Durchblickspunkt Ferne

Haben Sie eine Frage an den Augenoptiker zu Ihrer Brille. Stellen Sie hier Ihre Frage. (Hinweis: Wir haben hier keine Redaktion. Die Beantwortung Ihrer Fragen werden von Augenoptikern auf freiwilliger Basis durchgeführt. Es besteht kein Anspruch auf eine Beantwortung)
Horst
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Horst » Mittwoch 27. Dezember 2017, 09:49

Also das heisst jetzt: ja man schleift re und li unterschiedlich hoch ein?

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optikgutachter
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon optikgutachter » Mittwoch 27. Dezember 2017, 09:53

Wenn das der Durchblickspunkt (Fernbezugspunkt) bei Dir ist.....
So ganz symmetrisch sind wir alle nicht.
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Horst
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Horst » Freitag 5. Januar 2018, 15:33

Nee. Re und Li sollten schon gleich sein. Das merke ich auch daran, dass der Nahsehbereich Li sehr gut ist aber Re extrem klein (nur auf den letzten 1-2mm).
Jetzt zu der sich ergebenden Frage: der Optiker will sich erst nochmal die Schablone besorgen und will dann "mal sehen", ob eine Reklamation berechtigt ist.
Einer von euch heisst ja OPTIKGUTACHTER. Wie wird denn so ein Verfahren eingeleitet, wenn Verkäufer und Kunde differierende Meinungen zur einer Reklamation haben?

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Roland A. Frank
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Roland A. Frank » Freitag 5. Januar 2018, 16:31

Horst hat geschrieben:Nee. Re und Li sollten schon gleich sein. Das merke ich auch daran, dass der Nahsehbereich Li sehr gut ist aber Re extrem klein (nur auf den letzten 1-2mm).
Jetzt zu der sich ergebenden Frage: der Optiker will sich erst nochmal die Schablone besorgen und will dann "mal sehen", ob eine Reklamation berechtigt ist.
Einer von euch heisst ja OPTIKGUTACHTER. Wie wird denn so ein Verfahren eingeleitet, wenn Verkäufer und Kunde differierende Meinungen zur einer Reklamation haben?


nur das erst gar keine falschen Hoffnungen aufkommen,
es gibt keine Schlichtungsstelle oder ähnliches wie im KFZ-Handwerk
(dort unterwerfen sich sowohl Kunde als auch Werkstatt dem Schlichtuungspruch...).

Als kunde muß man einfach seine nach BGB zustehenden Rechte (und Pflichten) wahrnehmen (mehrfache Nachbesserung bzw. evtl. Wandlung),
genauso wie der Optiker.
Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird einer wohl den Rechtsweg bestreiten müssen.
Spätestens hier wird dann ein ö.b.u.v. Sachverständiger (im Volksmund auch gern Gutachter genannt) ins Spiel kommen
und die vom Gericht gestellten Fragen beantworten.
(Achtung: Sachverständiger ist kein geschützter Titel, kann sich jeder nennen.
Nur öffentlich bestellt und vereidigte Sachverständige verfügen i.d.R. über die notwendige Sachkunde).

Wobei die Kosten eines solchen Verfahrens dden Streitwert i.d.R. um ein mehrfaches oft übersteigen und mir
ist noch kein Fall bekannt ist, wo EINE Seite zu 100% gewonnen hat....

"unser Optikgutachter" ist ein solcher ö.b.u.v. Sachverständiger, nur sein Nickname ist halt Optikgutachter..
Ein Mrburns hier muß deswegen auch nicht alt und tattrig sein :mrgreen:
Augenoptikermeister - Heilpraktiker - ö.b.u.v. Sachverständiger - miosan-Trainer

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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Eberhard Luckas » Freitag 5. Januar 2018, 16:43

Horst hat geschrieben:Nee. Re und Li sollten schon gleich sein. Das merke ich auch daran, dass der Nahsehbereich Li sehr gut ist aber Re extrem klein (nur auf den letzten 1-2mm).


Kein Mensch hat identische Gesichtshälften. Wenn die Augen unterschiedlich hoch stehen, müssen auch die Gläser so zentriert sein. Selbstmessungen sind dafür kaum geeignet.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon optikgutachter » Freitag 5. Januar 2018, 17:37

Roland A. Frank hat geschrieben:
Horst hat geschrieben:Nee. Re und Li sollten schon gleich sein. Das merke ich auch daran, dass der Nahsehbereich Li sehr gut ist aber Re extrem klein (nur auf den letzten 1-2mm).
Jetzt zu der sich ergebenden Frage: der Optiker will sich erst nochmal die Schablone besorgen und will dann "mal sehen", ob eine Reklamation berechtigt ist.
Einer von euch heisst ja OPTIKGUTACHTER. Wie wird denn so ein Verfahren eingeleitet, wenn Verkäufer und Kunde differierende Meinungen zur einer Reklamation haben?


