Keine Beantwortung von Fragen zur Onlinebestellung

Haben Sie eine Frage an den Augenoptiker zu Ihrer Brille. Stellen Sie hier Ihre Frage. (Hinweis: Wir haben hier keine Redaktion. Die Beantwortung Ihrer Fragen werden von Augenoptikern auf freiwilliger Basis durchgeführt. Es besteht kein Anspruch auf eine Beantwortung)
Gerd Bernau
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Keine Beantwortung von Fragen zur Onlinebestellung

Beitragvon Gerd Bernau » Freitag 22. Januar 2016, 11:21

Hier werden immer wieder Fragen zum Brillenkauf im Internet gestellt.

Ich möchte hier noch einmal hervorheben, daß hier diese Fragen nicht beantwortet werden. Online bestellte Brillen sind bezüglich der Anpassung und der Montage eher ein Zufallsprodukt, da die anatomischen Gegebenheiten des Brillenträgers nicht berücksichtigt werden können. (Es bestellt sich auch keiner eine Zahnspange im Internet und passt diese sich selber an)
Wer keine Zeit für seine Freunde hat, der hat keine Freunde wenn er Zeit hat.

Das Leben ist wie ein Fahrrad, man muss sich vorwärts bewegen um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. (Albert Einstein)

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Re: Keine Beantwortung von Fragen zur Onlinebestellung

Beitragvon optikgutachter » Samstag 23. Januar 2016, 18:12

Sehr treffend ausgedrückt. Gutes Sehen basiert auf Zufall. Der Vergleich für den Laien:

Vergleich_AO_Internetlieferant_2016.pdf
(85.58 KiB) 488-mal heruntergeladen


Weiteres auch unter http://www.optikgutachter.de

Gruss OG
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Distel
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Re: Keine Beantwortung von Fragen zur Onlinebestellung

Beitragvon Distel » Montag 25. Januar 2016, 13:02

.
Wir leisten doch keine Beihilfe zu eventuellem Pfusch !!!
Für mich nur schwer nachzuvollziehen, wie jemand überhaupt auf die Idee kommen kann,
hier allen Ernstes zu erwarten, dass Bestelldaten souf­f­lie­rt werden.
:roll:

Die hier aktiven Augenoptiker stehen der Anfertigung von Onlinebrillen kritisch gegenüber.
Die Beweggründe sind vielfältig.
Nur hier viewtopic.php?f=28&t=9274 aufmerksam lesen, dann sollte es verstanden sein.

Bei Hilfestellungen zu Onlinebestellungen direkt die Hotline des Onlineshops anrufen. DANKE.
Wofür werden ansonsten solche Servicetelefone angeboten?
.
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Re: Keine Beantwortung von Fragen zur Onlinebestellung

Beitragvon Snipera » Montag 25. Januar 2016, 14:10

Der Internethandel ist billiger, weil er
- keine bis geringe Steuern nur zahlen braucht (MisterXX hatte 2013 gehörte 2013 zu den 10TopBetrieben mit den höchsten EU-Förderungen weil sie so hoch verschuldet waren!)
- keine A1 Lage mit Barrierefreiheit etc. braucht
- keinerlei Weihnachtsbeleuchtung für die Stadt finanzieren muss
- nicht die Sozialleistungen zahlen brauchen, der im KV für Facharbeiter vorgesehen ist
- unsere Mitarbeiter nicht austauschbar sind, weil wir die Allerbesten und Bestausgebildesten haben

Der Konsument entscheidet sich bewusst auf all das zu verzichten und kauft "NUR" ein Produkt im Internet. Fertig

Wenn nun die Internetbrille normal gekauft wird ohne irgendetwas anders - dann ist es auch gut und die freie Entscheidung von jedem einzelnen. Ab dem Moment, wo er eine Beratung wünscht (Informationseinholung ist Beratung!), ab dem Moment kippt diese Waage. Denn auf die Beratung hat der Internetkäufer ja bewusst verzichtet!

So etwas nennt man Beratungsdiebstahl
Daher auch unser Apell: Informiere dich beim Onlinehändler, denn es ist deine bewusste Kaufentscheidung.
Auch deine Entscheidung, wo es zukünftig für deine Kinder einen Job geben wird. Beim zukunftsträchtigem Onlinehändler (der sowieso das Lager immer mehr automatisiert wegen VERDI und so), oder bei dir im Ort.

Wir scheuen keinesfalls den Vergleich, aber bitte nur Gleiches mit Gleichem vergleichen !!!

Und wenn regelmäßig Personen zum Fachhändler kommen und immer öfters direkt im Geschäft mit dem Handy eine probierte Sonnenbrille im Internet bestellen, zuvor aber dein Lager umgewühlt und jede Brille angegriffen hat, dann wird hoffentlich klar, warum es hier eine gewisse Gereiztheit bei diesem Thema gibt, wenn fachliche Informationen für einen Onlinekauf gewünscht wird.

Daher: ehrliche Freundschaft und bitte ein wenig Verständnis, dass wir Fachhändler dem Onlinehandel offen begegnen, aber uns nur ungern für eine Fremdleistung einspannen lassen möchten.

