Was für Brille -blicke nicht mehr durch

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T.H.
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Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon T.H. » Donnerstag 12. Juli 2018, 14:39

Hallo Forum,

die Augen lassen nach und umso verwirrter sind die Ratschläge (u.a. auch von Optikern) was für eine Brille ich nutzen soll.

Meine erste Lesebrille (R +2,25 L +2,50) ließ ich erst vor 6 Jahren beim Optiker machen lassen, meine damaligen Fern-Werte waren um die +0,75 und somit blieb es erstmal bei einer sog. Lesebrille. Damit bin ich eigentlich ganz gut ausgekommen, d.h. ich konnte damit entspannt lesen, am PC arbeiten, TV in 3m Entfernung schauen und auch auf Arbeit im Büro kam ich damit ganz gut zurecht -ohne eine andere Art Brille zu vermissen.

Nun ist mir aber die besagte Lesebrille kaputt gegangen und ich bin zu 2 Optikern gegangen um mich nach einer neuen umzuschauen und gleichzeitig auch 2 neuere Sehtests zu haben. Der eine Optiker hat im Nahbereich R +3,00 und L +3,00 gemessen und im Fernbereich R +1,5 L +1,5. Der andere Optiker entsprechend Nahbereich R +3,25 und L +3,25 und im Fernbereich R +1,75 L +1,75. Beide Optiker haben mir auf jeden Fall eine Fernbrille zu der Lesebrille empfohlen und fürs Autofahren sogar zwingend(fahre aber kein Auto). Ich muss aus meiner Sicht sagen, dass ich zwar auch ohne Fernbrille den Alltag meistere jedoch mehr Sehstärke nicht verkehrt wäre.

Gekauft bzw. machen lassen habe ich mir erstmal eine Einstärkenbrille mit L/R +3,00 in der Hoffnung, dass ich sie mindestens für die oben aufgezählten Situationen nutzen kann aber ein Tick besser sehen kann. Dem ist nun mit 3,00 dpt nicht so. Lesen kann ich damit selbstverständlich, am PC (60-70cm) arbeiten geht auch, Laptop und Tablet in Unterschiedlichen Abständen gehen auch. Mit dem Fernseher im 3m Entfernung wird es dann grenzwertig, d.h. ich kann damit alles sehr gut erkennen aber etwas näher am TV wäre sicherlich besser. Im Büro sehe ich zwar die nähere Umgebung, aber ab 3-4m schon etwas verschwommen.

Die üblichen Optiker Empfehlungen gehen von Lesebrille, über PC-Brille und Gleichsichtbrille bis hin zur Fernbrille. Ich bin somit also sehr verwirrt, denn ich lese im Internet dass z.B. eine Gleichsichtbrille schlecht zum lesen und am PC ist oder dass eine PC-Brille wiederum keine Gleitsichtbrille ist und mit einer Fernbrille man ohnehin nicht lesen kann. Und nu?

Wie sieht ihr das, welche Brille wäre für mich am geeignetsten? Ich möchte so wenig wie möglich Brillen haben und anderseits eine, die für die meisten Alltagssituationen (TV, PC, Büro, spazieren gehen) geeignet wäre.

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Saibaba
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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon Saibaba » Donnerstag 12. Juli 2018, 15:22

Sinnvoll wäre eine Gleitsichtbrille mit der man den Alltag meistern kann. Eine Lesebrille, die du ja schon besitzt, ist nie verkehrt bei Weitsichtigen, denn damit kann man entspannt ein Buch im Bett, oder in Lümmelstellung im bequemen Sessel, lesen. ( Funktioniert mit Gleitern zwar auch, ist aber u.U. etwas anstrengend). Eventuell braucht es zur Arbeit am PC noch eine PC-Brille, wenn es mit der Gleitsichtbrille nicht funktioniert. Kommt natürlich darauf an, wieviel Zeit du am PC verbringst.

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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon Roland A. Frank » Donnerstag 12. Juli 2018, 17:48

...und natürlich noch eine Gleitsicht-Sonnenbrille nicht vergessen!
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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon Saibaba » Donnerstag 12. Juli 2018, 18:11

Natürlich, die auch noch. :mrgreen:

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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon optikgutachter » Donnerstag 12. Juli 2018, 19:53

Den dazu entscheidenden Punkt wurde leider nicht mitgeteilt:
Welche (sogenannte) Akkommodationsfähigkeit haben sie noch?
D.h. : Wieviel Pluswirkung -in unseren Einheiten gerechnet- können Sie im Auge noch erzeugen?
Mithilfe dieser Angabe lässt sich dann die Anfrage leicht beantworten .

