Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

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Mike Glotzkowksi
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Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Mike Glotzkowksi » Dienstag 17. Oktober 2017, 15:43

Hallo Leute,

ich bin seit 2 Monaten von Dauerkopfschmerzen geplagt und finde keine Lösung.

Ich bin 43 Jahre alt, soweit ich weiß von ganz guter Gesundheit und latent weitsichtig. Mit Mitte 30 habe ich meine erste Einstärkenbrille (L: +1,5/ R: +1,25) vom Optiker bekommen. Die war prima und hat 5 Jahre lang beste Dienste geleistet. Vor ca. 2 Jahren habe ich jedoch wieder Schwierigkeiten beim Lesen bekommen (bin Patentanwalt und daher fast ausschließlich mit Naharbeit am Schreibtisch gestraft).

In der Folge hat mein Augenarzt mir eine Gleitsichtbrille verschrieben (L: +2,0 und Cyl -0.5 90°/ R: +1,75 / add 1). Die Brille habe ich sehr gut angenommen und konnte die letzten zwei Jahre gut damit arbeiten.

Vor ca. 8 Wochen habe ich sehr viel arbeiten müssen und abends häufiger Kopfschmerzen bekommen. Nachdem ich zunächst auf eine Erkältung getippt hatte, wurde schnell klar, dass die Augen die Ursache sind. Wenn ich nach einer Weile Arbeit die Brille abnahm konnte ich spüren, wie sich die Augenmuskulatur bis in die Schläfen entspannte.

Da mein Augenarzt zu dem Zeitpunkt im Urlaub war und der Kopfschmerz mit der alten Brille eher schlimmer wurde, bin ich zu einem Kollegen gegangen, der nach umfangreicher Untersuchung der Augen meinte, dass die Muskulatur sehr verkrampft sei und es empfehlenswert sein könnte, eine reine Fernbrille zu verwenden, welche die objektive Fehlsichtigkeit im Wesentlichen auskorrigiert, um die Verkrampfung erstmal über einige Wochen zu lösen. Im Anschluss wäre dann die korrekte Refraktion zu ermitteln und eine passende Brille anzufertigen. Bei diesem Termin wurden Werte von (L: +2,5 / R: +2,75) ermittelt, allerdings mit diesem automatischen Dingsbums-Gerät. Ich habe mir dann für den Übergang eine solche Brille mit recht einfachen Einstärkengläsern anfertigen lassen (im Folgenden "Notbrille" genannt).

Nachdem mein Augenarzt wieder da war, bin ich zu ihm und dort wurde Montags die Refraktion mit Lesetafel auf (L: +2,25 und -0,5 Cyl 90° / R: +2,25 und Cyl -0,5 50° gemessen). Freitags wurden die Augen weit getropft und die objektive Fehlsichtigkeit mit jeweils + 3,0 auf beiden Augen bestimmt. Die zuvor gemessen Refraktion per Lesetafel war identisch mit den Werten vom Montag.

Also neue Gleitsichtbrille verordnet, die Frieden in die geplagten Augenmuskeln bringen sollte: (L: +2,25 und -0,5 Cyl 90° / R: +2,25 und Cyl -0,5 50°/ add 1). Nachdem ich die Brille auf hatte konnte ich ein paar Tage etwas angestrengt aber ganz ok sehen, dann waren wieder diese Verkrampfungs-/Spannungschmerzen da, die mit Absetzen der Brille nachließen. Der sehr freundliche und kompetente Optiker hat die Werte daraufhin an einem Nachmittag nochmals nachgemessen und nahezu bestätigt (L: +2,5 und -0,5 Cyl 90° / R: +2,25 und Cyl -0,5 50°). Also wurde 0,25 mehr auf L gegeben und die Zentrierung nochmals leicht angepasst.

Leider stellten sich die gleichen Symptome auch hier wieder ein. Die Kopfspannung ist morgens schon da, sodass manchmal die Brille sofort Probleme macht, an anderen Tagen ist es etwas besser.

