Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

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Metzgermeister
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon Metzgermeister » Freitag 28. April 2017, 11:03

Allein, dass zur Brillenglasbestimmung nur ein Autorefraktometer verwendet wird grenzt für mich schon an "Verarsche am Kunden". Da wird dem Endverbraucher vorgegaukelt man misst präzise seine Augen aus und dabei wird nur Pfusch geliefert.

Diese Methoden gehören genau so vom Markt geworfen wie Onliner (aber auch Offliner), die mit unzureichenden Zentrierdaten das gelbe vom Himmel versprechen.

Solche Quacksalber wurden früher im "Wilden Westen" geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt.
Gottes schönste Gabe ist und bleibt der SCHWABE, denn Gullstrand ist kein BADeort :D

„Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul“

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nixblicker
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon nixblicker » Freitag 28. April 2017, 11:11

es ist nicht strafbar, nach diesen werten eine Brille zu bauen. Es ist zwar grundlegend falsch, aber strafbar wird es erst, wenn jemand deswegen schaden nimmt.
Schau doch mal rein: www.glashaus-bremerhaven.de

Master
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon Master » Freitag 28. April 2017, 12:44

Meine lieben "Orangen"',
habt ihr eventuell gerade etwas wenig zutun?
Muss dieser Schei...ss wieder von Vorne beginnen.
Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass mein Eintrag zu diesem Thema hoffentlich
der Letzte war.

hph_nrw
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon hph_nrw » Freitag 28. April 2017, 13:11

Es heisst, es verschwinden immer mehr Kollegen weil einige von den Behörden mit strafrechtlichen Konsequenzen "bedroht" bzw. verurteilt wurden.
Also fragt man sich was stimmt.....die Aussagen der Geschäftsführung lautet: Kein Problem, nirgends !

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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon optikgutachter » Freitag 28. April 2017, 13:33

hph_nrw hat geschrieben:.....
Also fragt man sich was stimmt.....die Aussagen der Geschäftsführung lautet: Kein Problem, nirgends !

Soso. :roll:

Bitte mal nachdenken: Es heisst nicht umsonst unzulässige Messungen zur Verordnung.
Das eine Geschäftsführung freiwillig zugibt, dass aktuell erhebliche Konsequenzen für die Angestellten anstehen steht ja wohl nicht zu erwarten.

Immerhin lautet die "Geschäftsidee" ja - wir können billiger, weil wir nunmehr sogar am Notwendigstem sparen.
Wenn die Angestellten das mitmachen sind Sie selber Schuld (und schuldig, nach Entscheidung des Richters),
aber das kriegen Sie ja wohl gerade mit.......

Schönes Wochenende noch.

P.S.: Rückwirkend können/werden Sie auch belangt werden, wenn -aktuell- nur einer zu Schaden kommt.
Ob Sie dann noch bei der Firma sind oder nicht, spielt keine Rolle.
In der Masse betrachtet steht dann die Erkennung von gewerbsmäßigem Betrug (für alle Mitarbeiter) an.
http://www.optikgutachter.de Die Wahrheit zu sagen ist nicht nur die Pflicht, sondern immer auch die schärfste Waffe des vereidigten Sachverständigen.

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Snipera
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon Snipera » Freitag 28. April 2017, 20:22

Noch einfacher:

Screening ist keine Messung!

voila

PS nixblicker
Sehe ich dezieler
Will der Kunde eine Brillenglasbestimmung = Kundentäuschung
Will der Kunde ein Screening = ist ok, gehört aber aufgeklärt, dass er damit keine zB Internetbrille bestellen darf und es KEINE Messung war

voila²

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GodEmperor
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon GodEmperor » Freitag 28. April 2017, 20:28

hph_nrw hat geschrieben:Was sind die Folgen für den Optiker ?

Im Moment: Barfuß ohne Nachtisch ins Bett.
Bald: fieseste Geschichten mit Einknastung und er/sie muß dann im Doppelstockbett oben schlafen. Im Pupsduft der anderen.

Oder?
Rechtschreibung und Zeichensetzung sind frei erfunden, Ähnlichkeiten mit der Realität sind purer Zufall.