MfG

OG
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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon T.H. » Freitag 13. Juli 2018, 08:34

optikgutachter hat geschrieben:Welche (sogenannte) Akkommodationsfähigkeit haben sie noch?


Was ist das, welche Abkürzung hat es und wo steht das auf dem Brillenpass/Rechnung?

optikgutachter hat geschrieben:D.h. : Wieviel Pluswirkung -in unseren Einheiten gerechnet- können Sie im Auge noch erzeugen?
Mithilfe dieser Angabe lässt sich dann die Anfrage leicht beantworten .


Auch hier verstehe ich nicht was gemeint ist. Wo finde ich diese Angaben?

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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon optikgutachter » Freitag 13. Juli 2018, 11:34

Bei jeder normalen Brillenglasbestimmung wird u.a. die Akkommodationsfähigkeit der Augen gemessen.
D.h. wieviel Pluswirkung kann der Kunde mittels der inneren Augenlinse noch selber erzeugen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Akkommodation_(Auge)

Wenn Ihre Akk.-Fähigkeit als Wert nicht mitgeteilt wurde dann befragen Sie bitte die Person,
welche die Sehstärkenbestimmung mit Ihnen durchgeführt hat.

Gruß aus Köln

OG
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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon Lutz » Freitag 13. Juli 2018, 11:51

@OG: Bei einer Add. von 1,50 wie in diesem Fall dürfte sie ca. 1,0 bis 1,25 betragen, oder? Wo soll die Frage hinführen?

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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon Qwerty » Freitag 13. Juli 2018, 12:10

Um es zu vereinfachen:
Das Minimum an Brillen dass sie in Zukunft benötigen sind 2.
Eine Gleitsichtbrille für den Alltag und eine degressivere Nahbrille sog. Arbeitsplatz oder auch PC-Brillen die für besondere Sehaufgaben in der Nähe u.v.a im erweiterten Nahbereich bis 1m genutzt werden können.
Darüber hinaus kann es passieren, dass sie noch weitere Brillen benötigen wie u.a eine Sonnenbrille.

Diesen Bedarf kann ein guter Augenoptiker nach einer entsprechenden Bedarfsanalyse für sie herausfinden und sie zufriedenstellend versorgen.

Lg und ein sonniges Wochenende
Der Satz von Minkwitz, ob man‘s glaubt oder nicht, ist kein Witz :mrgreen:

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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon optikgutachter » Freitag 13. Juli 2018, 13:19

Lutz hat geschrieben:@OG: Bei einer Add. von 1,50 wie in diesem Fall dürfte sie ca. 1,0 bis 1,25 betragen, oder? Wo soll die Frage hinführen?


Zur Beantwortung. :wink:
Wir wissen nicht, ob die Addition gemessen/berechnet oder nur geschätzt ist.
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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon T.H. » Freitag 13. Juli 2018, 14:34

Hallo Leute und vielen Dank für die vielen Antworten! :D


optikgutachter hat geschrieben:Bei jeder normalen Brillenglasbestimmung wird u.a. die Akkommodationsfähigkeit der Augen gemessen.


Falls damit der sog. Add- bzw. Addition-Wert gemeint ist, so ist dieser Wert als 1,5 (s.Bild) angegeben. Und der andere Optiker hat außer der "Sphäre" von 1,5dpt nichts weiter angegeben. Bin absoluter Laie in Sachen Optik -nimmt es mir also nicht übel dass ich mit Optikern-Begriffen Null anfangen kann.

Unbenannt.jpg
Hier die verfügbaren Werte
Unbenannt.jpg (94.86 KiB) 876 mal betrachtet


Qwerty hat geschrieben:Eine Gleitsichtbrille für den Alltag und eine degressivere Nahbrille sog. Arbeitsplatz oder auch PC-Brillen die für besondere Sehaufgaben in der Nähe u.v.a im erweiterten Nahbereich bis 1m genutzt werden können.


Eine Gleitsichtbrille OK, darauf stelle ich mich schon ein. Aber eine PC-Brille bis 1m...? Ich sehe doch jetzt schon mit meiner 3dpt Lesebrille am PC, Laptop, Tablet und sogar den TV in 3m Entfernung. Kann eine PC-Brille echt nicht mehr als 1m? Denn beide Optiker erzählten mir was von: am PC arbeiten, den Kollegen gegenüber klar sehen, den ganzen Raum ebenfalls erfassen und zum Schluss sogar einen Kalender an einer Wand im Raum (ohne jetzt dessen Entfernung anzugeben) ablesen können. Für mich klang das nach einer Brille für einen Umkreis von 5m... :oops:
Qwerty hat geschrieben:Darüber hinaus kann es passieren, dass sie noch weitere Brillen benötigen wie u.a eine Sonnenbrille.


