Netzhaut

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Traumtänzerin
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Re: Netzhaut

Beitragvon Traumtänzerin » Sonntag 18. Juni 2017, 19:08

Ganz herzlichen Dank für die ausführlichen und aufschlussreichen Erklärungen, Messbrille! Nachdem ich alles gelesen und verstanden habe, habe ich noch drei kleine Fragen:

Optomap finde ich eigentlich nur aus einem einzigen Grund gut, nämlich, dass ich selber sehen kann, wie meine Netzhaut aussieht, und auch, ob sich etwas verändert hat seit der letzten Aufnahme. Das interessiert mich nun, wo ich intensiv Optik und folglich auch den Aufbau des Auges lerne, natürlich mehr als je zuvor.
Meinen Sie, wenn ich immer abwechselnd einmal die Optomap-Methode wähle (damit ich es selber sehe und er sein Gerät finanziert bekommt) und dann im nächsten Jahr die herkömmliche Methode mit dem Weittropfen, dass ich dann jedes Mal, wenn Weitropfen an der Reihe ist, um die Untersuchung mit dem Kontaktglas bitten kann, oder würde sich Ihr Kollege dann wohl auf den Schlips getreten fühlen, weil seine Methode ja eigentlich die Lupen-Methode ist? Ist es ein sehr viel größerer Aufwand für ihn und somit eine Zumutung von mir? Letztes Mal war es kein Problem, aber da habe ich ja nur um eine einmalige Durchführung gebeten.

Oder ist es vielleicht in meinem Fall komplett übertrieben, die Kontaktglas-Methode zu wünschen? Ich hatte seit mehr als 30 Jahren keine auffälligen Befunde, außer ein paar dünnen Stellen, die bereits vor gut dreißig Jahren diagnostiziert wurden, wenige Monate, nachdem einige kleine Löcher gelasert worden waren. Bei den dünnen Stellen meinten sowohl mein damaliger Augenarzt wie auch alle seine Nachfolger, dass Beobachten vollkommen ausreiche. Außerdem habe ich mit einer Augenlänge von ungefähr 25,5 mm bei Werten um -9 dpt. (sphär. Äquivalent) wohl auch eine relativ ausgeglichene Mischung von Längen- und Brechwertmyopie. Ich möchte nicht wie ein Hypochonder erscheinen und von meinem Arzt verlangen, dass er mit Kanonen auf Spatzen schießt.

Was ich auch noch gern wüsste:
Messbrille hat geschrieben: Vorstufen von Netzhautlöchern - sogenannte äquatoriale Degenerationen kann der Augenarzt zuverlässig erkennen und ggf. prophylaktisch mittels Laser koagulieren ("verschweissen") ;

Wird denn heute noch vorbeugend gelasert, wenn noch gar kein Loch da ist? Mein Augenarzt meinte damals, man solle erst einmal abwarten, weil viele Lasernarben im Endeffekt auch eine Beeinträchtigung für das Sehen bedeuten könnten. Die erste Augenärztin, die ich nach meinem Umzug aufsuchte, wollte mich dagegen auf der Stelle zum Lasern schicken. In der Praxis, wo das Lasern erfolgen sollte, war man dann wiederum der Meinung, es sei besser, zunächst zu beobachten. Das war dann auch die Meinung der Augenärzte, an die ich nach meinem nächsten Umzug geriet, und so blieb es dabei.

Es wäre super, wenn Sie mir auch diese Fragen noch beantworten könnten!
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Re: Netzhaut

Beitragvon starry_night » Montag 19. Juni 2017, 09:13

Mal ehrlich, TT: Du hast nun von mehreren Ärzten, die Deine Netzhaut gesehen haben, die Empfehlung bekommen, abzuwarten und zu beobachten. Und jetzt willst Du von einem Augenarzt, der über ein Forum mit Dir kommuniziert und Deine Augen nicht kennt, wissen, ob das der richtige Weg ist? Irgendwie erschließt sich mir nicht ganz, was Du Dir nun von Messbrilles Antwort erwartest.

Nix für ungut, ich frag ja selbst gern mal in Foren nach, aber in dem Fall wundere ich mich doch ein wenig :wink:
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Re: Netzhaut

Beitragvon Messbrille » Montag 19. Juni 2017, 10:45

Hallo Traumtänzerin,

Natürlich sind bei jedem Patienten die Kontrollintervalle individuell festzulegen - abhängig vom Befund ;

So wie Du Deine Situation beschreibst (ich glaube wir duzen uns hier wohl alle...) würde ich jährliche Kontrollen empfehlen - abwechselnd einmal mit Optomap und im folgenden Jahr mit Weitstellung und Lupe oder Kontaktglas ; ob Lupe oder Kontaktglas würde ich dem behandelnden Kollegen überlassen - jeder ist mit der Methode am besten, die er selber bevorzugt und am häufigsten macht ;

im Falle von plötzlich akut auftretenden fliegenden Mücken oder Lichtblitzen muss sowieso ausser der Reihe eine Akutvorstellung beim Augenarzt erfolgen;

generell ist man heute mit der prophylaktischen Laserbehandlung von Netzhautveränderungen zurückhaltender als vor 30 Jahren , aber die modernen Laser sind so schonend, dass es nicht zu Schäden am Auge kommt und auch nicht zu einer Sehverschlechterung, weil in diesem Fall ja die Netzhautperipherie gelasert wird, die auf die Sehschärfe keinen Einfluss hat ; ein erfahrener Augenarzt, der den Pat. idealerweise länger kennt, kann am besten abschätzen, ob Beobachtung reicht und ab wann gelasert werden sollte ;
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Re: Netzhaut

Beitragvon Traumtänzerin » Montag 19. Juni 2017, 13:19

Danke, Messbrille, dann werde ich also weitermachen wie bisher.

Starry, wo habe ich geschrieben, dass ich mit "Abwarten und Beobachten" nicht einverstanden bin? :shock: Dass sich der Sinn meiner intelligenten Fragen nicht jedem erschließt, ist für mich ja nichts Neues! :wink:
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Re: Netzhaut

Beitragvon starry_night » Montag 19. Juni 2017, 15:39

Wie gesagt, nix für ungut! Für mich las sich Deine Frage so, als ob Du unsicher bist, ob Deine Augenärzte Dir die richtige Empfehlung gegeben haben. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist es ja umso besser 8)
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Re: Netzhaut

Beitragvon Spezi » Dienstag 20. Juni 2017, 21:26

ronja hat geschrieben:Danke dir trotzdem.
Ich überlege mir das mal. Schlüsselfeld ist nicht ums Eck, aber auch nicht so nah für einen Arzttermin.


Ist ok, aus Erfahrung, guter Augenarzt! In Bamberg würde ich die Praxis Rohm/ Sauerland empfehlen, nimmt im Moment aber keine Patienten mehr an, manchmal hat man Glück und es wird ein Platz frei! Einfach mal versuchen!

ronja
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Re: Netzhaut

Beitragvon ronja » Dienstag 20. Juni 2017, 21:52

Hi,
Ja Dr. Rohm ist mir geläufig, meine Mutter ist seit einer Ewigkeit dort, früher schon bei dessen Vater.
Als der aufhörte habe ich dummerweise gewechselt.

Danke euch!

Ich melde mich wenn ich dort war. Wird aber sicherlich erst im Herbst / Winter sein.

LG,
Ronja


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