Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt...

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Traumtänzerin
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Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt...

Beitragvon Traumtänzerin » Sonntag 3. Juli 2016, 23:32

(Dies ist gedacht als Info für Endverbraucher, damit sie besser verstehen können, warum manche "Optiker"läden so billig sind)

Wohl jeder von uns hat sie schon gesehen, die Plakate „Jede Einstärkenbrille für … Euro“ , „Jede Gleitsichtbrille für … Euro“ an diesen „Stores“, die immer Tag der offenen Tür zu haben scheinen – und dann fragt man sich vielleicht, warum die eigentlich sooo billig sein können.

Ich bin gestern bei Facebook auf einen Link gestoßen, der zu den Stellenangeboten dieses Filialisten führte, und habe mich dort, neugierig wie ich bin, ein wenig umgesehen. Für die österreichische Filiale, um die es in dem Link ging, suchte man folgende Kategorien von Mitarbeitern:

- Store Manager
- Augenoptiker
- Kundenberater
- Aushilfe auf 450-Euro-Basis
(Auflistung aus dem Gedächtnis, die betreffenden Stellenangebote scheinen mittlerweile verschwunden zu sein)

Ich war ein wenig verwundert, wie stark doch hier der Schwerpunkt auf fachfremdem Personal lag – für das die wichtigsten Eigenschaften Freude am Beraten und Verkaufen (und Erfahrung darin) und Freude an Mode („Trends und Fashion“) zu sein schienen – irgendeine Affinität zu Brillen oder Augenoptik wurde nicht ausdrücklich gewünscht, geschweige denn verlangt.

Mich interessierte natürlich, wie es in einem Geschäft, in dem die Fachleute in der Minderheit sind, mit der Refraktion gehandhabt wird. Ich weiß nicht mehr genau, wie meine Fragestellung war (leider wurde das ganze Thema bei Facebook inzwischen gelöscht), aber die Antworten, die kamen, waren für mich nicht zufriedenstellend, eher ausweichend – es wurde weder klar gesagt, DASS Laien dort refraktionieren, noch, dass sie es NICHT tun, vielmehr betonte man, dass ihnen in vielen internen Schulungen Grundwissen vermittelt werde und dass immer Optiker und Meister anwesend seien. Als ich dann die Antwort rekapitulierte, so wie ich sie aufgefasst hatte, nämlich DASS Laien dort refraktionieren und im Bedarfsfall den Fachmann hinzuziehen, wurde das leicht angesäuert als meine Behauptung bezeichnet und im Nachsatz betont, dass man genug Augenoptiker kenne, deren Refraktionsqualitäten nicht dem Standard entsprächen.

Welche Schlüsse man aus solchen Antworten zieht, bleibt jedem selbst überlassen.

Ich möchte hiermit nicht diesen Filialisten und seine Brillen in irgendeiner Form herabwürdigen – ich habe Leute in meinem Bekanntenkreis, die mit solchen Brillen sehr zufrieden sind. Aber jedem, der dort kauft, sollte klar sein, dass man für diese sehr günstigen Preise natürlich Abstriche an anderer Stelle hinnehmen muss.

Wenn man mit diesen Einschränkungen leben kann, ist das in Ordnung, aber die Entscheidung sollte jeder für sich bewusst treffen und sich darüber im Klaren sein, dass der Schwerpunkt hier nicht in erstklassiger Augenoptik liegen kann.

P.S.: Zugute halten muss man diesem Konzept natürlich, dass die Verkäufer auch längst nicht so viel wissen müssen wie die Mitarbeiter eines herkömmlichen Augenoptikgeschäftes - wie ich in einer Beratung in einem solchen Laden vor einigen Jahren erfahren habe, hat der "Kundenberater" (egal ob Augenoptiker oder nicht) keinerlei Einfluss darauf, welche Gläser in die bestellte Brille eingebaut werden. Meine Frage, ob ich beim Brillenkauf Index 1,67 oder 1,74 bekommen würde, ließ sich nur durch Eingabe meiner Daten in den Computer klären, denn allein der bestimmt wohl, welche Gläser bei den gegebenen Werten in die ausgewählte Fassung kommen...
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon wörterseh » Montag 4. Juli 2016, 09:14

