Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

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Christian123
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Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon Christian123 » Samstag 17. Februar 2018, 20:40

Hallo zusammen,
ich möchte trotz 50J. die Gleitsichtbrille vermeiden. Weiter habe ich eine Unverträglichkeit auf asphärische Brillengläser. Unter 25-30 cm wird es anstrengend und unscharf. Der Bildschirm am Arbeitsplatz ist ca. 70cm entfernt. Mit meiner derzeit zu schwachen Brille (-0,5Dioptrin) komme ich eigentlich in jeder Situation bestens klar und erreiche knapp 100%. Vollkorigiert erreiche ich über 125%. Ich hatte meine "Autofahrerbrille" am PC aufgestetzt und musste beim Rumgehen über etwas Schwindel klagen, was mir so nie aufgefallen war. Jetzt habe ich festgestellt, dass die Gläser der Brillen laut Pass und Realität scheinbar andere Gradzahlen verbaut haben. Ich lag bislang immer zwischen links 175-178Grad und rechts 2-3Grad.

- Wie schlimm ist sowas und wie kann sowas passieren? statt der 178 hat die eine Brille 19 Grad und die andere 9Grad. Statt der 2-3Grad 4 und 6Grad was in etwa passt.
- Warum sagt der eine Optiker ich bräuchte 1,5Dioprin Plus und dringend Gleitsicht und der andere sagt ich komme mit 0,25 Plus ohne aus?

Ich persönlich möchte gerne mit Einstärkengläsern auskommen und dachte da an eine etwas unterkorrigierte Arbeitsplatzbrille und an eine 100% korrigierte Autofahrerbrille also mit einem Unterschied von 0,5Dioptrin, damit ich im Grunde die Arbeitsplatzbrille Altagstauglich bleibt. Wie ist die Erfahrung und Empfehlung bei den genannten Werten oder überanstrenge ich meine Augen zu stark?

Vielen Dank.

Gruß Christian

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Qwerty
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Re: Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon Qwerty » Sonntag 18. Februar 2018, 09:31

Christian123 hat geschrieben:
Ich persönlich möchte gerne mit Einstärkengläsern auskommen


Das möchte jeder. Ist aber ab einem gewissen Alter nicht mehr möglich.

Das mit der Achse des Zylinders, dass sie schwankt kann normal sein. Es ist keine Konstante sowie das ganze Auge auch.

Es gibt 2 Möglichkeiten:

• Du quälst dich jetzt noch mit 2 Brillen herum, kommst irgendwann drauf, dass es sehr anstrengend ist und wechselst schlussendlich mit spätestens 55 auf Gleitsichtgläser.

• Du beginnst jetzt mit Gleitsichtgläser und schaffst dir einen angenehmeren Einstieg, durch eine geringere Addition als mit der in 5 Jahren!

Ein Gleitsichtglas vermeiden, bei Personen die auf lang oder kurz ohnehin eines brauchen, ist sinnfrei!

Die Alternative wäre ein Bi-Bzw Trifokalglas mit sichtbaren Trennkannten, wenn gegenüber GS so große Zweifel bestehen. Ob du aber mit so hübschen Brillen herumlaufen magst, bleibt dir überlassen.

Lg 8)
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Re: Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon Christian123 » Sonntag 18. Februar 2018, 14:23

Hallo und vielen Dank für die Rückmeldung,
mit der Achse ist die Frage wie es sein kann, dass im Brillenpass etwas anderes steht als bei der Brille gemessen wurde? Ist die Messung schwer oder falsch oder ist sind die Brillengläser falsch eingemessen und kann dies etwas mit dem schwindekgefühl beim Brillenwechsle zu tun haben?

Gruß Christian

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Re: Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon vidi » Montag 19. Februar 2018, 14:39

Christian123 hat geschrieben:Hallo und vielen Dank für die Rückmeldung,
mit der Achse ist die Frage wie es sein kann, dass im Brillenpass etwas anderes steht als bei der Brille gemessen wurde? Ist die Messung schwer oder falsch oder ist sind die Brillengläser falsch eingemessen und kann dies etwas mit dem schwindekgefühl beim Brillenwechsle zu tun haben?