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nixblicker
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon nixblicker » Freitag 28. April 2017, 21:31

@snipera: ganz klar deiner meinung. Strafbar wirds aber eben erst wenn was passiert. Leider. Oder hat schon mal jemand eine strafe für eine zufällig richtige brille bekommen, die per knopfdruck ermittelt wurde?
Schau doch mal rein: www.glashaus-bremerhaven.de

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Snipera
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon Snipera » Freitag 28. April 2017, 23:31

@nixblicker
Stimmt, wir meinen das gleiche. Wollt nur für Endverbraucher es einfach nochmals klar herausstellen

Alter Hut: Recht und Recht bekommen sind völlig verschiedene Dinge

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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon ronja » Samstag 29. April 2017, 00:00

Ja, das ist ja so wie mit dem Auto fahren.
Manche fahren jahrelang ohne Führerschein.
Manche jahrelang tagtäglich in betrunkenen Zustand.
Usw.
Alles kann erst bestraft werden wenn derjenige erwischt wird. Für diese eine Fahrt. Aber nicht für die 5 Jahre davor.

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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon optikgutachter » Dienstag 2. Mai 2017, 09:00

ronja hat geschrieben:Ja, das ist ja so wie mit dem Auto fahren.
Manche fahren jahrelang ohne Führerschein.
Manche jahrelang tagtäglich in betrunkenen Zustand.
Usw.
Alles kann erst bestraft werden wenn derjenige erwischt wird. Für diese eine Fahrt. Aber nicht für die 5 Jahre davor.


Es könnte als nicht unwahrscheinlich angesehen werden,
dass bei Vorsatz (=wenn die Geschäftsausstattung niemals die zur richtigen Messung zwingend erforderlichen Geräte
enthielten, aber immer fleissig verordnet wurde und wird) das ganze juristisch anders bewertet wird. :wink:
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon optikgutachter » Mittwoch 17. Mai 2017, 20:18

optikgutachter hat geschrieben:Sprechen wir deutlich:

Die objektive Messung ist nur zulässig, wenn der Kunde einer einfachsten Ja/Nein-Befragung nicht folgen kann:
Bspw. bei Kleinstkindern oder dementen Personen. (In dem Fall sind Sie aber vermutlich nicht geschäftsfähig.)

Wenn man davon ausgeht, dass jeder "Normalkunde" derart versorgt wird, gibt es zwei Möglichkeiten:

1.) Kunden können nicht wissen...was für Sie eine richtige Grundversorgung ist:
Dann werden Sie bewusst betrogen (Alle Meister wissen nämlich genau, was vorgeschrieben ist).

2.) Die Kunden werden für nicht-klar-denkend eingestuft (einer einfachsten Ja/Nein-Befragung zu folgen):
Dann werden Sie wohl für nicht ganz zurechnungsfähig eingestuft, sprich vera....t (Sorry, für den Ausdruck).

Es stellt sich also die Frage, wie derartiges Verhalten gegenüber den gutgläubigen Kunden von seriösen Optikern zu bewerten ist......

Und: Wer dieses Verhalten deckt, um seinem/seiner Partner/in noch einen (letzten?) Job zu sichern, ist in meinen Augen nicht minder schuldig.

"Hart aber herzlich" :|

OG
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon optikgutachter » Mittwoch 17. Mai 2017, 20:22

Nun wieder am alten Platz unter : Allgemeines (öffentlich) :D
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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon hph_nrw » Freitag 2. Juni 2017, 08:11

Ich kann nur allen Kollegen empfehlen diese Vorgabe grundsätzlich nicht zu befolgen:
Eine reine Autorefraktometermessung ist -wie ich in der Urteilsbegründung lesen kann-
nicht zulässig und ist Betrug. "Danke" für das Urteil.........

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Re: Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

Beitragvon vidi » Freitag 2. Juni 2017, 09:20

Traurig, dass es dafür eines Urteils bedarf.
Eigentlich sollte das jede/r Augenoptikermeister/in wissen.
Und jeder Geselle sollte wissen, dass er erst gar nicht refraktionieren darf....
Egal was Chefe sagt.
Gruß
Vidi

"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Rcihtung ändern kann." (Francis Picaba)


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