Erste Brille mit 40

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Jastra
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Erste Brille mit 40

Beitragvon Jastra » Dienstag 18. April 2017, 13:28

Hi,

ich habe am Donnerstag meine erste Brille überhaupt abgeholt. Bin 40 und habe nie eine Brille getragen oder so wirklich Probleme gehabt. Ok meine Umwelt sagte mir ständig warum ich die Augen zusammenkneife, aber für mich war eigentlich alles ok ;-)

Der Augenarzt, wo ich das erste mal seit Ewigkeiten war, meinte nur ich benötige eine Brille.

Nur irgendwie habe ich das Gefühl da stimmt etwas nicht. Wenn ich den Kopf hoch und runter neige wird mir ein wenig schwindelig. Auch sehe ich wirklich alles schief (ab der Mitte nach außen hin) wenn ich den Kopf ein klein wenig zur Seite oder nach oben/unten neige. Die Schärfe in der Ferne ist aber total gut. Wenn ich sitze und einfach geradeaus schaue ist alles ok. Nur nicht den Kopf bewegen. Ich trage sie seit letzten Donnerstag ständig.

Mir machen die Werte ein wenig Sorge. Weil die für beide Augen total identisch sind:

Sphäre, Cylinder, Achse
L: F 0,75 2,25 170
R: F 0.75 2.25 170

Habe bisher immer nur über etwas unterschiedliche Werte (für jedes Auge) im Internet gelesen.

Auch werden meine Augen nach ein paar Stunden tragen total müde. Gibt sich das wirklich mit der Zeit?
Stört wirklich massiv weil hier rund ums Haus alles gepflastert ist.

optiIRL
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon optiIRL » Dienstag 18. April 2017, 14:06

Hallo Jastra,
wenn diese Werte stimmen ist es kein Wunder, dass Du Probleme mit der Gewöhnung hast.
Der cylinder Wert ist mit 2,25 Dioptrien für eine erste Brille nicht ganz ohne. Durch die Korrektur dieses Sehfehlers mit einer Brille ensteht eine Verzerrung an die man sich erst gewöhnen muß.
Notfalls kann man sich als Zwischenlösung erst noch mal ein Paar Gläser mit weniger Zylinderwirkung einbauen lassen und sich erst daran gewöhnen.
Man sieht damit natürlich dann weniger scharf.

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Eberhard Luckas
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Eberhard Luckas » Dienstag 18. April 2017, 14:23

Moin,
einfach mal einige Tage bis zu 2 Wochen die Brille tragen. Dann sollte alles gut sein, vorausgesetzt, die Stärke ist o.K.
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

Jastra
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Jastra » Dienstag 18. April 2017, 15:33

Danke für die Antworten.

Sie hat schon ein Wert unterhalb genommen. Normalerweise sollte ich 2,5 nehmen. Werde sie dann mal weiterhin tragen und auch berichten, falls es besser wird.

So richtig konnten mir sie bei 2 Sehtests (unterschiedliche Filialen) auch nicht helfen. War wohl nicht 100% eindeutig. Haben dann die Werte vom Augenarzt übernommen bzw den/die Zylinder (s.o) um einen Wert verringert. Ist aber wirklich sehr ungewohnt.
Hatte die ersten Tage schon den Eindruck ob die Brille nur fürs Autofahren gedacht wäre. Aber durch die Hornhautverkrümmung muss ich sie wohl nun immer tragen.
Bin wie schon geschrieben totaler Neuling.

ClaudiaS
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon ClaudiaS » Mittwoch 19. April 2017, 11:21

Hallo!
Am besten einfach tragen und wenn es geht nicht so viel drüber nachdenken :)

Dein Gehirn hat dir bisher alles als "gerade" vorgegaukelt, was du eigentlich schief gesehen hast. Das muss das Gehirn nun einfach neu lernen.
Hab Geduld, es sollte sich in spätestens 2-4 Wochen gegeben haben.

Liebe Grüße

Claudia

moura
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon moura » Mittwoch 19. April 2017, 23:10

Hui, das ist schon ein ganz schön großer Schritt von 40 Jahre ohne Brille zu gleich so einem recht hohen Zylinder.

Ich hätte Dir wohl erstmal Testgläser mit dem halben Zylinder eingebaut, an die Du Dich ein paar Wochen gewöhnen kannst und wäre erst dann auf den richtigen Wert gegangen. Für die Testgläser genügen dann auch die einfachsten Gläser ohne Hartschicht und Entspiegelung, dann tut es auch nicht so weh, wenn man diese nach ein paar Wochen wegschmeißt und durch gute Gläser mit der endgültigen Stärke ersetzt.