Heute morgen bin ich dann 4 Stunden bei meinem Augenarzt durchgenudelt worden, wobei organisch soweit alles im altersgerechten Zustand zu sein scheint. Die Orthoptistin hat auch etwaige Schiel-, Akkomodations- oder Fusionsprobleme ausschließen können. Ausgehend von den Werten der Notbrille, mit der ich bislang noch am besten klarkomme, hat der Augenarzt mir einigen Testbrillen aufgesetzt und ich habe eine angenehme Entspannung gespürt, als das rechte Auge auf +1,75 herabgesetzt wurde. Der Augenarzt hat jetzt mit dem Optiker gesprochen und mit ihm vereinbart, dass ich eine neue Brille mit folgenden Testgläsern bekommen soll (L: +2,0 / R: +1,75 / add 0,75), also ohne Zylinder.

Eigentlich entsprechen diese Werte nahezu der ersten Gleitsichtbrille, mit der die Probleme ja anfingen. Hab die heute im Büro mal 2 Stunden angehabt und gemerkt, dass die kurz funktioniert (wenngleich etwas zu schwach) und dann die Verspannungen/Schmerzen wieder einsetzten.

Weil ich eigentlich am besten mit der Notbrille klarkomme (L: +2,5 / R: +2,75), jedoch den Eindruck habe, dass das rechte Auge zu stark korrigiert ist, wollte ich mir mal parallel auf eigene Faust eine Einstärkenbrille mit (L: +2,25 / R: +2,0) machen lassen. Die liegt irgendwo zwischen den Welten und vielleicht komme ich damit durch den Tag und kann langsam eine Muskelentspannung erzielen.

Auch wenn ich mich von Tag zu Tag hangele und mit Augenübungen und Pausen meistens einigermaßen über die Runden komme, sehne ich mich nach Linderung der geplagten Augenmuskulatur. Mittlerweile geht mir das Ganze schon leicht an die Nerven (meine Arme Frau :-)).

Da der Optiker ja meist näher an den tatsächlichen Erfahrungen der Patienten ist, wollte ich gerne in die Runde fragen, ob jemand eine solche hartnäckige Muskelverspannung schonmal behandelt oder andere Erfahrungen dazu gemacht hat. Ich bin für jede Meinung dankbar und finde das ganze Thema (trotz der Schmerzen) auch ziemlich interessant. Es scheint mir ganz subjektiv, als würde der Dauerkrampfzustand den Bereich der verwendbaren Refraktion auf einen schmalen Bereich einschränken. Stimmt es, dass eine verkrampfte Muskulatur die Augen etwas kurzsichtiger macht?

So, und jetzt darf jeder, der den ganzen langen Text gelesen hat sich zur Belohnung was Leckeres aus dem Kühlschrank holen :-)

Beste Grüße und Danke im Voraus
Mike

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Roland A. Frank
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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Roland A. Frank » Dienstag 17. Oktober 2017, 16:14

Vielleicht liegt es weniger an der Brille / Gläserstärke als am "drumherum".....

Wie schaut es generell mit dem Arbeitsplatz aus ?

Ist der für deine Bedürfnisse optimal ergonomisch eingestellt und falls ja,
wer hat das eingestellt ?

Das Verhältnis / Entfernungen Tastatur / Bildschirm / Vorlagen / Telefon / etc.
zu Tischhöhe / Stuhl ist nicht zu unterschätzen...

z.B. auch mal hier schauen, ein erster Einstieg
http://www.optik-hoke.de/index.php/2016 ... atzbrillen

Mike Glotzkowksi
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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Mike Glotzkowksi » Dienstag 17. Oktober 2017, 16:29

Hallo Herr Frank,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ein wichtiger Aspekt, über den ich mir auch schon Gedanken gemacht habe. Vielleicht sollte ich das mal professionell begutachten lassen. Grundsätzlich fühle ich mich am Arbeitsplatz aber ganz wohl, habe recht viel Tageslicht, jedoch keine direkte Sonne (Fenster nach Norden).

Der PC-Bildschirm ist ca. 80 cm von meiner aufrechten Sitzposition entfernt und blendet nicht. Ich habe aber festgestellt, dass ich bei längerem aufmerksamen Lesen in den Bildschirm "krieche" und das Starren anfange. Dem versuche ich bewusst entgegenzuwirken. Ich mache auch meist stündlich Pausen, um die Augen zu entspannen und schaue entspannt aus dem Fenster und/oder in die Ferne.

Die Beschwerden habe ich aber auch an Tagen, an denen ich überhaupt gar keine Naharbeit habe und bspw. mit der Familie den ganzen Tag im Park unterwegs bin. Also auch an den WE wird es meistens nicht deutlich besser.

