Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

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Distel
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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Distel » Dienstag 25. April 2017, 12:38

Humphreys hat geschrieben:Dadurch kann ich die Gleitsicht dann natürlich nicht permant tragen aber dieses Problem müssten ja dann alle "Bürohengste" haben :roll: ?!

Nein!!! - Sie tendieren gerade zu einer Verallgemeinerung.

Einem Kölner würde so was nicht passieren. Der weiß schon seit Kindesbeinen: Jeder Jeck ist anders! :wink:
Es gibt "Bürohengste und -stuten", die sogar mit Standardgleitern am Arbeitsplatz super zurechtkommen.
Jetzt wieder ernsthaft.....

Nicht allein die Umfeldbedingungen sind entscheidend, erheblich mehr Auswirkungen hat der eigene Umgang mit diesen Sehsituationen und die persönlichen Voraussetzungen. :!:
Leider ist mir in meinen bisherigen Beiträgen nicht gelungen, Sie dafür zu sensibilisieren, dass die Reaktion der Brillenträger durchaus ganz unterschiedlich ausfallen können.

Distel hat geschrieben:Manche haben so ein Verhalten von Anfang an und wieder andere müssens erst einmal erlernen.
Einer der Gründe für die unterschiedlichen Eingewöhnungszeiten.


Bequemes Sehen mit Gleitsichtbrillen funktioniert nicht bei allen Brillenträger direkt. Es muss zuweilen über einen längeren Zeitraum eingeübt werden. Wie bei vielen anderen Dingen, die erlernt werden..... :roll:
Der eine kann sich nach wenigen Fahrstunden zur Führerscheinprüfung anmelden, der andere braucht ein Mehrfaches.
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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Humphreys » Samstag 29. April 2017, 09:19

vidi hat geschrieben:Die Pupillendiustanz ist doch immer die gleiche, in der Summe komme ich immer auf 63,5.
Und die von dir angegebenen Daten sind die Zentrierdaten und die beziehen sich immer auf die jeweilige Brillenfassung.


Aber in der Auftragsbestätigung stand PD für Pupillendistanz?! Reden wir hier von verschiedenen Sachen? Ich habe aber auch noch diese Werte erhalten welche eine andere Summe ergeben: rechts: 31,00 mm / links: 30,00 mm

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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Messbrille » Samstag 29. April 2017, 09:53

die PD ist Ergebnis der individuellen Anatomie des Gesichtes, auch unterschiedliche Werte R/L sind möglich,
weil ja kein Gesicht der Welt exakt symmetrisch ist ;

die PD Angabe 31mm/30mm ist also rechts/links - jeweils Mitte Nasenbein bis Mitte der Pupille/Pupillenreflex,
Gesamt PD wäre hier = 61mm; das ist rechnerisch korrekt, stellt aber eben nicht die Beschreibung für eine optimale Zentrierung der Gläser für rechtes/linkes Auge dar;

ein anderes mal sind es 63,5 - wie kommt es beim selben Menschen zu solchen Messunterschieden ?!
Zuletzt geändert von Messbrille am Samstag 29. April 2017, 10:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon wörterseh » Samstag 29. April 2017, 10:07

@Messbrille!
Da hast du was falsch verstanden! Die Aussage 'immer gleich' bezog sich auf eine Person/in dieser Situation.
Bleib dem Forum eine Weile erhalten, dann bekommst du schnell mit wer was wie gemeint hat...
LG
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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Messbrille » Samstag 29. April 2017, 10:08

hab´s gerade korrigiert :)

Humphrey`s PD 31/30mm und 32,5/31mm ergeben ja R/L 1mm, bzw. 1,5mm Unterschied R/L;

das ist plausibel;
die PD 33,5/30mm kommt mir seltsam vor ; da müsste das rechte Auge ja 3,5mm weiter
von der Nase entfernt sein als das linke Auge;

im übrigen sind alle Werte in Brillenpässen, Rechnungen usw. nur Zahlen auf dem Papier;

wie das tatsächlich in der Brille aussieht, muss man im Zweifelsfall Nachmessen ;
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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Humphreys » Samstag 29. April 2017, 11:06

Messbrille hat geschrieben:hab´s gerade korrigiert :)

Humphrey`s PD 31/30mm und 32,5/31mm ergeben ja R/L 1mm, bzw. 1,5mm Unterschied R/L;

das ist plausibel;
die PD 33,5/30mm kommt mir seltsam vor ; da müsste das rechte Auge ja 3,5mm weiter
von der Nase entfernt sein als das linke Auge;


Diese unterschiedlichen Werte sind ja das was mich stutzig macht bzw. verwirrt?!

