 2019, 14:22

Stimmt. Nur gibt man mit dem fortwährenden "mach Dich sichtbarer, pass besser auf, achte auf Bremslichter" Gerede halt implizit die Schuld dem Radfahrer, den es trotzdem erwischt.
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon DI Michael Ponstein » Donnerstag 31. Januar 2019, 17:41

also ich bin für die Abschaffung von Radstraßen in der Stadt, werden eh nicht von Radfahrern ausreichend benutzt.
Ausserdem Einführung für eine Pedalsteuer, und einer Abgabe für den erhöhten Ausstoss von Atemluft.
Refraktionieren mit Spaß!? moderne, mobile und individuelle Refraktions-Teste für´s Tablet von iPadMeikel - für Nah-, Fern-, LowVision, Arbeitsplatzprüfung.
Info hier! http://www.optik-freise.de/ipadmeikel.htm. OrCam zertifizierter Augenoptiker.

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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon GodEmperor » Donnerstag 31. Januar 2019, 19:34

vidi hat geschrieben:Und ich hasse Autofahrer, die nicht Blinken oder eine Vollbremsung machen und erst Blinken wenn sie schon abbiegen.
Aber dann kann man doch länger drüber nachdenken, wo man eigentlich hinwill!! Manno, denk doch mal nach, das ist doch voll schlau!
Bei TopGear hatten die mal nen Antrag ans britische Verkehrsministerium gestellt, die Busspuren abzuschaffen und als Schnellfahrstrecken für PS-starke Autos zu nutzen.
DI Michael Ponstein hat geschrieben:[…] einer Abgabe für den erhöhten Ausstoss von Atemluft.
Die hat aber noch ne Sauerstoffquote von 75%, nicht vergessen...
Rechtschreibung und Zeichensetzung sind frei erfunden, Ähnlichkeiten mit der Realität sind purer Zufall.

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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon Roland A. Frank » Freitag 1. Februar 2019, 08:55

wenn alle zu Fuß gingen, gäbs keine Probleme mit Radstraßen und den "bösen abbiegenden" Autofahrern
und den tumben ohne Licht entgegen allen Verordnungen überall radelnden Verkerhsteilnehmer*innen....

Paragraph 1 der STVO wäre auch überflüssig und endlich könnten alle bei Rot über die Ampel gehen und müßten sich nicht mehr als
Radler oder Fußgänger verkleiden...

Sooo lange es keine Nummernpflicht plus Haftpflichtversicherung für Radler gibt, wird sich NICHTS ändern.....

Und alles was sich "Sportgeräte" schimpft, hat im Strassenverkerh auch nix verloren....
Augenoptikermeister - Heilpraktiker - ö.b.u.v. Sachverständiger - miosan-Trainer

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Re: Wie sichtbar sind Rad- und Rollerfahrer bei Tageslicht?

Beitragvon DI Michael Ponstein » Freitag 1. Februar 2019, 10:25

Roland A. Frank hat geschrieben:wenn alle zu Fuß gingen, gäbs keine Probleme mit Radstraßen und den "bösen abbiegenden" Autofahrern
und den tumben ohne Licht entgegen allen Verordnungen überall radelnden Verkerhsteilnehmer*innen....

Paragraph 1 der STVO wäre auch überflüssig und endlich könnten alle bei Rot über die Ampel gehen und müßten sich nicht mehr als
Radler oder Fußgänger verkleiden...

Sooo lange es keine Nummernpflicht plus Haftpflichtversicherung für Radler gibt, wird sich NICHTS ändern.....

Und alles was sich "Sportgeräte" schimpft, hat im Strassenverkerh auch nix verloren....

Volle Zustimmung!

@ GodEmperor
immerhin dann bleiben ja 25 % Schmutzstoffe, Feinstaub durch Radreifen und Pedal- bzw. Schuhabrieb. Nein, Radfahren ist auch nicht besser für die Umwelt, alles Fake News.
Refraktionieren mit Spaß!? moderne, mobile und individuelle Refraktions-Teste für´s Tablet von iPadMeikel - für Nah-, Fern-, LowVision, Arbeitsplatzprüfung.
Info hier! http://www.optik-freise.de/ipadmeikel.htm. OrCam zertifizierter Augenoptiker.


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