Viele Grüße
Mike

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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Kalle » Dienstag 17. Oktober 2017, 16:35

Meiner Meinung nach könnte auch eine Winkelfehlsichtigkeit vorliegen. Ferner ist auch der Blaulicht-Anteil des Bildschirms, nicht zu unterschätzen.
Kalle
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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Oppicker » Dienstag 17. Oktober 2017, 16:39

Heute morgen bin ich dann 4 Stunden bei meinem Augenarzt durchgenudelt worden,..
:lol: :lol: :mrgreen: :mrgreen:

Also ich hab schwer den Verdacht, als wäre der Nahzusatz mit 1,0 viel zu schwach.
Man muss sich bewusst machen, dass der Nahzusatz von 1,0 die STÄRKSTE Stelle am Glas bezeichnet und diese würde gerade mal 1m Entfernung scharfstellen. Alles, was näher da ist, belastet das Auge, weil es durch Akkommodation Dioptrien aufbringen muss.

Das ist zwar zu einem gewissen Grad erwünscht, aber bei jemandem, der praktisch nur am Schreibtisch hockt.....?!

Es scheinen auch nicht gerade Koniferen zu sein, die Dich da betreuen. Mal gibt man einen Stärkenunterschied rechts/links, mal mit mal ohne Hornhautverkrümmung, mal stärker, dann doch wieder schwächer.... es sieht sehr danach aus, dass da herumgepröbelt wird!

Ausgehend von der Fern-VOLLkorrektion würde ich einen Nahzusatz von 1,5 empfehlen, natürlich richtig zentriert und inkliniert.

Nachtrag: Das mit der Schielstellung glaub ich eher nicht, denn die hätte sich ja dann erst Mitte 30 ergeben. Aber eventuell stimmt der Standard-Inset nicht, also der Nahversatz des Lesebereiches, den man bei Gleitern "von der Stange" vorgegeben bekommt.
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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Mike Glotzkowksi » Dienstag 17. Oktober 2017, 16:58

Oppicker hat geschrieben:Es scheinen auch nicht gerade Koniferen zu sein, die Dich da betreuen. Mal gibt man einen Stärkenunterschied rechts/links, mal mit mal ohne Hornhautverkrümmung, mal stärker, dann doch wieder schwächer.... es sieht sehr danach aus, dass da herumgepröbelt wird!

Ausgehend von der Fern-VOLLkorrektion würde ich einen Nahzusatz von 1,5 empfehlen, natürlich richtig zentriert und inkliniert.


Hallo Oppicker,

interessant. Ich dachte, dass man grundsätzlich die objektive Weitsichtigkeit, also beidseitig +3,0 in meinem Fall, nicht voll korrigiert. Warum eigentlich nicht? Für die Nähe wäre eine höhere Korrektur bestimmt überlegenswert. Ich hätte allerdings erstmal gerne überhaupt entspannte Augen in der Ferne.

Die Hornhautverkrümmung wurde auf Anraten des Arztes in Übereinstimmung mit dem Optiker bei den Testgläsern erstmal weggelassen, da dies auch schonmal Schwierigkeiten machen kann. Nachdem die sehr ausführlich gemessenen und mehrfach bestätigten Werte nicht zum Erfolg führten, scheint man ums rumprobieren derzeit scheinbar nicht herumzukommen.

Ach ja, hatte ich vergessen zu erwähnen, alle meine Gleitsichtgläser waren eigentlich ganz guter Qualität (Hoya MyStyle V+). Die Zentrierung wurde sofern ich das beurteilen kann auch ordentlich durchgeführt.

Oppicker
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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Oppicker » Dienstag 17. Oktober 2017, 17:54

Ich dachte, dass man grundsätzlich die objektive Weitsichtigkeit, also beidseitig +3,0 in meinem Fall, nicht voll korrigiert. Warum eigentlich nicht?

Das hat mehrere Gründe, aber allein der sog. "Rutschfaktor" einer Brille, der sich bei +3 natürlich kaum bemerkbar macht, ist z.B. so ein Umstand, weshalb man nicht volle 3 dpt gibt. Rutscht eine Sammellinse auf der Nase, dann wirkt sie zu stark, Du wirst künstlich kurzsichtig.
Nix verträgt ein weitsichtiger schlechter. Auch die konvergenzbedingte Akkommodation spielt eine Rolle und derlei mehr...