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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Distel » Samstag 29. April 2017, 12:43

Messbrille hat geschrieben:die PD 33,5/30mm kommt mir seltsam vor
da müsste das rechte Auge ja 3,5mm weiter von der Nase entfernt sein als das linke Auge :shock: :shock: ;

@ Messbrille
Mein Lehrherr pflegte immer zu sagen: "Wir Menschen wurden nicht auf einer Drehbank produziert!" :mrgreen:
Solche Werte sind ungewöhnlich, aber nicht ausgeschlossen.

Wenn man als AO sollte Werte mißt: "...dann muss das Köpfchen rappeln!" pflegte ein älteren, ganz erfahrener Kollege in solchen Situationen zu sagen. :wink:
d.h. Brillenvoranpassung nochmals prüfen, erneute Montage-Messung zwecks Kontolle, Übertragung der gefundenen Montagedaten auf die Demogläser und kontrollieren, Überprüfung wie vorherige Brillen eingearbeitet wurden.....

In einem anderen Thread bin ich bereits auf solche Besonderheiten eingegangen, dort bitte nachlesen
viewtopic.php?p=164901#p164901
Sollte noch weiterer Erklärungsbedarf bestehen, bitte melden.
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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon vidi » Samstag 29. April 2017, 13:02

Messbrille hat geschrieben:
das ist plausibel;
die PD 33,5/30mm kommt mir seltsam vor ; da müsste das rechte Auge ja 3,5mm weiter
von der Nase entfernt sein als das linke Auge;

Habe ich heute morgen noch gehabt, "PD" 32/35mm. Kommt dann und wann schon mal vor.
Z.B. wenn eine Kunststofffassung auf einer krummen Nase sitzt, das sind halt die Zentriermaße.
Gruß
Vidi

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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon wörterseh » Samstag 29. April 2017, 13:20

Derartige Abweichungen hab ich hier regelmäßig.
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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon vidi » Samstag 29. April 2017, 13:21

wörterseh hat geschrieben:Derartige Abweichungen hab ich hier regelmäßig.

Kärnten halt... :D :D :D :D :D
Gruß
Vidi

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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Humphreys » Samstag 29. April 2017, 14:32

Wobei ich eigentlich nicht mal so sehr die Unterschiede zwischen links und rechts sondern die unterschiedlichen Messergebnisse zwischen den 3 Ergebnissen und in der Gesamtsumme meine.

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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Messbrille » Samstag 29. April 2017, 14:57

da gebe ich Dir recht ;

bei PD 32,5/31mm ist bds. eineinhalb, bzw. ein millimeter, mehr gemessen als bei PD 31/30mm , aber die Seitendifferenz R/L mit im ersten Fall 1mm, bzw. 1,5mm bei der 2. Messung ist ja nur ein Unterschied von 0,5mm;

diese beiden Messungen sind also nicht so unterschiedlich, während die Messung 33.5/30mm Seitendifferenz R/L = 3,5 mm davon erheblich abweicht ;

das meinte ich auch mit seltsam - nicht diese Werte allgemein, sondern die angebliche Veränderung bei Dir (v.a. die 3. Messung) ;

sollte man einfach nochmal nachmessen....
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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Humphreys » Donnerstag 4. Mai 2017, 09:56

So ist es, verstanden habe ich es immer noch nicht mit der Pupillendistanz. Das sich die Einschleifhöhe sprich vertikale Zentrierung von Fassung zu Fassung ändert ist ja nachvollziehbar aber die Pupillendistanz links und rechts muss doch eigentlich immer gleich sein, da sich mein Gesicht ja nicht verändert?!


Distel hat geschrieben:Es gibt "Bürohengste und -stuten", die sogar mit Standardgleitern am Arbeitsplatz super zurechtkommen.

Liegt das dann daran das diese Leute sich die Zonen verändern haben lassen denn aufgrund der technischen Gegebenheiten bei Gleitsichtbrillen "muss" man ja den Kopf unnatürlich heben und in den Nacken legen, selbst wenn der Bildschirm ganz unten ist.
Ich würde auch sehr gerne nur eine Brille verwenden da es mich jetzt schon nervt immer zu wechseln, aber ich kann mir nicht vorstellen das dieses "Kopf in den Nacken legen" auch zur Eingewöhnung gehört und mit der Zeit besser wird...?!

