Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

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Zapfestreich
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Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Zapfestreich » Mittwoch 21. März 2018, 16:44

Ein freundliches Hallo aus Bremen,

ich 50 Jahre alt, habe seit Vorgestern eine Gleitsichtbrille und bin ziemlich enttäuscht.
Ich habe natürlich das "premiumpaket" (größrer Sichtbreich, Blaufilter ect.) genommen und finde den Sehbereich von Mitte und Nahbereich sehr klein.
Sitze ich z.B. vorm Monitor 70cm Abstand und lese etwas, so ist nur ein Bereich von 6cm scharf.
Sprich ich fixiere ein Wort oder Buchstabe an und bewege die Augen auf einen Buchstaben 6cm weiter, ist dieser nicht scharf, lasse ich den Kopf folgen, sehe ich wie der Buchstabe scharf wird. Das ist doch nicht Stand der Technik für den mittleren Bereich auf 70cm Entfernung nur 6cm scharfes Sichtfeld bei Premium. Was für ein Sichtfeld soll man denn dann bei normalpreisigen Gläsern haben?

Dasselbe für den Nahbereich, auf 35cm Entfernung ein Bereich von ca 5cm Breite der Scharf dargestellt wird
Ich habe gerade mal nen Gestell für unter 200€ und liege knapp über 1000€ für solch ein Ergebnis?

Ist das wirklich Stand der Technik und Normal
Leider steht auf meiner Rechnung nicht mal drauf was für Gläser ich habe, also welcher Hersteller

Gemessen wurde Sphäre Cylinder Achse Addition PD
Rechts +0,75 -3,25 01° 1,75 32,0
Links +0,50 -3,00 04° 1,75 33,5

Am 14.11.2017 war ich in einem Augenzentrum zur augenärtzlichen Untersuchung und dort wurde gemessen:

Sphäre Cylinder Achse FV
Rechts +1,00 -3,25 01° 1,0
Links +1,00 -3,25 03° 0,8

Was kann bzw. sollte ich jetzt tun?

Keinsicht
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Keinsicht » Mittwoch 21. März 2018, 17:09

Welcher Optiker bzw. welche Kette?
Gibt es eine Zufriedenheitsgarantie?

Was die Gläser/Herstaller anlangt, es gibt auf jeden Glas sogenannte Microgravueren. Google mal danach.

Auch kann man (bei Ketten) mit der genauen Bezeichnung auf den Brillenpass bzw. der Rechnung etwas weiter kommen.

UND Gleitsicht braucht Zeit. Das Hirn sprich Bildverarbeitung und teilweise wohl auch Steuerung der Linse müssen sich auf dieses "Zerrspiegelkabinett " einstellen. Das dauert leider etwas. Beim einem mehr beim anderen weniger.

Und nicht mit der ersten Gleitsichtbrille mit dem Auto nach Hause fahren.

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Michel B.
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Michel B. » Mittwoch 21. März 2018, 17:20

Wurde dass mit dem PC kommuniziert?
In der Praxis hat sich herausgestellt, dass Gleitsicht, Ü50 und PC nicht sonderlich gut harmonieren, da helfen auch nicht die superduper High-End Gläser...
Genau aus diesem Grund versuche ich lieber ein einfacheres Gleitsichtglas für den täglichen Gebrauch und zusätzlich eine exakt angepasste PC-Brille zu verkaufen.
Das Ergebnis ist wesentlich besser und der Kunde hat meist auch noch Geld gespart....

LG Michel

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sachsenmeisterin
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon sachsenmeisterin » Mittwoch 21. März 2018, 17:38

Ohne jetzt alles im Detail durchgelesen zu haben, ich sage jedem Kunden bereits in der Refraktion, dass unter Umständen die Gleitsichtbrille nicht am PC-Arbeitsplatz funktioniert. Das wiederholen wir mantramäßig bei Beratung und Abgabe.
Die Umstände sollte Dir der AO, der Dir die Brille verkauft hat, erklären können.
Und nein, die Qualität der Gleitsichtgläser hat für den Gebrauch am PC (auch hier) unter Umständen keinen Einfluß.
Immer vorausgesetzt, die GS wurde korrekt angepaßt.
Wenn man so sieht, was der liebe Gott auf der Erde alles zuläßt, hat man das Gefühl, daß er immer noch experimentiert.
Peter Ustinov (1921-2004), engl. Schriftsteller u. Schauspieler

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Roland A. Frank
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Roland A. Frank » Mittwoch 21. März 2018, 22:51

Zapfestreich hat geschrieben:....

