Urteile: Betrug durch Optiker-Schnellverordnungen

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optikgutachter
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellvermessun

Beitragvon optikgutachter » Montag 8. Februar 2016, 20:18

So gehört sich das auch. Alles andere ist Scharlatanerie.

Habe einen passenden Vergleich erzählt bekommen:
Reine Autorefraktometer-Vermesssung ist so, als würde der TÜV-Prüfer beim Auto nur testen, ob das Nummernschild noch fest sitzt......
Ob die Bremsen beim nächsten mal noch funktionieren....ist egal. Hauptsache: Wir kassieren die Prüfgebühr.

Das gefiel mir. Es passt -hinsichtlich des Geschehenen- extrem genau.

Schönen Abend noch.

Gruss OG

P.S.: Ja, wie peinlich ist das denn ? Die Aussage:
"Wir wundern uns selber, dass die Kunden nach dieser "Messung" und vor allem mit dem von uns gelieferten Billigst-Dreck überhaupt zurechtkommen!"
besagt ja wohl alles....... :evil: Selbst studierte HFA´ler -da komme ich selbst her -in diesem Fall allerdings wohl am untersten Ende der Karriere-Leiter
angekommene Meister/innen- geben sich für diese Art der "Kundenversorgung" her.

Ich persönlich habe ein Gewissen. Ich muss mich leider für all das Fremdschämen. :( :oops:

Und wer mich jetzt mal wieder verklagen will: Mein Meister-Team sind Zeugen !
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DI Michael Ponstein
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellvermessun

Beitragvon DI Michael Ponstein » Dienstag 9. Februar 2016, 11:38

optikgutachter hat geschrieben:So gehört sich das auch. Alles andere ist Scharlatanerie.

Habe einen passenden Vergleich erzählt bekommen:
Reine Autorefraktometer-Vermesssung ist so, als würde der TÜV-Prüfer beim Auto nur testen, ob das Nummernschild noch fest sitzt......
Ob die Bremsen beim nächsten mal noch funktionieren....ist egal. Hauptsache: Wir kassieren die Prüfgebühr.

!


Der Vergleich hinkt!
Denn die ASU ist genau das. Ein Computer wird an das OBS angeschlossen und freundlich nachgefragt, "sind bei Dir Fehler aufgetaucht oder geht es Dir gut". Die Herstellersoftware erkennt, ja das ist nicht die Werkstatt, dass ist der Tüv und sagt, "ja mir geht es blendend"
Gemessen wird da nämlich NULLLLLL!
Erst wenn in den Abgasschlund eine Messsonde eingeführt und der Motor betrieben wird, kann man davon ausgehen, dass auch eine Messung durchgeführt wird. Meist bei Fahrzeugen, die kein OBS haben.
Refraktionieren mit Spaß!? moderne, mobile und individuelle Refraktions-Teste für´s Tablet von iPadMeikel - für Nah-, Fern-, LowVision, Arbeitsplatzprüfung.
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellvermessun

Beitragvon benkhoff » Dienstag 9. Februar 2016, 12:00

optikgutachter hat geschrieben:Reine Autorefraktometer-Vermesssung ist so, als würde der TÜV-Prüfer beim Auto nur testen, ob das Nummernschild noch fest sitzt......

oder glaubt den reinen Daten der OBD... wie bei VW
genau, gemessen wird da gar nix mehr, messsonden irgendwo reinzustecken ( :lol: ) war den Prüfern wohl zuviel Arbeit
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon optikgutachter » Dienstag 9. Februar 2016, 14:54

DI Michael Ponstein hat geschrieben:
Der Vergleich hinkt! Denn die ASU ist genau das.
.......


Das ist nicht witzig. :evil: Die ASU ist nicht die Tüv-Prüfung.
Wenn ihr die Unfallfolgen für derart "ver......." Kunden kennen würdet,
sind derartige Kommentare -berechtigt- als absolut geschmacklos bezeichnen.

Mir fehlt dazu absolut jedes Verständnis. :(
Zuletzt geändert von optikgutachter am Donnerstag 11. Februar 2016, 11:21, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon DI Michael Ponstein » Dienstag 9. Februar 2016, 16:50

optikgutachter hat geschrieben:
DI Michael Ponstein hat geschrieben:
Der Vergleich hinkt! Denn die ASU ist genau das.
.......


