Verzerrung der Optik

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holger1984
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Verzerrung der Optik

Beitragvon holger1984 » Montag 18. September 2017, 16:19

Hallo,

ich habe eine Brille mit folgenden Werten:

R: Ps. +0.25 Cyl. -0.75 Achse 10
L: Ps. -0.75

Die Werte habe ich beim Augenarzt ermitteln lassen. Diese hat das AUge gemessen, allso getropft und dann die Werte bestimmt. Nachkontrolliert wurde das mit einem "manuellen Sehtest".

Jetzt habe ich die Brille seit etwas über eine Woche und habe nach wie vor eine optische Täuschung bzw. Verzerrung. Ich trage die Brille den ganzen Tag. Beim Bildschirm sieht so aus, als ob die eine Seite abfällt und auch die Kanten sind nicht horizontal in der Wage, sondern verzerren nach oben und unten. :shock:

Wielange kann so eine Eingewöhnung dauern? Sollte diese Verzerrung durch den Zylinder nicht nach paar Tagen weg sein? Was für Tipps könnt ihr geben, um den Blick normal zu bekommen?

Was ist eigentlich, wenn, vorrausgesetzt ich tu es, mich an diese Verzerrung gewöhne und mit Brille grade sehe. Sehe ich dann im Gegenzug ohne Brille alles verzerrrt?

Danke für Aufklärung.

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Onkel Bob
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Re: Verzerrung der Optik

Beitragvon Onkel Bob » Montag 18. September 2017, 17:23

zunächst: ist das deine allererste brille :?: und wenn nein - wie waren deine vorherigen werte :?:

wenn ja - vorausgesetzt die messung ist korrekt - kann die eingewöhnung bei sensiblen (männlichen?) menschen schon ne zeit dauern... :?

lass doch mal deine äugelchen von einem wirklichen fachmann nachmessen und vergleiche dann...

meint
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Oppicker
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Re: Verzerrung der Optik

Beitragvon Oppicker » Montag 18. September 2017, 17:31

Es ist vermutlich der ewig gleiche Fehler, den die Ärzte begehen, weil sie es nicht besser wissen.

Um Zeit zu sparen, werden dem Patienten pupillenerweiternde Tropfen gegeben, die meistens gleichzeitig die Akkommodation stilllegen.
Wenn nun aber jemand einen akk.-abhängigen Anteil "Hornhautverkrümmung" hat, die in diesem Fall nicht von der Hornhaut, sondern von einer "verkrümmten" Augenlinse kommt, geht die Stärkenmessung ins Höschen.

Lass nochmals den Optiker prüfen
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holger1984
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Re: Verzerrung der Optik

Beitragvon holger1984 » Montag 18. September 2017, 18:11

Danke für eure Antworten. :D

Ja, ich bin männlich und sensibel.
Der Augenarzt hat erst einen "normalen" Sehtest gemacht. Aber ich war da wohl nicht geübt bzw. unsicher. Deswegen hat er das mit den Tropfen gemacht. Wie genau die heißen haben weis ich nicht mehr. Es war die Kurzsicht unscharf und alles extrem hell bzw. weiß, wenn das hilft. Danach habe ich eine Tetsbrille bekommen, da war zwar auch alles schief, aber angenehm scharf.

Er war nach dem test auch überrascht, dass ich anstatt 0 +0.25 hatte.

Also, das ist meine zweite Brille. Die erste Brille, welche ich jetzt ca. 3 Jahre hatte, hat folgende Werte:

R. Sph. -0.5
L. -0.75

Eigentlich hat die Messung damals folgendes ergeben:

R. Sph. -0.25 Cyl. -0.75 Achse 70
L. -0.75

Aber auch da habe ich mich nicht an den Zylinder gewohnt, und dann den dann entfernt.


Also die Werte jetzt, mit der aktuellen Verzerr-Brille, wurde wie gesagt mit dem Tropfen gemessen und dazu manuell. Abgesehen davon habe ich beim Optiker einen Schnelltest mit einem Computer gemacht, der ca. die Werte ausgespuckt hat, wie auch vom Augenarzt.