Was kann bzw. sollte ich jetzt tun?


zum Opticus zurück und fragen, wie er/sie dir jetzt helfen kann !
Problem schildern und Antwort abwarten!
Augenoptikermeister - Heilpraktiker - ö.b.u.v. Sachverständiger - miosan-Trainer

Zapfestreich
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Zapfestreich » Donnerstag 22. März 2018, 12:01

Erst mal Danke für die Antworten, leider bleibt die eigentliche Frage unbeantwortet.

Ist so ein kleiner Lesebereich normal?

wörterseh
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon wörterseh » Donnerstag 22. März 2018, 12:34

Doch, wude beantwortet:
Roland A. Frank hat geschrieben:zum Opticus zurück...
Problem schildern und Antwort abwarten!

Mehr kann man leider im Moment dazu nicht sagen. Zu viele Parameter, welche das Seherg(l)ebniss beeinflussen, müssen zuerst vor Ort geprüft werde.
Quallen leben seit 650 Millionen Jahren ohne Hirn - Das macht vielen Menschen Hoffnung!

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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon optikgutachter » Donnerstag 22. März 2018, 13:26

Zapfestreich hat geschrieben:Erst mal Danke für die Antworten, leider bleibt die eigentliche Frage unbeantwortet.

Ist so ein kleiner Lesebereich normal?

Wenn alle Parameter (Stärken, Zentrierung, Technologie) stimmen: Nein.
Kontrollieren können wir die Brille/Anfertigung über das Forum natürlich nicht.
Zuletzt geändert von optikgutachter am Donnerstag 22. März 2018, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.
http://www.optikgutachter.de Der Wahrheit verpflichtet.

Humphreys
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Humphreys » Donnerstag 22. März 2018, 13:34

Was ich immer nicht verstehe hier ist: unabhängig davon wie kopmplex das ganze Thema ist und wie viele Faktoren eine Rolle spielen muss doch auf eine einfache Frage eine einfache Antwort möglich sein von den Fachleuten hier :roll:

In diesem Fall ist die einfache Frage ob ein lesbarer Bereich von 6 cm in Ordnung und normal ist doch ganz klar mit nein zu beantworten da es weit weg von normal ist oder etwa nicht in diesem Preissegment in dem der TE gekauft hat?

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Qwerty
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Qwerty » Donnerstag 22. März 2018, 13:46

Fie Möglichkeitem warum sind groß und ohne umgehender Prüfung nicht eindeutig zu belegen. Trotzdem möchte ich hier meine Sichtweise schildern.

>>Der Fehler liegt mit großer Wahrscheinlichkeit an einer zu starken Addition!<<

2 Dinge die hier auftreten:

1) Begründet durch den Satz von Minkwitz: „Je höher die Addition und je geringer die Progressionslänge, desto kleiner werden die nutzbaren Sehbereiche!“

2) durch die vermutlich gar nicht gebrauchte Addition von 3dpt wird nicht im Lesebereich durchgesehen, sondern im Zwischenbereich. Wenn man sich die Darstellungen eines Gleitsichtglases ansieht, bemerkt man sofort, dass im Zwischenbereich der nutzbare Bereich am kleinsten ist!

Folgende Vorgehensweise: Es ist zu prüfen ob die Addition tatsächlich so stark gewählt werden muss.
Wenn nein=Gleitsichtgläser mit schwächerer Addition.
Wenn ja =Bifokal- oder Trifokalgläser verwenden.

Kleiner Tipp am Rande: Die Brillenglasbestimmung sollte immer von demjenigen durchgeführt werden, der das Gleitsichtglas auch anpasst.