Distel hat geschrieben:Nicht allein die Umfeldbedingungen sind entscheidend, erheblich mehr Auswirkungen hat der eigene Umgang mit diesen Sehsituationen und die persönlichen Voraussetzungen. :!:
Leider ist mir in meinen bisherigen Beiträgen nicht gelungen, Sie dafür zu sensibilisieren, dass die Reaktion der Brillenträger durchaus ganz unterschiedlich ausfallen können.

Doch, ist es Ihnen aber ich denke das bestimmte technische Gegebenheiten bei Gleitsichtbrillen eben bei jedem Brillenträger vorhanden sein müssten da die Zonen bzw. Sehbereich nun mal sind wie sie sind?!

Distel hat geschrieben:Manche haben so ein Verhalten von Anfang an und wieder andere müssens erst einmal erlernen.
Einer der Gründe für die unterschiedlichen Eingewöhnungszeiten.


Distel hat geschrieben:Bequemes Sehen mit Gleitsichtbrillen funktioniert nicht bei allen Brillenträger direkt. Es muss zuweilen über einen längeren Zeitraum eingeübt werden. Wie bei vielen anderen Dingen, die erlernt werden..... :roll:
Der eine kann sich nach wenigen Fahrstunden zur Führerscheinprüfung anmelden, der andere braucht ein Mehrfaches.
Das eine Mensch kann nach kurzer Zeit radfahren, schwimmen, skifahren, lesen.....andere brauchen länger. :D


Was verstehen Sie unter einem längeren Zeitraum, ich bin zwar noch nicht lange im Gleitsichtbrillen Bereich aber als Neuling würde ich mich jetzt auch nicht bezeichnen seit Oktober 2016 vor allem wenn man so liest wie lange die Eingewöhnung so dauern soll im längsten Fall.

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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Roland A. Frank » Donnerstag 4. Mai 2017, 11:16

Humphreys hat geschrieben:.....

Was verstehen Sie unter einem längeren Zeitraum, ich bin zwar noch nicht lange im Gleitsichtbrillen Bereich aber als Neuling würde ich mich jetzt auch nicht bezeichnen seit Oktober 2016 vor allem wenn man so liest wie lange die Eingewöhnung so dauern soll im längsten Fall.


"mein" längster Fall dauerte knapp sieben (!) Monate -

es wollte einfach nicht klappen im "normalen" Leben am Schreibtisch und in der restlichen Zeit -
ausgerechnet nach einem Berg-Wander-Urlaub war alles bestens..
("Bergauf" mag es ja noch verständlcih sein, aber "bergab"?
Seitdem ist die Kundin begeisterte Gleitsichtgläserkundin.....)

Also, wenn alle Parameter stimmen, dann funktioniert das auch - früher oder später.

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Re: Frage zu Pupillendistanz & Refraktion bei Gleitsichtbrille

Beitragvon Smutje » Donnerstag 4. Mai 2017, 13:31

Humphreys hat geschrieben:So ist es, verstanden habe ich es immer noch nicht mit der Pupillendistanz. Das sich die Einschleifhöhe sprich vertikale Zentrierung von Fassung zu Fassung ändert ist ja nachvollziehbar aber die Pupillendistanz links und rechts muss doch eigentlich immer gleich sein, da sich mein Gesicht ja nicht verändert?! ...........


@Hump: vereinfacht (es gibt noch weitere Kriterien):
Stell Dir ein Gesicht vor, bei dem die Pupillenmitten rechts und links symmetrisch von der Nasenwurzel aus gemessen jeweils 32 mm entfernt sind. Es ergibt sich eine Pupillendistanz von R32/L32 .
jetzt kommts:
- In dieses Gesicht wird nun eine Brillenfassung gesetzt, die aufgrund der Nasenform im Gesicht nun auch symmetrisch auf der Nase sitz. Der Zentrierabstand der Gläser in der Fassung (nun gemessen von der Fassungs- / Stegmitte der Brille) ist nun ebenfalls 32/32 .
es könnte jedoch auch sein, dass die Brillenfassung aufgrund einer "schiefen" Nase z.b. um einen Millimeter nach links verschoben auf eben dieser "schiefen" Nase aufliegt. Somit ist der Zentrierabstand der Gläser (in der Fassungsebene!) entsprechend versetzt. Der "Optische Mittelpunkt" der Gläser soll ja vor den Pupillenmitten liegen. Somit ist der Zentrierabstand (immer noch von der Fassungs - / Stegmitte der Brille aus gemessen) jetzt R33/L31 .
- Fassungen und Sonnenbrillen aus den 50ern-/60ern-/70ern-/80ern-/90ern
- Shuron (orig. USA)
- Comcept - Opti/Augustiner-Bräu
- (München, 2012/2013/2014/2015/2016)
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