Was viele Brillenträger nicht wissen, erst umfangreiches Fachwissen und das Können des Optikers werden wirklich zu einer guten Brille führen. Ein 'Top Glas' und eine 'Markenfassung' alleine reichen nicht!
Ich möchte es mit einem Vergleich darstellen, schauen wir einmal zum Schmuck.: Wir werden uns alle darüber einig sein, daß Gold ein besonderes Material ist. Aber das allein macht noch kein Schmuckstück. Es bedarf das Können eines Goldschmiedes um dieses Material in ein besonderes Objekt zu verwandeln. Ein Goldschmied wird sogar in der Lage sein ein weniger edles Metall in ein Schmuckstück zu verwandeln. Wird das der angelernte Schmuckverkäufer auch schaffen?! ;-)
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon benkhoff » Montag 4. Juli 2016, 09:29

hallo TT,
du schaust ja immer tiefer in unsere Branche, und siehst nun -ab und zu- in die Abgründe, die sich da auftun... :wink: teilweise erschreckend, oder?
Leider ist das allgemein ein "Trend", nicht nur in der Augenoptik. Der Kunde "will" den billigsten Preis, also bekommt er auch selbstverständlich die billigste Qualität und den billigsten Service von billigen Menschen. Wer profitiert? die Großkonzerne, die immer billiger produzieren und absetzen (Absatzkosten=Personalkosten), die Menschen eher nicht (Standards sinken: sowohl in Qualität als auch Wert und Real-Lohn)... :roll:
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon GodEmperor » Montag 4. Juli 2016, 09:32

wörterseh hat geschrieben:Ein Goldschmied wird sogar in der Lage sein ein weniger edles Metall in ein Schmuckstück zu verwandeln. Wird das der angelernte Schmuckverkäufer auch schaffen?! ;-)

Da der aktuelle Kram ohnehin in Chinösien gefertigt wird (sonst wären diese Preise nicht haltbar) und alles immer austauschbarer wird (ich denke, z.B. dieser Pandorakram hängt an mindestens vier dutzend mal mehr Handgelenken als handgefertigter Schmuck, sind aber alle sowas von individuell. Nicht.) und man eben mit billigem Einkaufspreis und einer perversen Kalkulation einen scheinbaren Sonderpreis erschafft, wird der Fachmann immer egaler. Oder ungewünschter? Und wenns nicht klappt, hat der Kunde entweder Pech gehabt (irgendwelche Ausschlussklauseln) oder kriegt banal sein Geld zurück, weil Fehlersuche und -behebung einfach aufwändiger sind als Kasse auf, Geld raus.
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon vidi » Montag 4. Juli 2016, 09:59

GodEmperor hat geschrieben:
wörterseh hat geschrieben:Ein Goldschmied wird sogar in der Lage sein ein weniger edles Metall in ein Schmuckstück zu verwandeln. Wird das der angelernte Schmuckverkäufer auch schaffen?! ;-)

Da der aktuelle Kram ohnehin in Chinösien gefertigt wird (sonst wären diese Preise nicht haltbar) und alles immer austauschbarer wird (ich denke, z.B. dieser Pandorakram hängt an mindestens vier dutzend mal mehr Handgelenken als handgefertigter Schmuck, sind aber alle sowas von individuell. Nicht.) und man eben mit billigem Einkaufspreis und einer perversen Kalkulation einen scheinbaren Sonderpreis erschafft, wird der Fachmann immer egaler.

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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon Oppicker » Montag 4. Juli 2016, 10:08

Über die Material- und Verarbeitungsqualität lasse ich mich an der Stelle mal nicht aus..., freilich gibt ´s auch unter den klassischen Optikern Könner als auch Pfeifen. Und es refraktionieren auch beim klassischen Optiker schon mal entsprechend ausgebildetet Gehilfen, die freilich die Tiefen mancher Problemstellung nicht erkennen, weil ihnen das Grundwissen dazu fehlt.