Wenn ich auf keinen exakten Wert bei der Messung komme, würde ich Dich zu einem zweiten Sehtest einbestellen. Einfach dann die Werte vom AA zu übernehmen, find ich jetzt auch nicht so glücklich.

Du kannst es mit der Brille natürlich noch ein paar Tage probieren, aber wenn Dir wirklich schwindelig wird, solltest Du Dich nicht quälen. V.a. beim Autofahren nicht!
Geh dann lieber nochmal zu Deinem Optiker und bitte um Gläser mit einem deutlich geringeren Zylinderwert als Zwischenlösung. Die können wie gesagt auch ganz günstig sein. Und die jetzigen Gläser natürlich aufbewahren, die können dann ja wieder eingesetzt werden, wenn Du Dich umgewöhnt hast (sofern die Werte stimmen).

Jastra
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Jastra » Freitag 21. April 2017, 21:05

Wenn ich mit dem Auto fahre habe ich keinerlei Probleme; da ist alles in Ordnung und verzieht auch nix.
Würde sagen das betrifft nur wenn ich z.b. auf einen gepflasterten Boden schaue oder wenn ich vom Sofa den Kopf nach rechts +links schaue und mit der Pupille auf einem Gegenstand bleibe.
Hat sich schon verbessert aber ganz weg ist es noch nicht.
Ich werde mir nun noch eine Woche geben und ansonsten nochmal zum Optiker gehen.
Vielleicht habe ich den halben Weg auch schon geschafft :lol:

Was mich noch ein wenig irritiert: ich sehe manchmal etwas von Ihnen wenn seitlich Licht in die Brille scheint. Bin mir noch nicht sicher was es ist. (Netzhaut, oder Feuchtigkeit im Auge) Es schimmert leicht grünlich. Eventuell ist es aber normal, wenn seitlich eine Lichtquelle ist.

Zoom
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Zoom » Freitag 21. April 2017, 22:02

Hallo Jastra,

hört sich doch sehr positiv an.
Die Restprobleme kann dein Optiker vielleicht mit ein paar kleinen Änderungen lösen.
Stichworte: Inklination und Fassungsscheibenwinkel.

Gruß

Zoom

Jastra
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Jastra » Mittwoch 10. Mai 2017, 23:17

Hallo ich melde mich mal wieder zurück. Nachdem es überhaupt nicht besser geworden ist, war ich gestern beim Optiker.
Neuen Sehtest gemacht und nun habe ich neue Werte :
Cylinder von 2,25 auf 2,0 runter und die rechte Achse von 170 auf 159. Links geht sie nun aber ganz gering höher.
Pupillenabstand soll wohl korrekt gewesen sein.

Ich bezweifel zwar dass es was bringt mit den neuen Gläsern; aber hoffen darf man ja. Als Laie sind mir die Werte zu gering zum alten Glas. Mit dieser komischen Testbrille habe Ich aber nicht so schiefe Bilder gesehen als ich damit gelaufen bin.

Drückt mir die Daumen. Werde berichten wenn die Brille fertig ist. Vielleicht ist dann auch endlich Schluss mit den müden Augen.

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Eberhard Luckas
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Eberhard Luckas » Donnerstag 11. Mai 2017, 09:49

ob es besser wird??
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister

Oppicker
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Oppicker » Donnerstag 11. Mai 2017, 10:43

@Jastra
11° Achslagenunterschied sind bei Zylindern über 2 dpt durchaus ein Wort. Wer ein hohes Detailsehen besitzt, kann das sehr wohl bemerken.

Sollte auch die neue Brille nicht befriedigend sein, dann sollte Dich Dein Optiker mal auf einen Astigmatismus irregularis hin prüfen. Das ist im Prinzip nix Schlimmes, würde aber erklären, weshalb Du den Zylinder nicht verträgst, obwohl er anscheinend objektiv vorhanden ist.

Mich wundert, dass Du bei solchen Werten so lange ohne Sehhilfe ausgekommen bist!? :shock:
Du fährst doch sicher Auto und hast mal einen Führerscheinsehtest machen müssen....!
Könnte diese "Hornhautverkrümmung" vielleicht gar nicht von der Hornhaut kommen? Denkbar ist auch eine -abhängig von der jeweiligen Augenstellung- veränderliche zylindrische Fehlsichtigkeit durch Drehung des Augapfels.
Entweder bist Du ein Teil des Problems oder Du bist ein Teil der Lösung. Dazwischen gibt es nichts (Holger Meins)

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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Jastra » Donnerstag 11. Mai 2017, 11:22

@Eberhard Luckas: Wollen wir es hoffen :)
@Oppicker Der Führerscheintest liegt schon ein wenig zurück (23 Jahre). Wenn keine Hornhautverkrümmung vorliegen würde, sollte ich doch mit Brille geradeaus (wenn ich still sitze) nicht so gut gucken können, oder? Behalte deinen Tipp aber im Hinterkopf falls die neue Brille wieder Probleme machen sollte. Auto bin ich auch noch gefahren aber mir wurde immer gesagt ich knipse die Augen sehr stark zusammen.