Das ist nicht witzig. :evil: Die ASU ist nicht die Tüv-Prüfung.
Wenn ihr die Unfallfolgen für derart "ver......." Kunden kennen würdet,
sind derartige Kommentare -berechtigt- als absolut geschmacklos bezeichnen.

Schau Du in die Augen der beiden Waisenkinder und erzähle Ihnen, warum Sie ihre Eltern nie wieder sehen dürfen !
Eine "geile" Schnellmessung zur Kostenersparnis hatte nämlich Vorrang........,
Unfalltod durch "ich vertraute meinem (vorgeblichen) Billigoptiker" ........

Mir fehlt dazu absolut jedes Verständnis. :(

Bevor wir uns über Details auseinander dividieren, die ASU ist Bestandteil der HU und somit ein Tätigkeitsfeld des TÜV. Denn der TÜV ist nur eine befähigte Stelle um Kfz in einem vorgeschriebenen Turnus zu überwachen. Und, wenn die ASU nicht Bestanden ist gibt es keine Plakette. Es müssen immer beide Teile, also HU und ASU bestanden sein.
Und jetzt kannst Du weiter deine Zeilen füllen.
Ich finde, all deine Tätgikeit enorm wichtig und sicher auch mit richtigen Ziel. Aber das Ausmaß Deiner Ausführungen erschließt sich für mich nicht mehr. Du würdest aus meiner Sicht effektiver sein, wenn Deine Bericherstattung und Warnungen kurz, bündig und präzise wären. Dann kämen sie auch emtsprechend dort an, wo sie hingehören und würden hoffentlich auch verstanden.
Für alles andere fehlt mir nämlich das Verständnis.
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon benkhoff » Dienstag 9. Februar 2016, 17:01

optikgutachter hat geschrieben:Unfalltod durch "ich vertraute meinem (vorgeblichen) Billigoptiker" ........

Er hat "billig" gewollt und auch bekommen... irgendwie auch selbst Schuld, wenn man denkt man müsse mit einer Billig(gleitsicht?)brille unbedingt am öffentlichen Autoverkehr teilnehmen (wo Sehen neben dem Popometer der wichtigste Sinn ist). Bin da zwiegespalten... ist es nicht so, wie wenn man es dem Autohersteller zuschreibt, nur weil ich mitm Pappkarton Lada Priora im dt. Strassenverkehr tödlich verunfallt bin (mit so einem "Ding" fährt man üblicherweise nur in der Taiga, wo viiiel Platz ist)?
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon ronja » Dienstag 9. Februar 2016, 17:53

benkhoff hat geschrieben:irgendwie auch selbst Schuld, wenn man denkt man müsse mit einer Billig(gleitsicht?)brille unbedingt am öffentlichen Autoverkehr teilnehmen (wo Sehen neben dem Popometer der wichtigste Sinn ist). Bin da zwiegespalten... ist es nicht so, wie wenn man es dem Autohersteller zuschreibt, nur weil ich mitm Pappkarton Lada Priora im dt. Strassenverkehr tödlich verunfallt bin (mit so einem "Ding" fährt man üblicherweise nur in der Taiga, wo viiiel Platz ist)?


Jetzt muss ich hier aber mal ein Stopp schreien.
Im Endeffekt ist es doch so, dass es hier massiv Nachholbedarf gibt. Warum weichen viele Leute auf die günstigsten (absichtlich nicht billig geschrieben) aus? Weil es sich viele schlicht und einfach nicht leisten können. Und auch wenn eine Ratenzahlung möglich wäre, vielleicht ist die aber beim Kunden nicht möglich? Dies kann aus diversen Gründen so sein.
Um ein paar aufzuzählen:
- man kann sich grade so eine Brille für 300 € leisten, weil man sehr lange darauf sparen musste. Länger warten geht auch nicht, weil die Brille nötig ist.
- eine Ratenzahlung nicht möglich, weil man sowieso schon zu wenig im Monat zur Verfügung hat. Und wo kann man bitte eine Brille für ich sag mal 1200 € kaufen, und die dann in Raten zu 15 € abstottern.
- vielleicht war man mal auffällig und bekommt keine Ratenzahlung?
- vielleicht war man auch nicht auffällig, aber der liebe Nachbar, und man bekommt deshalb keine Ratenzahlung?