Eine Sonnenbrille habe ich, empfinde jedoch noch keinen Bedarf durch die schwarzen Gläser noch zusätzlich was vergrößert zu sehen. Wenn ich Auto fahren würde -dann sollte man sicherlich darüber nachdenken.

Qwerty hat geschrieben:Diesen Bedarf kann ein guter Augenoptiker nach einer entsprechenden Bedarfsanalyse für sie herausfinden und sie zufriedenstellend versorgen.

Lg und ein sonniges Wochenende


Tja, die Sache ist nur die: Weder bei Fielmann noch bei Optikern um die Ecke bekommt man eine optimale Bedarfs-Analyse -bei Filemann weil es schnell gehen soll, beim Optiker um die Ecke weil man noch keine 500€-Brille bei ihm bestellt hat. Die "Analyse" geht sogar soweit, dass man mir die gemessenen Werten vorenthält -selbst auf Nachfrage wollte der Optiker mir diese nicht mitteilen.... :oops:

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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon Onkel Bob » Freitag 13. Juli 2018, 15:20

hmm....also ich denke du hast noch nicht 'deinen' opticus gefunden... :roll:
...es ist nicht so wie du denkst...

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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon optikgutachter » Freitag 13. Juli 2018, 15:23

Qwerty hat geschrieben:Diesen Bedarf kann ein guter Augenoptiker nach einer entsprechenden Bedarfsanalyse für sie herausfinden und sie zufriedenstellend versorgen.


Leider -für Sie- ist diese Frage ohne Angabe der Einstellfähigkeit des Auges (Akkommodationsfähigkeit) auch hier nicht zu beantworten.

Ich empfehle also den Rat des Kollegen anzunehmen und sich einen Optiker des Vertrauens zu suchen, welcher Ihren Bedarf ermittelt
und nicht aus Zeit- und Umsatzgründen Teilinformationen oder Schnelllösungen abliefert.
Insbesondere ist für eine Arbeitsbrille der Arbeitsplatz VORHER zu vermessen!
Wer ohne diese Angaben versucht etwas für Sie anzufertigen handelt nicht in Ihrem Sinne. (Höflich ausgedrückt.)

zum Messblatt (Download):
https://www.optikgutachter.de/index.php ... atzbrillen
(LINK 2)

Das für Sie NACH DEN ERMITTLUNGEN angebotene Gleitsicht- und/oder Officeglas wird Ihren Anforderungen entsprechen.
VOR der Ermittlung angebotene (Gleitsicht-/ Office-)Gläser bieten Ihnen nur die Möglichkeit HINTERHER zu erfahren, ob diese für Sie tauglich sind.
(Gemeint ist: "Lieber Kunde, finde nach der Bezahlung selbst heraus, ob das für Sie brauchbar ist.")

Eine Messung und die Bedarfsermittlung dauert bei mir nicht unter 1-1.5 Stunden.
Möchten Sie die Brille dort nicht kaufen bitte ich aber um Verständnis,
daß auch die Kollegen nicht gedenken eine der zeitintensivsten Hauptarbeiten kostenlos abzuliefern.

Weitere Infos:
Für eine Bildschirmarbeitsplatzbrille : viewtopic.php?f=28&t=17280
Für eine Gleitsichtbrille : viewtopic.php?f=28&t=17598



Viel Erfolg.

OG
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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon Spezi » Freitag 13. Juli 2018, 15:27

T.H. hat geschrieben:
Tja, die Sache ist nur die: Weder bei Fielmann noch bei Optikern um die Ecke bekommt man eine optimale Bedarfs-Analyse -bei Filemann weil es schnell gehen soll, beim Optiker um die Ecke weil man noch keine 500€-Brille bei ihm bestellt hat. Die "Analyse" geht sogar soweit, dass man mir die gemessenen Werten vorenthält -selbst auf Nachfrage wollte der Optiker mir diese nicht mitteilen.... :oops:



Welche Kosten sind dir, für die Refraktion entstanden!

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Re: Was für Brille -blicke nicht mehr durch

Beitragvon optikgutachter » Freitag 13. Juli 2018, 15:29

Auf dem Stärken Zettel fehlen wesentliche Angaben.

Arbeitsplatzdistanzen sind nicht angegeben, Arbeitsentfernung(en), Lesedistanz Nähe ... usw.
Akkommodationsfähigkeit ist gar nicht erst als Feld vorgesehen.....

Ich frage mich ernsthaft, wie man ohne diese Kenntnisse die Empfehlung für eine Gleitsicht- und eine Lesebrille abgegeben wird.
Wenn das ermittelt wurde, was ich hoffe, ist alles gut. 8)
Wenn das aber nicht ermittelt wurde: Darf ich mal fragen wer das war ? :?
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