Weitsichtigkeit

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Minouche
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Weitsichtigkeit

Beitragvon Minouche » Sonntag 14. Oktober 2018, 20:36

hallo ihr lieben,

anfang des jahres bekam ich eine brille, gläser eyezen wow 0.6 protect 1.6 crizal f mit folgenden werten: sph R + 1.25 Zyl -0.50 Achse 090
L + 1.00 Zyl -0.25 Achse 023

Kam mit der Brille einfach nicht klar- Die Optik war vollkommen trapezförmig verzogen, Kopfschmerzen ohne Ende etc. Auf der rechten Seite war der Boden ständig verzerrt, einfaches auf der Straße laufen kam nem Drahtseilakt gleich, weil ich permament ins Leere getreten bin. Bordsteinkante war erhöht etc. etc.
Nachdem ich die Brille auf Anraten des Optikers mehrere Wochen getragen hatte, stellte sich keine Besserung ein. Also wieder hin, mit der Bitte, sich die Werte anzusehen.
Dieses Mal ergaben sich vollkommen andere Werte: Gläser, wie oben genannt: Sph R +0.50 Zyl -0,25
L +0.0

Und auch diese Brille hatte nicht den gewünschten Effekt. Die Dioptrien erschienen mir zu schwach. Hatte dann ehrlich gesagt, keine großen Ambitionen mehr, mich ein drittes Mal damit auseinanderzusetzen und die Angelegenheit auf Eis gelegt.
Zwischenzeitlich hab ich mich dann doch wieder aufraffen können, in der Hoffnung, ich fände bei einem anderen Optiker endlich die optimalen Brillengläser mit passender Stärke. Aber auch das sollte leider wieder zu ner Sisyphos Aufgabe ausarten. Zunächst Brillengläser von essilor/ AR EI FBL BUSC 65/00 mit folgenden Werten R 1.75 Zyl -0.50 Achse 90
L 1.50 Zyl -0.25 Achse 23

Die Empfehlung war, es mit einer Lesebrille zu versuchen. Pscha, offensichtlich sind da die Dioptrien zu stark gewesen. Wieder trapezartige Verzerrungen, die sich auch nach mehreren Wochen nicht legen wollten. Kopfschmerzen etc. Tenor war, so oft wie möglich tragen.
Wieder zum Optiker, dieses Mal das Anraten, es mit einer Alltagsbrille zu versuchen. Dioptrien wie die oben erstgenannten. Im Prinzip gut, im Nahbereich sind selbst die Verzerrungen halbwegs verschwunden, aber den ganzen Tag tragen, wie vom Optiker angeraten, funktioniert leider nicht, da ich nun in der Ferne unscharf sehe. Langsam bin ich schier am Verzweifeln, weil immer noch kein Ende in Sicht und nichts den gewünschen Erfolg gebracht hat. Weiss jemand eventuell, weswegen ich nun in der Ferne mit Unschärfe zu kämpfen hab?

Freue mich über Rückmeldung,

deephorst
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Re: Weitsichtigkeit

Beitragvon deephorst » Sonntag 14. Oktober 2018, 23:13

..
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Minouche
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Re: Weitsichtigkeit

Beitragvon Minouche » Montag 15. Oktober 2018, 09:03

.....?

Ich hatte seit längerer Zeit Probleme im Nahbereich-
Lesen fiel mir schwer, weil unscharf. Da ich häufiger mit Lupe arbeite, war das auch alles andere als förderlich.
Der erste Optiker meinte, ich solle es mit sog. Comfortgläsern versuchen- ne Art Zwischending zwischen Gleitsicht und Normal. Funktionierte ja, wie oben beschrieben nicht. Der Wechsel brachte auch keine signifikante Veränderung, jedenfalls die erste Brille nicht. Mir wurde eine Lesebrille empfohlen. Wurde dann auch angefertigt- Problem ergab sich dann aber mit ner Überkorrektur und den trapezartigen Verzerrungen, die auch nach Wochen nicht weichen wollten. Wieder hin, mit der Bitte sich das Ganze anzusehen. Plötzlich hiess es, ich bräuchte ne Alltagsbrille- mit weniger Dioptrien. Soll sie dann auch den ganzen Tag tragen. Grundsätzlich ist die Stärke ok was den Nahbereich betrifft, aber sobald ich in die Ferne schaue, wird alles unscharf. Muss sie ständig auf- und absetzen. Das war dann aber doch auch nicht Sinn und Zweck dieser Übung. Ich soll nun ein weiteres Mal hin.
Die Frage war, weswegen ich nun in der Ferne unscharf sehe, wenn ich die Brille angeblich den ganzen Tag tragen soll.

deephorst
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Re: Weitsichtigkeit