Es ist nun schon eine ganze Weile her, da habe ich mich mal bei einem solchen Wettbewerber beworben. Ich hatte angenommen, dass das eben ein neueres Vertriebsmodell a la "Adonis" oder "Wenigmann" ist. Aber weit gefehlt. Schon beim Bewerbungsgespräch legte man mir nahe, nicht den "Wissenschaftler" heraushängen zu lassen, sondern den geschickten Modeberater zu geben sowie - "ganz wichtig" - möglichst Mehrfachverkäufe zu generieren.
D.h., das Geschäftsmodell zielt nicht im Geringsten darauf ab, jemandens Sehprobleme zu beheben ("die sollen halt zu einem Tradi gehen"), sondern - wegen des Reklamationsrisikos - unter nur leichter Veränderung der alten Gläserstärke möglichst viele Brillenaufträge auf einmal zu schreiben. Optikermeister sind lediglich proforma eingestellt, teilweise sogar in Teilzeit und selten als "Storemanager"/Filialleiter. Diese Posten gibt man lieber Kaufleuten, damit die Bilanz stimmt.

Mit einem Wort: Dreiste Blender!

Da wir uns hier im öffentlichen Teil befinden, sei all jenen, die eine Brille als Sehhilfe benötigen, dringend angeraten, solche Läden zu meiden. Wer die Brille dagegen als modisches Accessoire nützen und täglich wechseln möchte, kann sich dort preisgünstig mit Standardware eindecken. Ob der Modeartikel aber korrekt gefertigt und zentriert wurde, steht auf einem anderen Blatt. Es hat sie vielleicht eine ehemalige Friseuse bedient, die man angelernt hat.
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon vidi » Montag 4. Juli 2016, 10:12

Oppicker hat geschrieben:
Da wir uns hier im öffentlichen Teil befinden, sei all jenen, die eine Brille als Sehhilfe benötigen, dringend angeraten, solche Läden zu meiden. Wer die Brille dagegen als modisches Accessoire nützen und täglich wechseln möchte, kann sich dort preisgünstig mit Standardware eindecken. Ob der Modeartikel aber korrekt gefertigt und zentriert wurde, steht auf einem anderen Blatt. Es hat sie vielleicht eine ehemalige Friseuse bedient, die man angelernt hat.

Ich kenne sogar Fälle, in denen es die Putzfrau war.
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon benkhoff » Montag 4. Juli 2016, 10:25

zum Pandoraschmuck (eine dänische Firma) muss ich einiges klarstellen: der wird in Thailand von Hand gefertigt (maschinell geht das nämlich gar nicht). Es ist 925er Silber massiv, mit echten Edelsteinen (Rubine, Safire - klein und günstig!) oder mit Glas. Oder die Elemente bestehen aus massivem 585er Gold und sind auch entsprechend teuer. "Teuer" heisst heute "über 500.-", denn mehr können sich die Deutschen zZ wohl nicht leisten. Echter, in Deutschland von einem Juwelier angefertigter Schmuck??? Wird zZ nur 3 mal pro Tag in ganz Deutschland gekauft. Da gibt es keine Nachfrage mehr. Unter jungen Leuten schon gar nicht. Und wer kann sich den leisten?
Die größten Juweliere wie Deiter in Essen, gehen grade pleite. Rüschenbeck ist insolvent, ebenso Wempe. Chinesen oder Thais übernehmen die grade (weil die in den letzten Jahren gut verdient haben!)...

Ich bin ganz froh, daß ich Pandora habe, denn alles andere liegt wie Blei! Die klassichen Ringe, Goldketten, usw sind einfach nicht mehr gefragt. Nur als Goldankauf.
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon GodEmperor » Montag 4. Juli 2016, 10:46

vidi hat geschrieben:Warum der Name Pandora gewählt wurde.....

Weils der einzige Standardkram war, der mir spontan einfiel...
benkhoff hat geschrieben:Ich bin ganz froh, daß ich Pandora habe, denn alles andere liegt wie Blei! Die klassichen Ringe, Goldketten, usw sind einfach nicht mehr gefragt. Nur als Goldankauf.

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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon vidi » Montag 4. Juli 2016, 10:56

GodEmperor hat geschrieben:
vidi hat geschrieben:Warum der Name Pandora gewählt wurde.....

Weils der einzige Standardkram war, der mir spontan einfiel...