Fand den Effekt mit der aktuellen Brille schon sehr drastisch. Wirkt als ob ich vorher blind rumgelaufen bin. Besonders kann ich Schriften nun total gut lesen. Hatte zwar vorher auch den Eindruck ich kann eigentlich ziemlich gut schauen... :lol:
Ich bin anscheinend auch ziemlich empfindlich. Mich stören ja auch die Reflexionen von der Seite. Die hat die Brille meines Mannes aber auch und ihn stören sie nicht.

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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Oppicker » Donnerstag 11. Mai 2017, 12:05

Jastra hat geschrieben:@Oppicker Der Führerscheintest liegt schon ein wenig zurück (23 Jahre).


Dachte ich mir schon, aber solche Hornhautverkrümmungen ergeben sich nicht von heut auf morgen, es sei denn durch Narbenbildung.
Im Gegenteil...., es ist sogar oft festzustellen, dass sich Hornhautverkrümmungen mit zunehmendem Alter eher abschwächen. So eine "Hornhautverkrümmung" kommt i.d.R. auch nicht allein von der Hornhaut, sondern ist eine Summe "verkrümmter" optischer Medien am Auge.

Jastra hat geschrieben:Wenn keine Hornhautverkrümmung vorliegen würde, sollte ich doch mit Brille geradeaus (wenn ich still sitze) nicht so gut gucken können, oder?


Sie kann beim Blick geradeaus durchaus in der gemessenen Größenordnung vorliegen, aber evtl. nicht mehr, wenn Du das Auge nach innen oder außen drehst. Denn es könnte nämlich sein, dass sich das Auge nicht nur nach links oder rechts bewegt, sondern auch ein bissel dreht. Damit dreht sich dann logischerweise auch die "Hornhautverkrümmung". Und zu allem Überfluss könnte bei einer starken Beteiligung der AugenLINSE an der Verkrümmung auch noch der jeweilige Akkomodationszustand eine Rolle spielen.
Aber wir fischen hier im Trüben. Das kann nur der bemühte Kollege vor Ort messen.
Entweder bist Du ein Teil des Problems oder Du bist ein Teil der Lösung. Dazwischen gibt es nichts (Holger Meins)

Jastra
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Jastra » Mittwoch 31. Mai 2017, 10:43

Hi,

mal wieder ein kurzer Statusbericht. Leider sind die Gläser wohl bei der Fertigung kaputt gegangen und das ganze hatte sich verzögert. :evil:

Nun habe ich die neuen Gläser in der alten Fassung und ich komme noch weniger damit klar. So langsam ist meine Geduld wirklich am Ende.

Ich habe nicht immer noch die schiefen Linien (die mich gerade nicht so sehr stören) , nein nun habe ich das Gefühl mein linkes Auge ist geschwollen bzw. nah im Gesicht. Ganz merkwürdig. Zieht die Stimmung deutlich nach unten.
Bin jetzt kurz davor den ganzen Kram zurückzugeben und einen anderen Optiker auszuprobieren.
Das beste ist, vorher hatte ich wenigstens eine Brille wodurch ich schauen konnte und nun sowas. Wenn ich heute wieder in die Filiale gehen sollte, muss ich ja wieder mindestens eine Woche warten.

Hätte nie gedacht dass es so ein leidiges Thema sein könnte.

Edit: würde es eigentlich irgendwas ändern wenn ich ein kleineres - rundes Brillengestell nehmen würde? Ich meine wegen der schiefen Linie die ich im äußeren Feld sehe? Nicht oder? Moment habe ich ein grosses Gestell.
Wenn ich die Brille von meinem Partner aufsetze (-1.5 hverkrümmung) habe ich die schiefen Bilder nicht)

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Eberhard Luckas
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Re: Erste Brille mit 40

Beitragvon Eberhard Luckas » Mittwoch 31. Mai 2017, 17:33

Jastra hat geschrieben:Das beste ist, vorher hatte ich wenigstens eine Brille wodurch ich schauen konnte und nun sowas.


Und am Anfang des Threads steht: " Zitat: ich habe am Donnerstag meine erste Brille überhaupt abgeholt." Zitatende

Mit welcher Brille konntest Du denn besser sehen, wenn die jetzige die "1. Brille überhaupt " ist??
Viele Grüße
Eberhard
Augenoptikermeister


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