Ich bin etwas verzweifelt, weil so macht es echt keinen Spaß :-( Der Augenarzt meine, ich gewöhne mich ganz sicher an die Brille. Deswegen habe ich wieder einen Zylinder reingemacht. Ich sehe auch sehr angenehm und scharf, nur eben verzerrt.


Was würdest Ihr mir raten? Und nochmal zur Frage, angenommen ich gewöhne mich an die Brille - sehe ich dann ohne alles verzerrt, oder mit beiden gleich "gerade"?.

p.s. Die Brille hat auch eine leichte "Fischoptik". Das liegt sicher an den Gläsern, oder? Die sind im Vergleich 1cm größer und auch etwas gewölbt. (Kunststoff, die alte ist Glas). Daran habe ich mich etwas gewöhnt, aber auch noch nicht so richtig.

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Onkel Bob
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Re: Verzerrung der Optik

Beitragvon Onkel Bob » Dienstag 19. September 2017, 09:20

holger1984 hat geschrieben:...Was würdest Ihr mir raten? Und nochmal zur Frage, angenommen ich gewöhne mich an die Brille - sehe ich dann ohne alles verzerrt, oder mit beiden gleich "gerade"?...


jaja - immer diese bösen zylinder... :wink: ...ist fast so wie mit den frauens - man(n) kann weder mit noch ohne sie leben... 8)

ich würde ggf mal mit dem ausführenden opticus über einen interrims-zylinder sprechen - so könnte die gewöhnung leichter fallen.

was den zweiten teil deiner frage angeht: DAS kann nu wirklich KEINER vorheragen... :? ...kann - muss aber nicht - oder umgekehrt.

trotzdem gutes gelingen wünscht
onkel bob
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Re: Verzerrung der Optik

Beitragvon Oppicker » Dienstag 19. September 2017, 11:58

Onkel Bob hat geschrieben:jaja - immer diese bösen zylinder... :wink: ...ist fast so wie mit den frauens - man(n) kann weder mit noch ohne sie leben... 8)


Kölsche Philosophie, wat?!
Frei nach Loriot: Ein Leben ohne Möpse ist denkbar, aber sinnlos. :lol:

Onkel Bob hat geschrieben:ich würde ggf mal mit dem ausführenden opticus über einen interrims-zylinder sprechen - so könnte die gewöhnung leichter fallen.


..Interimszylinder!! :lol: :lol:

Ich stell mir grad vor, wie die sich nach und nach - wie die Einsatzbefehle an James Bond - selbständig in Rauch auflösen.
Du meinst vermutlich Kompromisszylinder, der weder richtig noch falsch ist.
Sischer, dat kannste versuchen.

@TO

Ich würde wetten, dass die Stärke des Arztes..ääähm, "unglücklich gewählt" ist. Somit entfiele eine Gewöhnungsphase, da die Gläser ersetzt werden sollten. Ich vertrete stets die Auffassung, dass eine Brille eine Entlastung sein muss, der man sich gerne bedient.
Das heißt nicht, dass es keine Gewöhnungsphasen geben kann, aber bei solchen Symptomen und Einschränkungen im Alltag muss man vielleicht wirklich Kompromissverglasungen alias "Interimszylinder" wählen.
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Re: Verzerrung der Optik

Beitragvon optikgutachter » Dienstag 19. September 2017, 17:03

Oder man nehme die Stärken mit denen der Träger ohne Verzerrungserscheinungen aktuell am besten Sehen kann.
Also mit Messbrille testen. (Sollte eigentlich immer vorher gemacht werden.) :roll:
http://www.optikgutachter.de Die Wahrheit zu sagen ist nicht nur die Pflicht, sondern immer auch die schärfste Waffe des vereidigten Sachverständigen.

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Re: Verzerrung der Optik

Beitragvon ClaudiaS » Dienstag 26. September 2017, 17:42

Hall!
Das hört sich für mich an, als wenn du die Brille online bestellt hast.

Gehe zu einem Optiker und lass dir von einem Fachmann helfen.

Liebe Grüße
Claudia


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