.... und mir ist noch kein Fall bekannt ist, wo EINE Seite zu 100% gewonnen hat....

"unser Optikgutachter" ist ein solcher ö.b.u.v. Sachverständiger, nur sein Nickname ist halt Optikgutachter....


Gefühlte gut 80% aller Gerichtsfälle in Sachen "Augenoptik" werden eindeutig zugunsten einer Seite entschieden.
Das mag in Bayern beim königlich bayerischen Amtsgericht anders sein. :mrgreen:
Aber ich bin ja nicht sooo häufig da unten.... :lol:

Wo ist eigentlich der "prüflingsprüfer" abgeblieben?
Meine der ist auch ö.b.u.v. Sachverständiger... Augsburg, gelle ?
Treibt der sich immer noch häufig in Starnberg rum?
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon optikgutachter » Freitag 5. Januar 2018, 17:45

Horst hat geschrieben:Einer von euch heisst ja OPTIKGUTACHTER. Wie wird denn so ein Verfahren eingeleitet, wenn Verkäufer und Kunde differierende Meinungen zur einer Reklamation haben?

Optiker oder Kunde reicht Klage ein, dann sucht sich das Gericht einen ö.b.u.v. Sachverständigen raus und schreibt
die zu beantwortende/n Frage/n auf (Beweisbeschluss).
Dann:
http://optikgutachter.de/index.php/alle ... tsanwaelte

Und wir kennen nur zweierlei: Stimmt, oder stimmt nicht.
Das ganze mit Nachweis/Beweis....ersteht sich. :idea:
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Distel » Freitag 5. Januar 2018, 20:42

Horst hat geschrieben:Dank eurer Hilfe habe ich gestern meine neue Gleitsicht erhalten. Das ganze mit 1.9er Gläsern wegen der hohen Diop. Bei der Gläsersuche hatte ich eure Hilfe beansprucht und auch erhalten, Glas kommt von BOW.
Sicher muss ich mich nun erstmal eingewöhnen. Was mir aber schon jetzt auffällt, ist die niedrige Einschleifung. Der Durchblickspunkt für die Ferne liegt genau in der Mitte und damit im Verhältnis zum allgemeinen Sitz recht weit unten.Ich muss dadurch den Kopf -mehr als normal-anheben, um optimale Fernsicht zu haben. Das ist sehr ungewohnt und derzeit auch etwas unangenehm.
Wäre so etwas ein Reklamationsgrund oder ist dies normal für diese speziellen Gläser? (-10 -1.5 add. 2.25
Und -11.5 -1.0 add 2.25).
Ich danke schon jetzt für eure Meinung und Info.


Das Problem könnte noch ganz anders gelagert sein.....zum besseren Verständnis ein Auszug meines älteren Beitrages.

Der Brillenwert allein ist nicht aussagekräftig, es muss immer das System Auge und Brille betrachtet werden.
Der sogenannte Hornhautscheitelabstand (HSA) gibt den Abstand zwischen Auge, genauer der Hornhaut des Auges und Brillenglas an.
Ein paar Millimeter Unterschied beim HSA haben ganz entscheidende Auswirkungen auf das System.
Die gemessenen Brillenwerte müssen bei Stärken in dieser Größenordnung immer auf den HSA der gewählten Brillenfassung umgerechnet werden. :!:


Mal angenommen der Hornhautscheitelabstand bei der Bestimmung der Refraktion und bei der fertigen Brille wäre nicht identisch, sondern bei der Brille sondern kürzer. Wenn dann keine Umrechnung der Werte erfolgt, dann könnte es zu dem beschriebenen Problem führen.
Folglich wären die eingebauten Brillenwerte zu stark. Dann befindet sich der erforderliche Wert nicht in dem Fernbereich, sondern in dem oberen Bereich des Zwischenbereiches. Somit würde der Brillenträger den Kopf anheben, um bequemer zu sehen. :wink:

Wenn vor die fertige Brille testweise beiderseits schwache Plusgläser vorgehalten werden und die Sicht verbessert sich in der Ferne*, dann wäre meine Vermutung bestätigt. :mrgreen: *natürlich bei normaler Kopfhaltung getestet

@ Horst
Ein Test mit vorgehaltenen Plusgläser erscheint mir sinnvoll....ein Versuch wäre es wert. :D
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Roland A. Frank
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Roland A. Frank » Montag 8. Januar 2018, 08:49

optikgutachter hat geschrieben:
.... und mir ist noch kein Fall bekannt ist, wo EINE Seite zu 100% gewonnen hat....