In diesem Sinne: Viel Glück beim Kauf und ich hoffe durch meine Erkärung unserer Sichtweise ein wenig erläutert zu haben. Unterm Strich haben wir alle die gleichen Sorgen und am Monatsende immer viel zu viele Rechnungen und viel zu wenig am Konto. Da geht es uns allen so - Aber Beratung für die Konkurrenz zu betreiben - soweit geht mein Verständnis dann nicht.

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Re: Keine Beantwortung von Fragen zur Onlinebestellung

Beitragvon Distel » Montag 25. Januar 2016, 19:43

Danke Snipera, sehr schöner Beitrag!.......den Punkt möchte ich ergänzen :wink:

Distel hat geschrieben:Der Internethandel ist billiger, weil er die Bestelldaten nicht selbst erhebt,
weder die die Refraktionswerte noch die Montagewerte, bei einer vorab angepassten Fassung.
Da wird Know-how und auch aufwendige Technik eingesetzt, die je nach Instrumenten, Geräten
und Maschinen in der Zusammenstellung mehrere Zehntausende Euro ausmacht.


Manche Onlinehändler arbeiten mit Partneroptikern, die offensichtlich unterschiedlich motiviert sein können.
Die Information habe ich aus erster Hand - direkt von einem xx-Partneroptiker.
Ob er der berühmte Einzelfall ist.... Wer weiß?

Distel hat geschrieben:Zur Qualität der Brillenglasbestimmung ( Refraktion ) bei den Partneroptikern

Im Rahmen einer Gesprächsrunde verschiedener Kollegen ( alle höher qualifiziert / hochwertiges Equipmet ) wurden Erfahrungen ausgetauscht. Einer der Teilnehmer ist xx-Partneroptiker und äußert sich sehr offen.
" Klar, den Umsatz nehme ich mit. Schnelle Refraktiometermessung, diese Werte vorsetzen, Addition nach der Altesschätztabelle. Wenn der Visus passt, muss es reichen !
Für die minimale Vergütung kann ich doch nicht so messen, wie das bei den regulären Kunden gemacht wird."

Jeder, der Ahnung von den Auswirkungen einer umfassenden Brillenglasbestimmung hat, schüttelt sich bei so einem Ausspruch. Der Unterschied: Gerade mal was sehen können oder alles bequem und präzise zu sehen !


Das Gesetz der Wirtschaft von John Ruskin (1819-1900) gilt noch immer. :wink:
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Re: Keine Beantwortung von Fragen zur Onlinebestellung

Beitragvon optikgutachter » Montag 25. Januar 2016, 20:26

Distel hat geschrieben:Zur Qualität der Brillenglasbestimmung ( Refraktion ) bei den Partneroptikern

Im Rahmen einer Gesprächsrunde verschiedener Kollegen ( alle höher qualifiziert / hochwertiges Equipmet ) wurden Erfahrungen ausgetauscht. Einer der Teilnehmer ist xx-Partneroptiker und äußert sich sehr offen.
" Klar, den Umsatz nehme ich mit. Schnelle Refraktiometermessung, diese Werte vorsetzen, Addition nach der Altesschätztabelle. Wenn der Visus passt, muss es reichen !
Für die minimale Vergütung kann ich doch nicht so messen, wie das bei den regulären Kunden gemacht wird."

Jeder, der Ahnung von den Auswirkungen einer umfassenden Brillenglasbestimmung hat, schüttelt sich bei so einem Ausspruch. Der Unterschied: Gerade mal was sehen können oder alles bequem und präzise zu sehen !


Das geht aktuell schon noch mieser (Stand 25.01.2016 - bis Anfang Februar ´16, danach folgt eine Konkretisierung)
Sh. Startseite:
http://www.optikgutachter.de

Sollten Sie Opfer einer solchen (reinen) "Ich-machs-Dir-auf-die-Schnelle"-Messung geworden sein,
so wenden Sie sich bitte an die zuständige Augenoptiker-Innung.


Wie peinlich ist das denn ?
Selbst studierte HFA´ler geben sich für Autorefraktometer-Schnellmessungen her. :oops:
Dabei haben die 2 Jahre studiert, dass sie das nicht dürfen !
Bekannt ist vor Arbeitsantritt:
Die Möglichkeit der subjektiven Refraktion ist von Anfang an ausgeschlossen.
Die Räumlichkeiten und Geräte dazu sind gar nicht vorhanden.


Aktuell "bevorzugter" Grossraum der unzulässigen Schnellmessungen:

Köln, Bonn, Siegburg, Leverkusen, Brühl, Düren, Düsseldorf, Neuss und das Ruhrgebiet.
Ferner Grossraum Berlin, Nürnberg und Karlsruhe.


Gerichtsurteile hierzu: http://optikgutachter.de/index.php/aktu ... rordnungen
http://www.optikgutachter.de Die Wahrheit zu sagen ist nicht nur die Pflicht, sondern zugleich auch die schärfste Waffe des vereidigten Sachverständigen.


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