Andere Möglichkeit:
Warum gibt es keine verpflichtende Tests, nachdem eine Brille angefertigt wurde?
In der Regel bekommt man eine Brille angepasst und wenn der Kunde sagt, ich sehe komisch, es ist verzerrt usw. - bekommt man die Aussage, ja tragen Sie doch ihre Brille einfach mal ein paar Wochen. Das Gehirn gewöhnt sich schon dran.
Spätestens (!) hier sollte der Optiker darauf hinweisen, dass man so lange nicht mit dieser Brille Auto fahren darf, bis sich das Sichtbild normalisiert hat.
ABER:
Wer kann das nachprüfen?
Es kann niemand durch das Auge eines Betroffenen sehen.

Und ich weis selbst so gut, dass man durchaus Gewöhnungszeiten braucht (ich zum Glück nicht lange), und solange etwas verzerrt ist, fahre ich nicht.

Aber auch hier ein Aber: Es kann noch alles so klar und deutlich sein, ich sehe nichts bauchig oder trapezhaft oder ähnliches wenn ich meine Brillen trage.
Wenn ich das Auto z. B. in die Garage fahren muss, muss ich mich mit Brille deutlich mehr anstrengen und 5 mal mehr schauen, als wenn ich das mit Kontaktlinsen mache (da hat ja eben alles seine normale Proportion). Auf der Straße merke ich davon nichts, es sei denn, es geht mal sehr eng zu, dann habe ich das Phänomen Garage - wie viel Platz habe ich noch nach links oder rechts?

Und Leute, ihr müsst euch hier nicht den Schädel einhauen.
Man kann über dieses Thema absolut vernünftig dieskutieren und sich daran bereichern.
Und ich habe durchaus schon einiges dazu gelernt seit ich in diesem Forum bin!

Nun wünsche ich euch alle einen schönen Abend - trinkt ein Feierabendbierchen - aber fahrt dann kein Auto mehr :mrgreen:

LG,
Ronja

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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon benkhoff » Dienstag 9. Februar 2016, 18:47

um den Preis ging es mir nun auch nicht hauptsächlich, sondern um die komische Eigenart sein eigenes Verschulden immer/oft auf Andere abzuwälzen. Jeder ist seines Glückes Schmied.
Beispiel: man isst zu mittag für 4,99 euro beim Billig-Chinesen "Buffet", fährt dann auf der Autobahn, wo einem schlecht wird, und man durch einen Unfall dann stirbt. Ist nun der Chinese Schuld, dessen Buffet -teilweise- verdorben war? Man hätte auch für 1,50 euro mehr eine "ordentliche" Pizza essen können.


wichtig ist folgendes hervorzuheben, und da danke ich dem optikgutachter ebenfalls für sein Engagement: ruckizucki-Messungen allein mit einem Autorefraktometer, womöglich noch von einer "Helferin" oder vom Praktikanten, sind völlig unzulässig. Wer sowas erlebt, sollte möglichst schnell den Laden verlassen...!
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon prüflingsprüfer » Dienstag 9. Februar 2016, 19:00

benkhoff hat geschrieben:...
wichtig ist folgendes hervorzuheben, und da danke ich dem optikgutachter ebenfalls für sein Engagement: ruckizucki-Messungen allein mit einem Autorefraktometer, womöglich noch von einer "Helferin" oder vom Praktikanten, sind völlig unzulässig. Wer sowas erlebt, sollte möglichst schnell den Laden verlassen...!


genau darum geht es eigentlich
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon ronja » Dienstag 9. Februar 2016, 19:09

Das hab ich schon verstanden.
Habe nur mal auf das Statement billig geantwortet.

Das Problem ist evtl aber auch: Leute die noch nie vorher eine Brille gebraucht haben geraten an ein solches Geschäft.
Ich studiere ja vorher auch nicht den Beruf eines medizininers bevor ich zum Arzt gehe. Also woher sollen es die EV wissen...
Ist wohl ein schwieriges Thema. :shock:

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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon prüflingsprüfer » Dienstag 9. Februar 2016, 19:13

ronja hat geschrieben:Das hab ich schon verstanden.
Habe nur mal auf das Statement billig geantwortet.