Die Hornhautverkrümmung wurde auf Anraten des Arztes in Übereinstimmung mit dem Optiker bei den Testgläsern erstmal weggelassen, da dies auch schonmal Schwierigkeiten machen kann.


Mit Verlaub: Der Augenarzt hat keinen blassen Schimmer, was die Anforderungen an Gleitsichtgläser angeht.
Stellen wir uns folgende Situation vor: Du hast tatsächlich eine kleine "Hornhautverkrümmung" (eigentlich Astigmatismus oder kurz Ast.), die Dir ungewohnt ist. Da Du aber ungeklärte Sehbeschwerden hast, lässt man sie mal auf Verdacht weg. Das mag bei Einstärkengläsern angebracht und weitgehend folgenlos sein, aber bei einem Gleitsichtglas kann das auch fatal enden, nämlich dann, wenn Du Dir nicht mehr die "richtige" Stelle am Glas zum Durchschauen wählst, die Du für eine bestimmte Entfernung benützen solltest, sondern eine Stelle, die eigentlich bereits unsauber abbildet (jedes Gleitsichglas hat ja bekanntlich Unschärfebereiche an den Rändern der Lesezonen).
Symptome: winziges scharfes seitliches Blickfeld beim Lesen, anstrengendes Sehen, ständiges Nachjustieren der Kopfhaltung.

Wenn ein irregulärer Astigmatismus vorliegt, wirst Du allerdings damit leben müssen, es sei denn, Du entscheidest Dich für Kontaktlinsen.

Mit Hoya arbeite ich nicht, deshalb kenn ich auch das erwähnte Glas nicht. Man kann aber auch schon bei relativ preiswerten Gläsern den bereits erwähnten Inset individualisieren. Das sollte man in Deinem Falle mal prüfen.
Ein Standard-Mensch mit Standardlesegewohnheiten bewegt jedes Auge um 2-2,5mm nach innen, wenn er lesen möchte (bezogen auf 40cm).
Es gibt aber Menschen, die mehr oder weniger konvergieren oder rechts und links unterschiedlich oder auf einem Auge überhaupt nicht (z.B. wenn ein ausgeprägtes Führungsauge entwickelt wurde).

Es scheint mir in Deinem Fall empfehlenswert, den nötigen Inset zu bestimmen.

Falls ich damit recht habe, bitte ich Dich, mir als kleine Belohnung kostenlos einen Flachplatten-Stirling-Motor zu patentieren, mit dem ich Autos antreiben will. :mrgreen:
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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Mike Glotzkowksi » Mittwoch 18. Oktober 2017, 08:49

Oppicker hat geschrieben:Falls ich damit recht habe, bitte ich Dich, mir als kleine Belohnung kostenlos einen Flachplatten-Stirling-Motor zu patentieren, mit dem ich Autos antreiben will. :mrgreen:


Haha, sehr gut! Platten-Stirlingmotoren gibt's doch schon, dachte ich? Leider würde ich dich da ohnehin an einen meiner Maschinenbau-Kollegen weiterleiten müssen. Als Chemiker sind meine Kenntnisse in Motortechnik etwas begrenzt. Ich melde aber recht häufig Polymere für die Kontaktlinsenherstellung an. Da könnte ich helfen :-)

Danke für die aufschlussreichen Erklärungen.

Gruß
Mike

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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Kalle » Mittwoch 18. Oktober 2017, 14:11

Ohne genaue Augenglasbestimmung, wird kein tragbares Ergebnis zu Stande kommen.
Dazu gibt es zu viele Einflussfaktoren.
Bitte in der Adressliste nachschauen, wer von den Kollegen in der Nähe ist und dann dort einen Termin vereinbaren.
Viel Erfolg!
Kalle
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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Mike Glotzkowksi » Mittwoch 18. Oktober 2017, 15:19

Kalle hat geschrieben:Ohne genaue Augenglasbestimmung, wird kein tragbares Ergebnis zu Stande kommen.
Dazu gibt es zu viele Einflussfaktoren.
Bitte in der Adressliste nachschauen, wer von den Kollegen in der Nähe ist und dann dort einen Termin vereinbaren.
Viel Erfolg!
Kalle


Vielen Dank Kalle,

ich habe jetzt gestern eine neue Brille in Auftrag gegeben, welche die beim Optiker letzte Woche im Sehtest festgestellten Werte von (L: +2,5 / R: +2,25, nachmittags) aufweist (Astigmatismus habe ich erstmal weggelassen, war aber auch eher gering). Diese Werte wurden ja auch prinzipiell beim Augenarzt (bzw. der dort arbeitenden Optikerin) zweimal ermittelt (L: +2,25 / R: +2,25, morgens). Das müsste die Ferne eigentlich ganz gut auskorrigieren.