"unser Optikgutachter" ist ein solcher ö.b.u.v. Sachverständiger, nur sein Nickname ist halt Optikgutachter....

Gefühlte gut 80% aller Gerichtsfälle in Sachen "Augenoptik" werden eindeutig zugunsten einer Seite entschieden.
Das mag in Bayern beim königlich bayerischen Amtsgericht anders sein. :mrgreen:
Aber ich bin ja nicht sooo häufig da unten.... :lol:


MERKE: In Bayern werden die eindeutigen Sachen meist ohne Gericht d.h. vorher entschieden -
das klären die Streithansl OHNE andere zu bemühen und zu belästigen...... :mrgreen:


optikgutachter hat geschrieben:Wo ist eigentlich der "prüflingsprüfer" abgeblieben?
Meine der ist auch ö.b.u.v. Sachverständiger... Augsburg, gelle ?
Treibt der sich immer noch häufig in Starnberg rum?

ja. das tut er ..
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Horst » Mittwoch 21. Februar 2018, 00:04

Da ich jetzt kurz vor dem Endergebnis stehe, sollt ihr wissen, wie es ausgegangen ist:
1. Li Glas war entgegen des Rezeptes 0.5 dpt zu wenig eingebaut. > Neubestellung
2. Danach waren beide Gläser zu niedrig.
Schlussendlich war der Optiker nicht bereit, dass von mir gewünschte 1.9er Glas von einem ihm unbekannten Hersteller nochmals auszuwechseln und empfahl seinen 1.8er Standardhersteller.
Die sind nun drin. Stärke passt, Gewöhnung erfolgt gerade. Blickbereich ist recht klein aber scharf in allen Fern und Nahdistanzen.
Danke für die zahlreichen Tips und Vorschläge!

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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon optikgutachter » Mittwoch 21. Februar 2018, 07:31

Bitte. Gerne.
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Horst » Samstag 31. März 2018, 07:42

Noch eine kurze Info nach einigen Wochen. Ich trage die Brille jetzt regelmäßig. Alles gut. Der Fernsehbereich ist zwar sehr zentriert aber man gewöhnt sich daran.
DANKE nochmals an alle.

PS. Man kann eine Duroplastbrille doch etwas erwärmen und dann gaaaanz vorsichtig bearbeiten.

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Qwerty
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Qwerty » Samstag 31. März 2018, 12:33

Horst hat geschrieben:
PS. Man kann eine Duroplastbrille doch etwas erwärmen und dann gaaaanz vorsichtig bearbeiten.


Ich denke Sie verwechseln da etwas. Ein Duroplast ist nach der erstmaligen Fertigung nicht wieder verformbar, da die chemischen Vernetzungen durch erhöhte Temperatur nicht wieder aufzubrechen sind.
Erwärmen und ganz vorsichtig bearbeiten würde nur mit einem thermoplastischen Kunststoff funktionieren, nicht aber mit einem Duroplast.

Lg 8)
Der Satz von Minkwitz, ob man‘s glaubt oder nicht, ist kein Witz :mrgreen:

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Roland A. Frank
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Roland A. Frank » Samstag 31. März 2018, 15:31

Qwerty hat geschrieben:
Horst hat geschrieben:
PS. Man kann eine Duroplastbrille doch etwas erwärmen und dann gaaaanz vorsichtig bearbeiten.


Ich denke Sie verwechseln da etwas. Ein Duroplast ist nach der erstmaligen Fertigung nicht wieder verformbar, da die chemischen Vernetzungen durch erhöhte Temperatur nicht wieder aufzubrechen sind.
Erwärmen und ganz vorsichtig bearbeiten würde nur mit einem thermoplastischen Kunststoff funktionieren, nicht aber mit einem Duroplast.

Lg 8)


Ist nicht "Optyl" ein Duroplast ? Geht da nix mit "verformen"? Sogar bleibend ? Und mit "memory"-Effekt ?
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Re: Durchblickspunkt Ferne

Beitragvon Gopal » Samstag 31. März 2018, 15:55

Hatten wir doch schon mal...
Hat da nicht jemand ne Schulbuchseite kopiert und eingestellt?
Ich bin wieder hier....in meinem Revier....war nie wirklich weg....hab mich nur versteckt....


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