Kurzer Nachtrag: Ich habe denke ich 2 Beiträge miteinander verwechselt ansonsten weiß ich nicht mehr wie ich darauf komme, dass eine Addition von 3 Dpt verbaut wurde. Ansonsten ist meine Antwort korrekt.
So sry ;)

Lg 8)
Der Satz von Minkwitz, ob man‘s glaubt oder nicht, ist kein Witz :mrgreen:

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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon optikgutachter » Donnerstag 22. März 2018, 13:52

Geht auch.
Bis auf die anderen "Feinheiten":

viewtopic.php?f=28&t=17598

Auf welche dort beschriebene Art wurde das gemacht?
http://www.optikgutachter.de Der Wahrheit verpflichtet.

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Distel
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Distel » Donnerstag 22. März 2018, 14:08

Humphreys hat geschrieben:Was ich immer nicht verstehe hier ist: unabhängig davon wie kopmplex das ganze Thema ist und wie viele Faktoren eine Rolle spielen muss doch auf eine einfache Frage eine einfache Antwort möglich sein von den Fachleuten hier :roll:

In diesem Fall ist die einfache Frage ob ein lesbarer Bereich von 6 cm in Ordnung und normal ist doch ganz klar mit nein zu beantworten da es weit weg von normal ist oder etwa nicht in diesem Preissegment in dem der TE gekauft hat?


So einfach funktioniert es in der Augenoptik nicht!!!

Schließlich geht es um die Reaktion einen Brillenträgers und die kann ganz unterschiedlich ausfallen, da jeder Mensch unterschiedliche Voraussetzungen mitbringt.
Der eine Mensch toleriert leichte Unschärfen und den anderen stört es gewaltig.
Insofern ist die Angabe des Schärfebereiches keine objektive Größe. :!:
Individuelle Reaktion der Kunden sind das Tagesgeschäft eines Augenoptikers und die müssen berücksichtigt werden.


@Humphreys
Sie neigen noch immer dazu, alle Brillenträger über einen Kamm scheren zu wollen. :wink:
Bei einer ähnlichen Thematik hatte ich bereits versucht es Ihnen verständlich zu machen,
dass jeder Kunde auf eine identische Situation anders reagieren kann.

Distel hat geschrieben:
Humphreys hat geschrieben:Dadurch kann ich die Gleitsicht dann natürlich nicht permant tragen aber dieses Problem müssten ja dann alle "Bürohengste" haben :roll: ?!

Nein!!! - Sie tendieren gerade zu einer Verallgemeinerung.

Einem Kölner würde so was nicht passieren. Der weiß schon seit Kindesbeinen: Jeder Jeck ist anders! :wink:
Es gibt "Bürohengste und -stuten", die sogar mit Standardgleitern am Arbeitsplatz super zurechtkommen.
Jetzt wieder ernsthaft.....

Nicht allein die Umfeldbedingungen sind entscheidend, erheblich mehr Auswirkungen hat der eigene Umgang mit diesen Sehsituationen und die persönlichen Voraussetzungen. :!:
Leider ist mir in meinen bisherigen Beiträgen nicht gelungen, Sie dafür zu sensibilisieren, dass die Reaktion der Brillenträger durchaus ganz unterschiedlich ausfallen können.

Distel hat geschrieben:Manche haben so ein Verhalten von Anfang an und wieder andere müssens erst einmal erlernen.
Einer der Gründe für die unterschiedlichen Eingewöhnungszeiten.


Bequemes Sehen mit Gleitsichtbrillen funktioniert nicht bei allen Brillenträger direkt. Es muss zuweilen über einen längeren Zeitraum eingeübt werden. Wie bei vielen anderen Dingen, die erlernt werden..... :roll:

Der eine kann sich nach wenigen Fahrstunden zur Führerscheinprüfung anmelden, der andere braucht ein Mehrfaches.
Das eine Mensch kann nach kurzer Zeit radfahren, schwimmen, skifahren, lesen.....andere brauchen länger. :D
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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon DI Michael Ponstein » Donnerstag 22. März 2018, 14:56