Seltsamerweise hatte ich Probleme mit der letzten Gleitsichtbrille, welche genau diese Werte im Fernteil hatte. Hier waren aber auch noch die neu hinzugekommenen Zylinder, die Addition und vielleicht andere nicht ideale Parameter involviert. Mein Gefühl und meine Erfahrung sagen mir, dass ich mal alles ausschließen sollte, was für die Augen eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Wie gesagt mit der Einstärkenbrille (L: +2,5 / R:+2,75), trotz des um eine halbe dpt. überkorrigierten rechten Auges, komme ich immer noch am besten klar.

In der übrigen Zeit klappt es ganz gut mit Entspannungsübungen, die ich regelmäßig in den Tagesablauf einbaue.

Gruß,
Mike

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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Eberhard Luckas » Donnerstag 19. Oktober 2017, 09:37

Moin Mike,
ich hoffe, dass die neuen Gläser verträglich sind. Wenn nicht, suche Dir jemanden, der auf Winkelfehlsichtigkeit spezialisiert ist. Auch wenn beim Augenarzt ein Schielen ausgeschlossen wurde, denn dort wird eigentlich hauptsächlich manifestes Schielen untersucht. Eine latente Schielstellung, eben auch Winkelfehlsichtigkeit, wird nur bei wenigen Augenärzten diagnostiziert.

Deine ganze Problematik, eben mit keiner Brille befriedigendes Sehen, kenne ich von vielen Kunden, die anschließend Brillen bekamen mit Prismen wegen WF.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Mike Glotzkowksi » Donnerstag 19. Oktober 2017, 10:29

Eberhard Luckas hat geschrieben:Moin Mike,
ich hoffe, dass die neuen Gläser verträglich sind. Wenn nicht, suche Dir jemanden, der auf Winkelfehlsichtigkeit spezialisiert ist. Auch wenn beim Augenarzt ein Schielen ausgeschlossen wurde, denn dort wird eigentlich hauptsächlich manifestes Schielen untersucht. Eine latente Schielstellung, eben auch Winkelfehlsichtigkeit, wird nur bei wenigen Augenärzten diagnostiziert.

Deine ganze Problematik, eben mit keiner Brille befriedigendes Sehen, kenne ich von vielen Kunden, die anschließend Brillen bekamen mit Prismen wegen WF.


Moin Eberhard,

vielen Dank für den Hinweis. Ich habe mich schon etwas mit dem Thema Winkelfehlsichtigkeit auseinandergesetzt. Kann es denn sein, dass man die WF erst mit Mitte 40 erwirbt? Ich hatte die letzten 8 Jahre lang (also seit ich überhaupt Brille trage) ja überhaupt gar keine Schwierigkeiten. Im Gegenteil, meine Sehtests waren immer äußerst gut und auch subjektiv waren die Augen entspannt und belastbar.

Sollte ich mein Problem nicht in den Griff bekommen, so werde ich dem aber auf jeden Fall mal nachgehen.

Gruß,
Mike

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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Eberhard Luckas » Donnerstag 19. Oktober 2017, 12:54

Moin Mike,
eine WF hat man vom Kleinkindalter an, spürt aber manchmal die ersten 20-40 Jahre nichts davon. Je älter Du wirst, umso mehr Probleme würden durch die WF entstehen. Das hat nur etwas mir der Fähigkeit zu tun, solche Fehler selber ohne Probleme auszugleichen. Diese Fähigkeit wird eben im Laufe des Lebens weniger.
Viele Grüße
Eberhard
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Re: Kopfschmerzen, egal mit welcher Brille

Beitragvon Kalle » Donnerstag 19. Oktober 2017, 17:47

Da kann ich voll dem Eberhard zustimmen.
Kalle
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