Nicht du warst gemeint, sondern der Erfinder von dem Schmuck.
Gruß
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon GodEmperor » Montag 4. Juli 2016, 11:51

Achso, kenn mich bei Schmuck überhaupt nicht aus, aber den kannte ich. Pandora war die Strafe für die Menschheit weil Prometheus den Göttern das Feuer gestohlen hatte. Mal fix gegoogelt: Laut Nietzsche ist die Hoffnung das größte Übel in Pandoras Büchse. Wirklich interessante Namenswahl. "Hoffentlich schenkt er mir zum Geburtstag den und den Anhänger... Doch nicht."
Das war für mich immer stellvertretend für Pandoras Büchse:
Bild
War ja auch nicht nett, was da raus kam...
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon Traumtänzerin » Montag 4. Juli 2016, 15:44

Ich habe gerade eine Stellenanzeige des betreffenden Filialisten für einen Hamburger "Store" entdeckt - da taucht doch am Ende, sozusagen unter "ferner liefen" tatsächlich auf: "Interesse, sich in die Augenoptik einzuarbeiten" - na ja, "ggf. Interesse... - aber immerhin!

Überschrift:
Brillenverkäufer.PNG
Brillenverkäufer.PNG (7.94 KiB) 1631 mal betrachtet


Ausschnitt aus dem Stellenangebot:
Interesse.PNG
Interesse.PNG (26.68 KiB) 1631 mal betrachtet


SINN dieses ganzen Threads aus meiner Sicht: Dem Brillenträger zu ermöglichen, zwischen einem Augenoptikbetrieb und einem Modebrillengeschäft zu unterscheiden und zu verstehen, woher die Preisunterschiede kommen. Dank an Oppicker für das Beisteuern der eigenen Erfahrungen, die das Prinzip dieser Läden sehr gut verdeutlichen!
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Beitragvon optikgutachter » Montag 4. Juli 2016, 16:37

Traumtänzerin hat geschrieben:.....hat der "Kundenberater" (egal ob Augenoptiker oder nicht) keinerlei Einfluss darauf, welche Gläser in die bestellte Brille eingebaut werden.


Die Auswahl der Materials für die Brillengläser trifft der Computer und eine Änderung in den tatsächlichen Bedarf ist nicht möglich.
Es gibt bekanntermassen nur eine Firma die Ihren eigenen Mitarbeitern nicht einmal zutraute das richtige Material selbst zu wählen.
eyes + more
@eyes + more: Hoffentlich dürfen die das mittlerweile :wink:
(Habe eine Meisterin die sich da mal vorgestellt hat. Da fängt die im Leben nicht an, denn dafür hat sie nicht studiert.)

Bevor wieder Reklamationen kommen. Für den Laien erklärt:
Kunststoff Index 1.6 hat eine deutlich höhere Bruchfestigkeit wie das 1,5er Material.
Wenn der Kunde dieses aus Sicherheitsgründen benötigt, so sollte man es auch bestellen können.

In dem Sinne OG
Zuletzt geändert von optikgutachter am Montag 4. Juli 2016, 16:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon berlyn » Montag 4. Juli 2016, 16:37

Verdienen gelernte Augenoptiker so viel mehr Geld als Fachverkäufer?

Ich hatte vor etwa 2 Jahren einen Kunden, der als Student selbst bei dieser Kette gejobt hat. Ihm wurde in einen dreimonatigen Kurs in einer Filiale in Berlin das Verglasen von Brillen in der Werkstatt und Refraktion beigebracht. Er hat dann in Nürnberg einige Monate gearbeitet und hat dort zahlreiche Kunden refraktioniert...
Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.

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Re: Dinge, die einem der Billigbrillenverkäufer nicht sagt..

Beitragvon optikgutachter » Montag 4. Juli 2016, 16:54

berlyn hat geschrieben:Ihm wurde in einen dreimonatigen Kurs in einer Filiale in Berlin das Verglasen von Brillen in der Werkstatt und Refraktion beigebracht. Er hat dann in Nürnberg einige Monate gearbeitet und hat dort zahlreiche Kunden refraktioniert...


Refraktionieren und verordnen darf nur der Meister und wenn das stimmen sollte ist das unseriös und verantwortungslos.
Bei hierdurch entstandenen Personenschäden sogar strafbar. (So ein Jurist.)
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