Ich will es mal so ausdrücken.
Ein Gleitsichtbrillenglas ist ein Universalprodukt, man kann unwahrscheinlich viel Sehen in verschiedenen Bereichen.
Aber, nicht überall gleich gut.
Die Gewichtung ist Ferne und Nähe. Der Zwischenbereich ist immer ein "Nadelöhr".
Für zeitlich mehr orientierte Anwendung im Zwischenbereich, hier PC, gibt es komfortablere Lösungen. Diese sind jedoch nicht universell, sondern professionell zu sehen, also spezialiert.
Einfacher Vergleich, man benutzt in der Küche ein Kochmesser, damit kann man richtig viel machen, aber wenn es um Kartoffelschälen geht, ist das umständlich groß, also muss ein kleinerer Schneidteufel her.
Meine Messersammlung umfasst 6 Messer, übrigens.
Refraktionieren mit Spaß!? moderne, mobile und individuelle Refraktions-Teste für´s Tablet von iPadMeikel - für Nah-, Fern-, LowVision, Arbeitsplatzprüfung.
Info hier! http://www.optik-freise.de/ipadmeikel.htm. OrCam zertifizierter Augenoptiker.

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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Zoom » Donnerstag 22. März 2018, 22:06

Hallo Zapfestreich

Zapfestreich hat geschrieben:Erst mal Danke für die Antworten, leider bleibt die eigentliche Frage unbeantwortet.

Ist so ein kleiner Lesebereich normal?


Nein, ist er nicht!

Aber Sie sollten die neue Gleitsichtbrille tatsächlich ein paar Tage konsequent tragen!
Eventuell helfen auch nur ein paar kleine Anpassungen am Sitz der Brille!

Wird es nicht besser, wird ihr intelligenter, kompetenter Optiker vor Ort sich um die Lösung des Problems kümmern!
Wir können hier nur über die eventuellen Fehlerquellen spekulieren.

Gruß und viel Erfolg

Zoom

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Re: Erste Gleitsichtbrille, schwere Enttäuschung

Beitragvon Oppicker » Freitag 23. März 2018, 11:32

@Zapfestreich

Nein, ein so schmaler Lesebereich ist sicher nicht "normal", im Sinne von erwünscht oder beabsichtigt. Ich gehe dabei davon aus, dass die Stärkenmessung und Anpassung fehlerlos abgelaufen sind.
Er kann aber "normal" sein, obwohl man eigentlich als Optiker (und Brillenträger) alles richtig gemacht hat und es einfach mit der wertvollsten Brille nicht besser zu versorgen geht.

Ich spiele dabei auf 2 Dinge an:
a) einen Astigmatismus irregularis, das ist eine "Hornhautverkrümmung", die sich nicht an die Regeln hält und deren Hauptschnitte nicht rechtwinklig sind.
b) auf einen akkommodationsabhängigen Anteil des Astigmatismus, der in der Nahsicht ein anderer als in der Fernsicht ist.

In beiden Fällen würdest Du jeweils eine "falsche" Stelle zum Durchgucken am Brillenglas wählen, wodurch sich eben der schmale Schärfenbereich ergibt, den Du kritisierst.

Für beide Fälle gibt es Lösungen. Für a) gibt es "harte" Kontaktlinsen, die eine perfekte Fernsicht herstellen. Man braucht nur noch eine Nahbrille für die Arbeit darübersetzen. Für b) gibt es sondergefertigte Gleiter, bei denen der sog. Zylinder für den Nahbereich ein anderer als für den Fernbereich ist.

Anm.: Ich bekomme regelmäßig die Krise, wenn ich - angebliche subjektiv ermittelte - Gläserstärken sehe, die bis auf's Grad genau ausgemessen wären. Natürlich ist Deine HH-Verkrümmung schon ein Pfund und lässt sich auch recht genau bestimmen, aber sie ist eben doch eine Momentaufnahme beim Optiker oder Augenarzt, gemessen in einer bestimmten Verfassung, bei einer bestimmten Temperatur und Luftfeuchtigkeit und einem bestimmten Zustand des vorderen Augenabschnittes. Selbst die genauestens ermittelten Werte vom Vormittag finden sich abends noch einmal exakt so wieder!
Bei einer Allerweltsfehlsichtigkeit von sph. +1,0 fällt das auch nicht groß ins Gewicht, aber sehr wohl bei Zylindern von über 3 dpt.

Mein Rat: Die Stärken nochmals von einem bemühten Kollegen untersuchen lassen und dabei darauf bestehen, dass auch Nahwerte erhoben werden, die nicht einfach auf den Fernwerten aufbauen.
Manchmal gibt es im Leben einfach nicht genug Steine (Forrest Gump)


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