Das Problem ist evtl aber auch: Leute die noch nie vorher eine Brille gebraucht haben geraten an ein solches Geschäft.
Ich studiere ja vorher auch nicht den Beruf eines medizininers bevor ich zum Arzt gehe. Also woher sollen es die EV wissen...
Ist wohl ein schwieriges Thema. :shock:


naja, nicht wenige "googeln" ihre "Krankheit" im Internet und kommen mit gefährlichen Halbwissen daher....
...und andere wollen ihre Fern-Brillenglaswerte selbst umrechnen, um Nah-Brillenwerte zu bekommen :roll:
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon benkhoff » Dienstag 9. Februar 2016, 19:20

ronja hat geschrieben:Das Problem ist evtl aber auch: Leute die noch nie vorher eine Brille gebraucht haben geraten an ein solches Geschäft.

da haben Sie völlig Recht! Und deswegen ist es so wichtig, daß solche Gerichtsurteile gefällt und bekannt werden. Und, daß es solche Kollegen gibt, die sich mit dieser Thematik befassen!
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon Distel » Dienstag 9. Februar 2016, 19:47

ronja hat geschrieben:Andere Möglichkeit:
Warum gibt es keine verpflichtende Tests, nachdem eine Brille angefertigt wurde?
In der Regel bekommt man eine Brille angepasst und wenn der Kunde sagt, ich sehe komisch, es ist verzerrt usw. - bekommt man die Aussage, ja tragen Sie doch ihre Brille einfach mal ein paar Wochen. Das Gehirn gewöhnt sich schon dran.
Spätestens (!) hier sollte der Optiker darauf hinweisen, dass man so lange nicht mit dieser Brille Auto fahren darf, bis sich das Sichtbild normalisiert hat.

Das Angedachte ist sicherlich sinnvoll und wird bereits von vielen Kollegen auf freiwilliger Basis umgesetzt.

Mit einem verpflichtenden Test wird auch in ferner Zukunft nicht zu rechnen sein! :?

Der Gesetzgebung unserer Regierung,
die noch nicht einmal Wiederholungssehteste für alle Verkehrsteilnehmer zustande bringt
die zulässt, dass Fehlsichtige im Internet Kontaktlinsen ohne Kontrolle bestellen können ( in den USA unmöglich)
die zulässt, dass Fehlsichtige per Internet nach eigenen laienhaften Angaben Brillen anfertigen lassen können
...wirkt für mich unglaubwürdig.

Wir sprechen nicht über Schuhe, die nicht passen ! .....sondern über die Brille und die Kontaktlinsen. :shock:

Diese Artikel werden für die Gesundheit so wichtig eingestuft, dass sie im Medizinproduktegesetz erfasst sind.
Nur die Auslegung und die Umsetzung lassen stark zu wünschen übrig! :mrgreen:
Böswillige würden von grober Fahrlässigkeit sprechen!
Nemo me impune lacessit - Niemand reizt mich ungestraft

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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon ronja » Dienstag 9. Februar 2016, 19:57

Hallo zusammen,

Das MPG schließt es ja im Grunde sogar aus, dass KL oder Brillen über das Netz verkauft werden können:
§ 4 Verbote zum Schutz von Patienten, Anwendern und Dritte.
In anderen Bereichen wird das MPG überwacht bis sonst wohin (weiß ich aus früherer beruflicher Arbeit).
Warum also nicht auch hier?
Wo kein Kläger kein Richter. Oder aber keiner traut sich an die Lobby ran.
Fließt doch überall etwas. Und wenn es am Ende Tränen sind.

Spezi
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Re: Fortsetzung:Gerichtsurteile-Unzulässige Schnellverordnun

Beitragvon Spezi » Dienstag 9. Februar 2016, 20:37

ronja hat geschrieben:Wo kein Kläger kein Richter. Oder aber keiner traut sich an die Lobby ran.
Fließt doch überall etwas. Und wenn es am Ende Tränen sind.


Das Problem (das haben wir ja bei der Petition gesehen) ist, dass am Ende die Optiker als eine Clique, die nur ihre Pfründe sichern will, oder noch schlimmer als Blockwart dargestellt und wahrgenommen werden. :wink:


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