Beitragvon deephorst » Montag 15. Oktober 2018, 13:52

...!
vermutlich wurde eigentlich angestrebt die Ferne voll zu korrigieren, daher Empfehlung ganztags,
in der Hoffnung, dass das auch für die Nähe (noch) reicht
und wenn die Nähe ok ist aber die Ferne nachhaltig unscharf, ist es halt doch eher eine Nahbrille geworden
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Minouche
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Re: Weitsichtigkeit

Beitragvon Minouche » Montag 15. Oktober 2018, 14:14

super!

was kann ich oder der optiker nun tun, um dieses problem zu beheben.
hatte vorhin vergessen auf die frage bezüglich alter einzugehen- bin 41. frag mich, ob es einen unterschied macht, ob weitsichtigkeit oder alterssichtigkeit im bezug auf die brille.

was wäre denn nun ratsam?

deephorst
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Re: Weitsichtigkeit

Beitragvon deephorst » Dienstag 16. Oktober 2018, 23:57

naja, also erstmal die Ferne mit den echten aktuellen Werten voll korrigieren

Vollkorrektion Ferne ist in Deinem Fall die relativ pluslastigste Stärke, mit welcher
der definitiv schärfste und gleichwohl angenehme Fernblick gegeben ist, ohne Nebel.
Am besten auf der Gasse mit Weitblick und passenden Vorhaltern verifizieren.
Im Zweifelsfall auch gerne an 2 unterschiedlichen Tagen kontrollieren.
Wenns mit dieser Stärke dann auch beim Lesen noch gut ist, ja super.
Bis hierhin bist Du einfach weitsichtig / hyperop / Fernbrille reicht

Solltest Du merken, dass diese Stärke für weit gut ist und für nah besser als ohne,
aber dass die Nahsicht dennoch anstrengend oder nicht wirklich komfortabel ist,
und dass die mit zB + 1,0 über die Ferne gehalten aber drastisch besser wird
dann biste ab hier weitsichtig + alterssichtig / presbyop hyperop/ Fernbrille reicht nimmer

Das ist auch der ganz massgebliche Unterschied bezüglich der Brille
Mit der noch-nur-Weitsichtigkeit-Fernbrille steckst Du - noch - alle Entfernungen weg.
Ab irgendwann zieht das aber nicht mehr, und dann brauchste halt unterschiedliche Stärken,
Fern weniger, Nah mehr. Oben weniger, unten mehr.
Also Gleitsicht, Eyezen, oder wegen mir auch Bifokal.
So ist das halt, trifft alle irgendwann. :wink:
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Re: Weitsichtigkeit

Beitragvon Minouche » Donnerstag 18. Oktober 2018, 20:55

hey sorry, dass ich mich jetzt erst zurückmelde- lieben dank für deine mühe!

ich hab da im hinblick auf gleitsicht ziemliche bauchschmerzen, da die allererste brille ja quasi nen mischding aus normaler und gleitsicht war und ich mit dieser brille überhaupt nicht klarkam- sprich, ich hätte mir auf den strassen berlins fast den hals gebrochen ;-)

was bliebe da denn als alternative? doch ne alltags und ne lesebrille? also doch ständig auf- und abziehen. vermutlich allemal besser, als sich den hals zu brechen ;-)

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Re: Weitsichtigkeit

Beitragvon Qwerty » Donnerstag 18. Oktober 2018, 21:52

Ich möchte da keinen mehr Stur überzeugen für ein Gleitsichtbrille, wer die Vorteile nicht sieht und ihm das Wechseln nicht massiv auf den Geist geht....

Ich habe nachweislich eine Erfolgsrate mit Gleitsichtgläsern von über 95% bei der Erstkorrektion. Bei geschätzten 2-3% bekomme ich es bei der Nachkorrektur meist mittels Prisma oder Personalisierten Gläsern aufgrund verschiedener Blickgewohnheiten hin. Bei einem kleinen Prozentsatz unter 1%, war ich nicht genau genug und bei den restlichen, weiß ich wenigstens warum’s nicht klappt. Aber auch für die gibt es noch andere Möglichkeiten im Bezug auf Mehrstärkengläser. Einen Fall einfach als Gleitsichtunverträglich abzuhaken ohne den Grund zu kennen, kommt für mich nicht in Frage.

PS: es gibt kein Mischding auch wenn man aus verschiedenen Marketingstrategien die Scherben einfach anders nennt. (zurecht wie man sieht, durch diese ganzen Vorurteile) Progressivglas bleibt Progressivglas! Es gibt Unterschiede in der Designvielfalt dieser Gläser aber sie haben alle eines gemeinsam: sie haben einen „Progressiven“ Stärkenverlauf. Ob Gleitsicht, Wellnes, Relax, PAL oder Multikomfort! Es sind schlussendlich alles Progressivgläser!!

Lg
Der Satz von Minkwitz, ob man‘s glaubt oder nicht, ist kein Witz :mrgreen:


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