Sicher kann das sein. Hast du mal die kompletten Brillenglaswerte?
Gruß
Vidi

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Re: Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon Christian123 » Montag 19. Februar 2018, 21:20

Hi,
also die Werte liegen bei gemessen:
-8,5/-1,00/2Grad
verbaut sind: -8,75/-0,75/6Grad auf dem anderen Auge sind
gemessen: -6,25/-0,25/178 wobei statt der 178 die besagten 19Grad verbaut sind.
Gemessen wurden seit Jahren immer unverändert 175 o. 178Grad bzw. 2 oder 3 Grad.

Mal generell auch die Frage, wie sehr die Arbeitsplatzbrille erfahrungsgemäß abgeschwächt werden muss, wenn ich derzeit auf min. 25-30cm Leseabstand komme um dann am Arbeitsplatz bei 70cm ggf. entspannter gucken zu können?

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Re: Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon Qwerty » Montag 19. Februar 2018, 21:51

Manchmal bestelle ich andere Achsen als gemessen, wenn die Messbrille oder der Phoropter anders sitzt, als die tatsächliche Korrektionsfassung. Wenn sind aber beide Achsen um den selben Betrag verdreht. Deinen Fall kann ich nicht nachvollziehen und irgendwo ist da was schiefgegangen. Frage am besten deinen Optiker, der kann dir auch sagen welche Addition du für den Bildschirm benötigst. Pi x Daumen würde ich meinen werden es ca +0,50 - +0,75dpt Addition sein, je nachdem wie „fit“ dein Auge noch ist ;)

Lg 8)
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Re: Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon Christian123 » Dienstag 20. Februar 2018, 21:52

Hi and Danke für die Rückmeldungen,

als PC Brille wurde mir +0,75 genannt und als Lesebrille nochmal +0,75 und das obwohl ich mit 25cm+30cm meines Erachtens noch realitv dicht lesen kann?

...also irgendwie frage ich mich wozu infinitisimal genaue Messungen gemacht werden und warum am Ende alles grob geschätzt und täglich nach Tagesform alles völlig anders rauskommt!?

Ein anderer Optiker misst -8,5 und 4 Grad sowie -6,25 mit 8 Grad an der genannten Brille

Nun kann kann ich plötzlich optimal mit -8,5/-0,75 mit 160Grad und -7,0/-0,25 mit 165Grad sehen, was völlig andere Winkel sind!? Was für ein durcheinander!? Ich weiß jetzt gar nicht mehr was ich machen soll und geh nochmal zum Augenarzt. Dort wurden bislang zumindest immer die identische Winkel gemessen, was mir aber dann auch nichts nützt, wenn sie nicht so verbaut werden? Wie kann sowas alles sein, dass so unterschiedliche Ergebnisse rauskommen, tagesform hin oder her oder ist das alles normal ???? Aber wozu dann die genauigkeit und exakte Messung wenn morgen eh alles wieder anders ist?

Gruß Chris

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Re: Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon wörterseh » Mittwoch 21. Februar 2018, 05:44

Christian123 hat geschrieben:...und geh nochmal zum Augenarzt. Dort wurden bislang zumindest immer die identische Winkel gemessen,

Woher weißt du das so genau?
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Re: Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon Christian123 » Mittwoch 21. Februar 2018, 21:36

Messung=Rezept=Brillenpass ungleich Gläsermessung bzw. Brillen. Bis auf die Dioptrin hat sich der Winkel nicht verändert und so wie ich es verstnden habe hat dieser schon etwas mit dem Schwindek zu tun!?

Bei der einzigen Brille wo es stimmt ist wohl die Brille mit den Mineralgläsern und das ist wahrscheinlich auch der Grund weshalb mir immer beim Aufsetzen schwindelig wird, weil ich mittlerweile an die "falschen Werte gewöhnt habe?.

Werden die Gläser nach dem Einbau nicht nochmal auf die Werte überprüft? Wie passiert denn sowas grundsätzlich? Die Gläser werden doch nicht mit der Hand geschliffen und die Rohlinge haben doch vom Hersteller sicherlich Vorgaben wo der Nullpunkt ist oder wie kann man sich das vorstellen?

Gruß Chris

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Re: Einstärkenbrillen im Wechsel statt Gleitsicht noch bzw. gut machbar?

Beitragvon wörterseh » Mittwoch 21. Februar 2018, 22:27

Lieber Chris!
Nur weil ein Optiker in der Lage ist die vom AA angegebene! Achslage einer 'Hornhautverkrümmung' ordnungsgemäß zu verbauen und diesen Wert auch ordentlich auf seinen Brillenpass vermerkt, heißt das noch lange nicht, daß der Wert auch korrekt ermittelt wurde!
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